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Lütten Klein: Klares „Ja“ zum Hochhaus

Lütten Klein Lütten Klein: Klares „Ja“ zum Hochhaus

OZ-Stadtteil-Umfrage: Zwei Drittel der Menschen im Stadtteil sind für Wohnturm-Pläne der WG Union

Lütten Klein. Der Weg für eines der spektakulärsten Bauvorhaben in Rostock ist frei – jedenfalls wenn es nach dem Votum der Bürger geht: Denn die Idee, auf dem Areal der ehemaligen Allende-Klinik in Lütten Klein ein neues Hochhaus zu errichten, kommt bei den Menschen im Stadtteil besser an, als erwartet. Bei der ersten großen Stadtteil-Umfrage der OZ sprachen sich fast zwei Drittel der Befragten für das 40-Millionen- Euro-Projekt der Wohnungsgenossenschaft Union aus. Bausenator Holger Matthäus (Grüne) sieht sich durch die Umfrage in seinem Plan bestätigt, mehr Wohntürme in der Hansestadt zuzulassen.

Drei Wochen lang hatten Meinungsforscher im Auftrag der OSTSEE-ZEITUNG Menschen aller Altersstufen am Telefon zu dem Bauvorhaben und zu weiteren Themen in Lütten Klein befragt. Auch bei einer Abstimmung im Internet konnten die Bürger ihre Sicht auf insgesamt fünf aktuelle Fragen äußern. Mehr als 1500 Menschen im Stadtteil wurden von den Fachleuten befragt, zwei Drittel sagten ihre Meinung.

Das deutlichste Ergebnis gab es auf die Frage, ob in Lütten Klein überhaupt neue Wohnungen benötigt werden. Fast 67 Prozent der Lütten Kleiner antworteten darauf mit einem deutlichen „Ja“.

Das könnte nicht nur ein Indiz dafür sein, dass der Wohnungsmarkt im Viertel angespannt ist – sondern auch dafür, dass Lütten Klein als Ort zum Leben mehr und mehr an Attraktivität gewinnt. Fast ebenso viele „Ja“-Stimmen gab es auch auf die Frage zu den Hochhaus-Plänen der WG Union: 60 Prozent der Befragten begrüßen das Vorhaben, genau ein Drittel lehnt es ab. Zehn Prozent der Lütten Kleiner sind in der Causa noch unentschlossen.

Gunnar Przybill, Vorstand des Wohnungsunternehmens, sieht sich durch die Zahlen dennoch bestätigt: „Dieses Ergebnis deckt sich mit den Rückmeldungen, die wir bekommen haben.“ Seit bekannt wurde, dass die WG Union einen fast 66 Meter hohen Wohnturm im Herzen des Stadtteils errichten will, habe er viele Gespräche geführt – mit dem Ortsbeirat, mit Menschen im Viertel und natürlich auch mit den Behörden. „Es geht uns darum, die Brache der AllendeKlinik endlich zu entwickeln.“ In dem geplanten Hochhaus soll es insgesamt fast 140 Wohnungen geben. Raum, den die Hansestadt angesichts steigender Mietpreise und akuter Wohnungsnot dringend benötigt. „Der Oberbürgermeister und auch der Bausenator haben sich bereits positiv zu dem Projekt geäußert“, sagt Przybill. Das Unternehmen wolle in die Höhe gehen, um möglichst viel Grün drumherum erhalten zu können.

Ein Hochhaus sei die effektivste Variante, viele neue Wohnungen auf möglichst kleiner Fläche zu bauen. Das werde sich in der Höhe der Mieten bemerkbar machen: Der Ortsbeirat hatte bereits gefordert, dass die Preise pro Quadratmeter bei unter zehn Euro liegen müssten. Und genau das sehen die Lütten Kleiner genauso: Gerade mal zwölf Prozent der Befragten halten zehn Euro für angemessen und bezahlbar. 72 Prozent der Teilnehmer der Stadtteil-Umfrage sprachen sich für niedrigere Mieten in Lütten Klein aus. Überraschend: Immerhin 16 Prozent sind hingegen bereit, sogar mehr als zehn Euro zu zahlen, um in dem Stadtteil leben zu können.

Bausenator Holger Matthäus freut sich, dass die OZ-Stadtteil- Umfrage ein so eindeutiges Bild in Sachen Hochhausbau ergeben hat. Schließlich war der GrünenPolitiker einer der ersten Befürworter:

„Das Amt für Stadtplanung prüft derzeit, an welchen Standorten in der Hansestadt noch Hochhäuser entstehen könnten.“ Aus Sicht Matthäus’ sei nicht nur das Zentrum von Lütten Klein dafür geeignet, sondern auch Evershagen. „Und unter bestimmten Bedingungen sollten wir auch in der Südstadt über weitere Hochhäuser nachdenken, um die Wohnungsnot in den Griff zu bekommen.“

Übrigens: Sollten die Pläne für das Hochhaus in Lütten Klein doch scheitern, wünschen sich die Menschen im Stadtteil auf der Fläche eine neue Schwimmhalle. Für 70 Prozent wäre das die beste Alternative. Für einen Park votierten immerhin noch 28 Prozent. Einen weiteren Supermarkt wollen nur zwei Prozent.

OZ-Stadtteil-Umfragen

Ihre Meinung ist gefragt: Wie stehen Sie zu den Projekten in der Hansestadt? Was muss sich in Ihrem Stadtteil verändern? Welcher Probleme

müssen sich Politik und Verwaltung

annehmen? In der neuen Serie der

OSTSEE-ZEITUNG, den „OZ-Stadtteil- Umfragen“, wollen wir Ihre Meinung wissen. Jeden Monat rücken wir einen anderen Stadtteil und seine

wichtigsten Themen in den Fokus. Den Auftakt hat Lütten Klein gemacht. In den folgenden Monaten widmen wir uns dann unter anderem der KTV, Warnemünde, Dierkow und der Stadtmitte.

Andreas Meyer

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