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Lange Straße: Händler fühlen sich von der Stadt alleingelassen

Rostock-Stadtmitte Lange Straße: Händler fühlen sich von der Stadt alleingelassen

Am Donnerstagabend hatte die CDU zum Austausch geladen, der Andrang war groß / Unternehmer beklagen viel Bürokratie und wenig Unterstützung von der Verwaltung

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Die Lange Straße eignet sich nur bedingt zum gemütlichen Bummeln. Ihr Potenzial sind vor allem Stammkunden. Fotos (2): Philip Schülermann

Rostock-Stadtmitte. Einzelhändler sorgen sich um die zweitbeste Lage, die Lange Straße. Leerstand, immer weniger Einkaufsmöglichkeiten und ein unzureichender Branchenmix beschäftigen die ansässigen Unternehmer. Und: Sie kritisieren die Rostocker Stadtverwaltung, denn die lege ihnen Steine in den Weg, anstatt ihnen zu helfen. Am Donnerstagabend haben sich Händler mit der CDU-Fraktion, Stadtvertretern und anderen Beteiligten beraten, wie es in der Einkaufsstraße weitergehen könnte. Denn die entwickelt sich zum Sorgenkind, einigenorts macht sich Frust breit.

OZ-Bild

Am Donnerstagabend hatte die CDU zum Austausch geladen, der Andrang war groß / Unternehmer beklagen viel Bürokratie und wenig Unterstützung von der Verwaltung

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Die Lange Straße – Rostocks zweitbeste Lage

85 Gewerbeeinheiten gibt es in der Langen Straße

zwischen Kanonsberg

und Vogelsang. Von etwa 50 Geschäften stehen drei Prozent leer.

800 Meter misst die Lange Straße in etwa. Neben der Kröpeliner Straße ist sie die zweite Ost-West-

Verbindung der Innenstadt.

Zwei lange Tischreihen, an der Stirnseite Politiker: Das zahlreiche Erscheinen zeige, dass Interesse und Bedarf da seien, sagt Berthold Majerus, Fraktionsvorsitzender der Rostocker CDU. „Perspektiven und Potenziale der Langen Straße“ heißt die Veranstaltung, zu der seine Partei geladen hat. Und zuerst dürfen die Händler, auch wenn zunächst keiner den Anfang machen möchte, sagen , wo aus ihrer Sicht Probleme liegen. Eine Mieterin beklagt, dass Laufkundschaft fehle, ihre Tochter sei wegen der Situation bereits krank geworden. „Die Kunden haben kein Interesse an Architektenbüros“, sagt sie und benennt ein Problem in der Langen Straße: Immer mehr Büros und Lager ziehen in die Ladenlokale und immer mehr Einzelhändler verschwinden. „Ein Problem ist der Branchenmix“, sagt Dieter Neßelmann (CDU). Vermieter ist die Wiro, in deren Hand fast alle Ladenlokale sind.

Lauter noch die Kritik an der Verwaltung: Neue Parkautomaten können kein Geld wechseln; Werbung an Schaufenster anzubringen sei ein bürokratischer Kraftakt, ebenso eine einladende Beleuchtung, die aus Gründen des Denkmalschutzes seitens der Stadt verweigert werde. Und Reisebusse, die wegen der Klimaanlage direkt vor dem Laden mit laufendem Motor stehen, förderten das Geschäft auch nicht, bemängeln die Händler. „Wir reden gerade mit der Verwaltung“, sagt Citymanager Peter Magdanz. Aus Reihen der Gäste ist immer wieder zu hören, dass genau das das Problem sei. Es werde viel geredet, aber es passiere nichts oder nur langsam – es sei denn, es gehe darum, Strafzettel für falsches Parken zu verteilen. Ein Euro pro halbe Stunde sei zwar in Ordnung, „aber in einer halben Stunde schafft es doch niemand, einzukaufen“, wirft eine Unternehmerin ein.

Hinter der Kröpeliner Straße sei die Lange Straße nicht nur zweite Lage, sagt Peter Magdanz. Die Unternehmer sehen das anders, dass sie nicht auf Laufkundschaft ausgelegt sei, sondern auf Fachgeschäfte mit Stammkundschaft.

Eineinhalb Stunden bleiben den Gästen, um mit Verwaltung, Politik und Wiro zu diskutieren – zu wenig Zeit, um ins Detail zu gehen. „Die Lange Straße ist wichtig für Rostock“, fasst Berthold Majerus zusammen. Lösungen gibt es an diesem Abend keine, aber Majerus verspricht, sich mit seiner Fraktion des Themas anzunehmen.

Philip Schülermann

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