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Lehrer unzufrieden: Schule darf nicht in neues Gebäude

Südstadt Lehrer unzufrieden: Schule darf nicht in neues Gebäude

Heinrich-Schütz-Schule zieht in die Erich-Schlesinger-Straße / KGS muss warten

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Auf dem Bauschild ist KGS Südstadt zu lesen, doch die Schule muss auf den Einzug noch mehr als ein Jahr warten.

Südstadt. Im Lehrerzimmer der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in der Südstadt brodelte es vor Ferienbeginn ganz gewaltig. In einem Schreiben an die Schulkonferenz, das der OZ vorliegt, bringt das Kollegium seinen Unmut über geänderte städtische Planungen zum Ausdruck. Nicht die KGS zieht nach den Sommerferien in das dann frisch sanierte Gebäude an der Erich-Schlesinger-Straße ein, sondern zunächst die Heinrich-Schütz-Schule.

Die Lehrer kritisieren, nicht informiert worden zu sein, von einer sich „verfestigenden Unzufriedenheit und Demotivation“ ist im Schreiben zu lesen. Martin Meyer, Leiter des städtischen Schulamts, bestätigt die Pläne. „Wir müssen das Ganze im Auge behalten.“ Und das sieht so aus: In die Heinrich-Schütz-Schule floss bereits viel Geld, was die KGS-Lehrer der Stadt auch vorhalten, aber in die Außenhülle, Turnhalle und Freianlagen. „Nicht fertig ist die ganze Innerei.“ Heizung, Elektrik und Brandschutz müssen dringend erneuert werden. Das lasse sich nicht im laufenden Schulbetrieb erledigen und für ein ganzes Jahr eine Containerschule nach Reutershagen zu stellen – unbezahlbar. Laut Nico Seefeldt, Sprecher des Eigenbetriebs KOE laufen die Planungen für die Heinrich- Schütz-Schule. Mit den Arbeiten soll möglichst nach den Sommerferien begonnen werden.

Das Gebäude in der Schlesinger-Straße steht dann zur Verfügung. Aktuell gibt es Arbeiten im Foyer, außerdem werden derzeit Anbau und Aufzug hergerichtet. Weil das Gebäude dann fertig ist, bot sich laut Schulamtsleiter an, vorübergehend die Schütz-Schule einziehen zu lassen. „Ich kann die Unzufriedenheit in der KGS verstehen“, räumt Meyer ein. Auch die Vorsitzende des Stadtelternrats, Anja Ritter zeigt Verständnis für die Lehrer in der Südstadt, „aber was gemacht werden muss, muss gemacht werden“. Die Gesamtschule startet in diesem Jahr mit einer neuen gymnasialen Oberstufe, was dank steigender Schülerzahlen möglich wurde und worauf seit Jahren hingearbeitet wurde. Allerdings reichen nach Meyers Aussage im ersten Jahr die Räume im alten Gebäude. Das Haupthaus der KGS sei noch nie saniert worden beklagen die Lehrer eine Ungerechtigkeit in der Stadt. Nach einem Jahr bekommt die KGS dann das komplett sanierte Gebäude an der Schlesinger-Straße, dann könne auch der Altbau erneuert werden.

Unproblematisch wird der Umzug der Schütz-Schule von Reutershagen in die Südstadt nicht, weiß Martin Meyer, auch weil die Schülerbeförderung organisiert werden müsse. So wie aktuell in Gehlsdorf.

Weil die Grundschule wegen starker Geruchsentwicklung „unbewohnbar“ wurde, mussten die Schüler in ein ebenfalls für einen anderen Zweck saniertes Gebäude nach Toitenwinkel ausweichen. Nach den Sommerferien dürfen sie zurück. Dann zieht die Förderschule vom Wasserturm nach Toitenwinkel und die Jenaplanschule teilweise in die Blücherstraße.

In Sachen Schulsanierung sieht Martin Meyer Rostock auf einem sehr guten Weg. Mehr als 90 Prozent der Gebäude wurden ganz oder teilweise saniert. „Das hat nur funktioniert, weil wir einen Standort nach dem anderen abgearbeitet haben.“ 2001 hatte die Bürgerschaft entschieden, trotz der Schulden jedes Jahr zwölf Millionen Euro in die Schulen zu stecken.

Fünf Schulen noch unsaniert

31,6 Millionen Euro investiert Rostock in diesem Schuljahr in Schulen und Sportstätten. Geld fließt in laufende und neu begonnene Maßnahmen. Die bisherigen Gesamtinvestitionen in Schulen und Sportstätten beliefen sich von 1990 bis Ende 2015 auf rund 275,5 Millionen Euro.

29 Schulen sind laut Stadt general-, zehn sind in großen Umfängen teilsaniert und fünf bedürfen noch einer Sanierung. Auch 31 Schulsporthallen sind general- und sechs teilsaniert. 14 Schulsporthallen müssen noch erneuert werden.

Thomas Niebuhr

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