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Lütten Kleiner stimmen für das Hochhaus

Lütten Klein Lütten Kleiner stimmen für das Hochhaus

Aber: Viele ungeklärte Fragen zwischen WG Union und Stadtverwaltung

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Die Fernwärmeleitung muss weg.Gunnar Przybill Vorstand WG Union

Lütten Klein. Am Ende war es nicht die Frage, ob die Lütten Kleiner das Hochhaus wollen oder nicht. Fast alle Ortsbeiratsmitglieder und auch die rund 20 anwesenden Zuhörer stimmten für den von der WG Union geplanten 22-Geschosser auf dem Gelände der früheren Allende-Klinik. Offene Fragen und Konflikte gibt es eher zwischen der Wohnungsgenossenschaft und der Stadtverwaltung.

 

OZ-Bild

Der Ortsbeirat ist für den Bau des Hochauses. Gabriele Bolz Vorsitzende Ortsbeirat Lütten Klein

Quelle:

Sie begrüße das Vorhaben, sagt die Ortsbeiratsvorsitzende Gabriele Bolz (CDU). Eine Restskepsis bleibe aber. „Wir wissen doch noch gar nicht, welche Kosten auf die Stadt zukommen“, mahnte Henry Neuheuser (AfD), der als Einziger im Beirat nicht für die Pläne der WG Union stimmte. Die Wohnungsgenossenschaft will in Lütten Klein ein Hochhaus bauen – mit mehr als 140 Wohnungen über 22 Stockwerke . Höher gehe nicht, erläutert Vorstand Gunnar Przybill. „Das ist das, was baulich bezahlbar ist.“

Verkehrlich muss das 30000 Quadratmeter große Gelände über die Petersburger Straße erschlossen werden, und da liegt eines der Probleme, nämlich die oberirdische Fernwärmeleitung, die unter die Erde muss. „Sonst kommen wir nicht auf unser Grundstück, aber wer bezahlt den Spaß?“ Die Kosten für die Verlegung möchte die WG Union nicht allein tragen, so Gunnar Przybill. Zehn Meter würden 70 000 Euro kosten, rechnet Vorstandskollege Volker Fritz vor. „Und wir reden über 100 Meter.“ Weil dadurch auch das Bild Lütten Kleins verbessert würde, sieht er neben den Stadtwerken auch die Stadt selbst in der Pflicht. Die sollte auch für die verkehrliche Erschließung sorgen, wünschen sich die Union-Vorstände.

Gabriele Bolz und Karsten Kolbe (Linke) wollten wissen, wann denn die Wohnungsgenossenschaft die Ruine auf dem ehemaligen Klinikgelände beseitigt. Wenn es klare Signale gebe, dass der notwendige Bebauungsplan für das Areal samt Hochhaus kommt, so die Antwort von Gunnar Przybill.

Die wollte Monika Fritsche aus dem Stadtplanungsamt gestern Abend nicht geben und gab sich sehr zurückhaltend. „Bevor wir einen Bebauungsplan anfangen, muss sicher sein, dass es ein Konzept gibt, das wirtschaftlich auch umsetzbar ist“, spielt sie den Ball zur WG Union zurück. Es habe bereits einen Bebauungsplan für das Gelände gegeben, erinnert Monika Fritsche. Und die Zufahrt über die Petersburger Straße wie auch Verlegung der Fernwärmeleitung seien schon Bestandteile gewesen. Das vorherige Konzept sei nicht bezahlbar gewesen, weil die Stadt zu viele Stellplätze von der WG Union verlangte, erläutert Gunnar Przybill, warum frühere Planungen nicht weiter verfolgt wurden und die Idee für das Hochhaus entstand.

„Wir sind ja froh, dass der Schandfleck verschwindet, aber wann wird denn gebaut?“, wollte Beiratsmitglied Karsten Kolbe wissen. Selbst wenn alle offenen Fragen zwischen WG Union, Stadt und Stadtwerken geklärt werden, rechnet Gunnar Przybill mit mehreren Jahren, bis überhaupt Bebauungsplan und Baugenehmigung durch sind. Die Bagger sieht er nicht vor 2020 rollen und die ersten Mieter könnten dann drei Jahre später einziehen.

Zwar würden viele Wohnungen gebraucht, doch der Hochhausbau in Lütten Klein sollte erst einmal die Ausnahme bleiben, so Monika Fritsche. Die Stadt möchte vorher für ganz Rostock untersuchen, wo solche Bauten entstehen könnten. „Wir haben viele Anträge, aber, dass in bald überall Wohnriesen aus dem Boden wachsen, das werde nicht passieren.“

Thomas Niebuhr

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