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Langsam wächst der Stift zum Chef heran

TESSIN Langsam wächst der Stift zum Chef heran

Bei S+T-Fassaden in Tessin beginnt die Geschäftsleitung, ihren Nachfolger aufzubauen

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Von der Pike auf gelernt: Steffen Karnatz soll nun langsam in die Geschäftsleitung von S+T in Tessin nachrücken.

Quelle: Michael Schißler

Tessin. Wer übernimmt meinen Betrieb? Das ist eine Frage, die sich auch in der Region viele Unternehmer stellen. Bei S+T-Fassaden in Tessin hat Geschäftsführer Bernd Schröter frühzeitig die Weichen dafür gestellt. „Ich weiß, wie lange es dauert, bis man einen Betrieb übernehmen kann“, sagt er, der selbst mit 26 Jahren zum Geschäftsführer wurde und seit seinem 36.

Wir haben uns für eine interne Lösung der Nachfolge entschieden.“Bernd Schröter, S+T-Geschäftsführer

Lebensjahr selbstständig arbeitet.

Deswegen beginnt er nun bereits in seinem Unternehmen, seinen Nachfolger aufzubauen. Stefan Karnatz ist jetzt 28 Jahre alt – und schon Prokurist bei S+T-Fassaden – und soll nun nach und nach in die Geschäftsleitung hineinwachsen.

Karnatz stammt aus Consrade, hat das Fachgymnasium für Bautechnik absolviert, „weil ich schon immer Interesse für Architektur hatte“, sagt er. Obgleich er in einem Architekturbüro eine Lehrstelle als technischer Zeichner hätte finden können, „habe ich mich für eine Ausbildung bei S+T entschieden“, sagt der 28-Jährige. „Denn hier war es nicht so theoretisch, hier ging es um praktische Arbeit“, so Karnatz, der dann schon nach zwei Jahren Lehre – insgesamt dauert sie dreieinhalb Jahre – als Projektleiter für S+T unterwegs war. „Aber ich habe dennoch meine Lehre abgeschlossen. Auch wenn es den Berufsschullehrern manchmal nicht gefallen hat, dass ich von der Schulbank aus mit den Männern auf den Baustellen telefoniert habe“, erinnert er sich.

Nach dem Ende seiner Ausbildung übernahm S+T den jungen Mann und gab ihm neue Aufträge im Dach- und Fassadenbau. „Deutschlandweit war ich damals unterwegs“, sagt Karnatz, der unter anderem auch für die Arbeiten am Warnow-Park in Lütten Klein verantwortlich war. „Im ersten Jahr bin ich 70 000 Kilometer zwischen den verschiedenen Baustellen gefahren“, sagt er. „Und die Aufgabe als Projektleiter hat mir viel Freude gemacht.“ Dennoch habe er sich dafür entschieden, ein „nebenberufliches Studium der Betriebswirtschaft aufzunehmen, das ich 2017 mit dem Bachelor abschließen will“, sagt Karnatz.

„Bei dem Studium werde ich vom Betrieb und von Bernd Schröter unterstützt.“ Für ein Studium neben dem Beruf hat er sich entschieden, „weil ich dann nicht aus dem Geschäft rausmuss“. 2015 habe er dann die Anfrage bekommen, „ob ich als Prokurist einsteigen will, mit der Aussicht, in die Geschäftsleitung zu wechseln“.

„Wir haben uns für eine interne Nachfolgelösung entschieden“, sagt Bernd Schröter, der sich mit diesem Thema schon einige Zeit auseinandergesetzt hat. Stefan Karnatz habe im Betrieb gelernt, und er kenne das Unternehmen gut. Dennoch sei es auf diesem Weg nicht einfach, sagt Schröter, „es gehöre viel Kommunikation dazu“, weil ein solcher Nachfolger viele persönliche Bindungen im Betrieb habe.

„Aber der Übergang wird ruhiger“, fügt er hinzu. „Bis sich ein externer Kandidat eingearbeitet hat, dauert es auch zwei Jahre“, sagt der Chef, „und wenn es schiefgeht, hat er den ganzen Laden durcheinandergebracht.“

Michael Schißler

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