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Leon ist wieder zu Hause und schaut auf den Fußball

Toitenwinkel Leon ist wieder zu Hause und schaut auf den Fußball

Nach acht Monaten Klinikaufenthalt macht der durch einen Stromschlag schwer verletzte Junge gute Fortschritte

Toitenwinkel. Endlich zu Hause, das ist die schönste Osterüberraschung für Leon. Acht Monate hat der 13-Jährige im Krankenhaus gelegen, mehr als drei Monate davon im künstlichen Koma. Seit 8. März ist der Junge wieder in Rostock.

Leon hat im Juli 2015 auf einem Gleiswaggon im Stadtteil Toitenwinkel gespielt, als er die Oberleitung berührt und 15000 Volt durch seinen Körper schießen. Das Kind wird lebensgefährlich verletzt, seine Haut ist zu 70 Prozent verbrannt. Nach etlichen Operationen macht der D-Jugendspieler des FSV Bentwisch nun von Tag zu Tag mehr Fortschritte.

„Am 8. März habe ich ihn aus dem Krankenhaus in Lübeck abgeholt“, erzählt sein Trainer Rene Weilandt. „Er ist gut drauf, steckt voller Lebensmut und hat schon in Bentwisch am Spielfeldrand gesessen und seinen Jungs zugeschaut“, freut sich der Fußballtrainer, der seinen Schützling regelmäßig in der Klinik besucht und sich in einer Spendenaktion für Leon sehr engagiert hat.

„Wir sind so dankbar für die Unterstützung“, sagt Leons Mutter, Dagmar Heidemann-Mattern, die all die Monate am Krankenhausbett ihres Sohnes gewacht hat. „Es war ein schlimmes Jahr, aber nun blicken wir nur noch nach vorn.“

Zu Ostern hat sie ihrem kleinen Fußballfan eine besondere Überraschung bereitet. „Wir sind am Sonnabend zum Landespokalspiel zwischen dem FC Schwerin und dem FC Hansa nach Schwerin gefahren“, erzählt die Mutter. Leon habe sich riesig gefreut, denn Fußball sei seine große Leidenschaft. Derzeit muss der 13-Jährige noch „etwas Fleisch auf die Rippen kriegen“, wie sein Trainer sagt. Doch mit „Mutters Hausmannskost“ werde das gelingen. „Ja, die 50 Kilo hat er schon erreicht“, ist Dagmar Weidemann-Mattern froh. Mit Physio- und Ergotherapie werden nun zu Hause Muskeln aufgebaut. Das Herz muss noch gestärkt werden, damit Leon Ende April/Anfang Mai zumindest stundenweise wieder die Schule besuchen kann.

Von Doris Kesselring

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