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Kwames Auftrag: Für Nachwuchs bei Gorillas sorgen

Barnstorfer Wald Kwames Auftrag: Für Nachwuchs bei Gorillas sorgen

Zoo will Menschenaffengruppe im Darwineum erweitern / Ablösung für Assumbo / Flachlandgorilla aus Heidelberg soll neuer Silberrücken werden / Hoffnung auf Affenbabys

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Die Anlage im Darwineum ist für zwölf Gorillas ausgelegt, und wir wollen in Zukunft die Gruppe weiter aufbauen.“Udo Nagel, Zoodirektor

Barnstorfer Wald. Zuwachs bei den Gorillas im Rostocker Zoo. Nein, kein Affenbaby von Silberrücken Assumbo. Kwame heißt der kleine Flachlandgorilla. Das Tier ist fünf Jahre alt, kommt aus dem Zoo Heidelberg (Baden-Württemberg) und gehört seit knapp einer Woche zur Familie um Assumbo, der mit drei Menschenaffendamen im Darwineum zu Hause ist. „Die Anlage ist für zwölf Gorillas ausgelegt“, erklärt Zoodirektor Udo Nagel, „und wir wollen die Gruppe weiter aufbauen“.

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Zoo will Menschenaffengruppe im Darwineum erweitern / Ablösung für Assumbo / Flachlandgorilla aus Heidelberg soll neuer Silberrücken werden / Hoffnung auf Affenbabys

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Assumbo sollte eigentlich für Nachwuchs bei den Gorillas sorgen. Doch das Kraftpaket hat die Erwartungen nicht erfüllt. „So jung ist er ja auch nicht mehr“, bemerkt Nagel. Assumbo, der im Durrell Wildlife Park auf der Kanalinsel Jersey mit der Flasche aufgezogen wurde, hat schon 43 Jahre auf dem Silberrücken und zeigte wenig Interesse an seinen jungen Frauen Yene (15), Eyenga (12) und Zola (8) – zumindest was die Paarung angeht.

Nun ruhen die Hoffnungen auf Kwame, „der an einem Samstag Geborene“. Noch ist der kleine Gorillajunge nicht geschlechtsreif, doch das wird sich in einigen Jahren ändern. „Dann soll er in Rostock als Silberrücken die Gruppe leiten und für Nachwuchs sorgen“, heißt es in der Abschiedspressemitteilung des Heidelberger Zoos. Hier wurde Kwame im Juni 2011 als erstes Kind von Gorillaweibchen N’Gambe und Vater Bobo geboren. Wohlbehütet ist er bei seinen Eltern aufgewachsen. „Er war dort der kleine Prinz“, sagt Rostocks Zoochef Nagel mit Blick auf erste Eingewöhnungsschwierigkeiten. „Hier muss er lernen, sich in eine neue Herde mit entsprechender Rangordnung einzuordnen“. Assumbo nimmt den jungen Gorilla dabei unter seine Fittiche. „Er beschützt ihn und passt auf, dass es keine Streitigkeiten gibt“, sagt Nagel. „Kwame hat ihn als Adoptivvater akzeptiert.“ Doch auch die Gorilla-Mädels nehmen den Neuling gut auf.

Der kleine Gorilla hätte noch einige Jahre in Heidelberg bleiben können. Doch ab einem bestimmten Alter kann es passieren, dass sie dem alten Silberrücken Konkurrenz machen und sich mit den weiblichen Verwandten paaren. Daher wurde gemeinsam mit den Zuchtbuchführern rechtzeitig nach einem Platz in einem anderen Zoo gesucht. „Gemeinsam mit den Kollegen waren wir der Ansicht, dass er jetzt in dem Alter ist, ihn gut in eine neue Gruppe zu integrieren“, sagt Nagel. Der Austausch der Tiere läuft über das europäische Haltungszuchtprogramm.

Tierpfleger aus beiden Zoos haben die Gegebenheiten gecheckt. Die Rostocker waren in Heidelberg, um den Neuzugang kennenzulernen, die Heidelberger haben vorab das neue Zuhause und die Gorillagruppe in der Hansestadt begutachtet. Dann musste der kleine Kwame den Umzug in der Transportkiste trainieren. Das klappte gut, und so ist der Affe vergangene Woche entspannt und in Begleitung zwei ihm vertrauter Tierpfleger in Rostock angekommen.

Die erste Zeit hat Kwame hinter den Kulissen im Darwineum verbracht, doch inzwischen lässt er sich auch schon in der großen Anlage blicken. „Alle Zoomitarbeiter, insbesondere die Tierpfleger im Darwineum, freuen sich riesig über den Gorillajungen Kwame“, sagt Kuratorin Antje Zimmermann.

Assumbo kann nun seinen Lebensabend genießen. „Vielleicht wird er 50 Jahre alt“, sagt Zoodirektor Nagel. Das älteste Tier in einem Zoo (Atlanta) ist 55 Jahre alt.

Doris Kesselring

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