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Leben auf anderen Planeten: Forscher suchen zweite Erde

Stadtmitte Leben auf anderen Planeten: Forscher suchen zweite Erde

Heike Rauer spricht bei fünfter „Rostock Lecture“ über die Entdeckung extrasolarer Planeten / 280 Interessierte kamen zu ihrem Vortrag / 2024 startet neue Satellitenmission

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Quelle: Uni Rostock

Stadtmitte. Gibt es bewohnbare Planeten außerhalb unseres Sonnensystems? Das war die Frage der fünften „Rostock Lecture“ vergangene Woche. Beantwortet wurde sie durch Heike Rauer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist (DLR). Die Professorin gab innerhalb einer Stunde einen Überblick darüber, wie Planeten außerhalb unseres Sonnensystems gefunden werden können und welche Entdeckungen in Zukunft zu erwarten sind. Rund 280 Interessierte verfolgten gespannt ihren Vortrag.

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Heike Rauer spricht bei fünfter „Rostock Lecture“ über die Entdeckung extrasolarer Planeten / 280 Interessierte kamen zu ihrem Vortrag / 2024 startet neue Satellitenmission

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Themen aus Wissenschaft

1 Mal pro Semester finden die „Rostock Lectures“ statt. Der nächste Termin ist im Oktober.

5 Vorträge wurden bisher gehalten. Heike Rauer stellte bei ihrem die Satellitenmission Plato vor.

650000 bis 1 Millionen Euro soll diese kosten. Ziel ist die Sammlung von Daten über Planeten.

„Lange Zeit wurde Leben auf anderen Planeten mit Science Fiction assoziiert“, sagt Ronald Redmer vom Institut für Physik der Rostocker Universität. Mittlerweile gäbe es jedoch viele Forscher, die sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen. Eine Expertin auf dem Gebiet ist Heike Rauer. Die Professorin leitet die Abteilung „Extrasolare Planeten und Atmosphären“ am Institut für Planetenforschung des DLR in Berlin-Adlershof. „Unser Ziel ist es, eine zweite Erde in der habitablen Zone zu entdecken“, so Rauer. Nur in dieser Zone könne Wasser in flüssiger Form auftreten. „Das zählt zu den Grundvoraussetzungen von Leben.“ Weiterhin wichtig wäre, dass der Planet aus Gestein besteht und von einer Atmosphäre umgeben ist.

In den vergangenen 20 Jahren wurden etwa 2000 Planeten um andere Sterne herum entdeckt. „Unter den Entdeckungen waren auch einige erdähnliche“, sagt Rauer. Jedoch bedeute ähnlich nicht gleich, dass diese auch bewohnbar sind. So besitzt der erste extrasolare Gesteinsplanet „CoRot-7b“ vielversprechende Eigenschaften, wird jedoch auf der sternzugewandten Seite mehr als 1000 Grad heiß. Das mache ein Leben auf ihm unmöglich. „Nichtsdestotrotz war die Entdeckung ein Meilenstein für die Forschung“, betont die Expertin.

„Derzeit designen wir die Satellitenmission Plato.“ Diese werde 2024 in den Weltraum starten und sechseinhalb Jahre dauern. „Ziel dieser ist es, neue Daten zu sammeln“, erklärt Rauer. Bei der Entdeckung neuer Planeten sei es stets wichtig, sowohl Kenntnisse über den Radius als auch über die Dichte zu erhalten. „Für die Mission werden 34 Linsenkameras mit weitem Blickfeld eingesetzt.“

Heike Rauer nahm gerne die Einladung der Rostocker Universität an. „Mit meinem Vortrag möchte ich Neugier bei den Zuhörern wecken und meine Faszination für extrasolare Planeten weitervermitteln.“

Ihre Ausführungen stießen auf großes Interesse. „Der Hörsaal ist voll“, freut sich Uni-Rektor Wolfgang Schareck. Schülerin Caro Tittel hat im Internet von der Veranstaltung erfahren und ist gemeinsam mit ihren Freunden gekommen. „Ich fand den Vortrag sehr interessant und informativ“, sagt die 18-Jährige. „Ich habe nur wenig Ahnung von diesem Thema, konnte als Außenstehender dennoch gut folgen“, ergänzt Marcel Natasaputra. Die Professorin habe ihren Vortrag sehr sachlich und vereinfacht gehalten. Außerdem habe sie ihre Gedanken gut visualisiert. „Das fand ich super“, sagt der 22-Jährige.

„Die Rostock Lectures entwickeln sich allmählich zur Tradition unserer Universität“, so Schareck. Im April 2014 startete die Veranstaltungsreihe. „Sie findet einmal pro Semester statt“, erklärt Uni-Sprecherin Jana Powilleit. Der nächste Termin sei im Oktober. „Die Themen stammen aus den unterschiedlichen Bereichen der Wissenschaft.“ Ausgesucht werden sie durch eine kleinere Gruppe von Uni-Mitarbeitern. Ideengeber dieser Veranstaltung war Ronald Redmer. „Alle Vorträge waren bisher gut besucht“, so Powilleit. Veranstaltungsort sei immer die Aula des Uni-Hauptgebäudes.

Von Pauline Rabe

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