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Land steckt 20 Millionen in Biomedicum

Rostock-Stadtmitte Land steckt 20 Millionen in Biomedicum

Universitätsmedizin soll ein neues Zentrum erhalten, das Forschung und Lehre verbindet / Rostocker Ingenieurbüro gewinnt Ausschreibung / Ab 2018 soll Viergeschosser im Hansaviertel entstehen

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Die Forschungseinrichtung soll zwischen Schillingallee und Kopernikusstraße neben Kita und Parkhaus gebaut werden.

Rostock-Stadtmitte. Forschen auf drei Etagen, Operationen simulieren und ein aktiver Lehrbetrieb: Das alles soll bald im neuen Biomedicum im Hansaviertel möglich sein. „Alle unsere medizinischen Einrichtungen, die aktiv forschen, wie Anästhesie, Chirurgie oder Innere Medizin, werden den Neubau nutzen und ihre wissenschaftlichen Leistungen ausbauen“, sagt Prof. Dr. Emil Reisinger, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Unimedizin Rostock.

Bis zu 20 Millionen Euro will der Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) mithilfe des Landes-Finanzministeriums für den Bau der viergeschossigen Einrichtung ausgeben. Im März 2018 könne das Bauvorhaben dann in die Tat umgesetzt werden. „Bis dahin sind wir noch bei der weiteren Entwurfsberatung und der Kostenberechnung“, erklärt Uwe Sander, der Geschäftsleiter für den Bereich Hochschul- und Klinikbau.

Zumindest der erste Entwurf steht. Europaweit wurde gesucht, nun bekam die Rostocker Firma MHB Planungs- und Ingenieurgesellschaft den Zuschlag. „Die Rostocker Entwürfe wurden einstimmig angenommen“, sagt Projektleiterin Ulrike Preßler. Gerade, dass der Haupteingang zur Kopernikusstraße führe, hätte für den Rostocker Entwurf gesprochen. Andere hätten sich stärker auf den Eingang hinter dem angrenzenden Parkhaus konzentriert.

Insgesamt wurden 17 Bewerbungen für das Objekt eingereicht. Die Bewerber kamen aus Kiel, Berlin, Rostock, Aachen, Stuttgart, Hannover, Osnabrück, Braunschweig, Ibbenbüren und Leipzig. Nur fünf kamen in die engere Auswahl. „Das Rostock gewonnen hat, war eher ein glücklicher Zufall“, erzählt die Projektleiterin.

Der Entwurf sei eine erste Idee. „Die Planungsbüros hatten nur 14 Tage Zeit“, sagt Sander. Der knappe Zeitrahmen sei bewusst gewählt. Denn der BBL wollte, dass die Bewerber eine architektonische Lösung für das beengte Bebauungsfeld vorschlagen. „Es ging auch darum, die Arbeitsweise kennenzulernen und die Fingerfertigkeit der Firmen zu testen“, fügt Ulrike Preßler hinzu.

„Die Fassade muss noch verändert werden“, erklärt Uwe Sander. Denn sie sei noch zu aufwendig gestaltet. Dies würde nicht nur die Bewirtschaftung und Reinigung erschweren, sondern auch einen starken Kontrast zum anliegenden Kindergarten schaffen. „Uns war schon bei der Ausschreibung wichtig, dass das Gebäude später in die Umgebung passt“, sagt Sander.

Herzstück der neuen Forschungseinrichtung wird die Simulations-Arena im Erdgeschoss. „Sie wird unsere studentische Ausbildung bereichern“, betont Reisinger, Dekan der Unimedizin. Die angehenden Mediziner, Zahnmediziner und Medizinischen Biotechnologen sollen dort an Geräten Eingriffe üben können. „So können die Studenten ihre Praxiskenntnisse ausbauen“, sagt der Dekan. „Es wird Leinwände und hoch-technische Installationen in der Simulations-Arena geben“, weiß Projektleiterin Preßler. Dabei sollen auch lebensgroße Puppen die Lehre unterstützen.

Während im Erdgeschoss gelehrt wird, soll in den oberen Geschossen geforscht werden. „Es sind neun Labore, die nach den Richtlinien der Unimedizin sozusagen eine Standardausrüstung bekommen“, sagt Ulrike Preßler vom BBL. Sie sollen zunächst „Nutzerneutral“ ausgebaut werden. „Die Kosten für die Innenausstattung werden sich in engen Grenzen halten, weil wir bemüht sind, die Forschungsgeräte, über die wir bereits verfügen, in den Neubau umzuplatzieren“, ergänzt Reisinger.

Die Planungen bis zur Erstellung der Entwurfsunterlage laufen noch bis zum Frühjahr, dann müssen Baufirmen europaweit ausgeschrieben werden. Bis schließlich das Projekt geprüft und die Finanzierung durch das Finanzamt MV abgesegnet wird. Daher rechnet man nicht mit einem Baustart vor 2018. „Uns wird oft vorgeworfen, dass wir langsam arbeiten“, sagt Sander. Doch als Behörde habe man nun mal die Verfahrensschritte einzuhalten. „Wir halten uns nur an die Spielregeln, die andere uns geben.“

260 Mitarbeiter

3057 Quadratmeter Fläche soll das Biomedicum insgesamt haben. Auf 2389 Quadratmetern wird dann geforscht und

638 Quadratmeter werden für

die Lehre genutzt.

Nutzer der Einrichtung ist die Unimedizin Rostock. Etwa 260 Mitarbeiter werden im Biomedicum arbeiten.

17 Büros aus Deutschland haben sich insgesamt für die europaweite Ausschreibung beworben. Eine Rostocker Firma bekam den Zuschlag.

Johanna Hegermann

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