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Lütten Kleins Jugend fordert Schwimmhalle und neue Clubs

Lütten Klein Lütten Kleins Jugend fordert Schwimmhalle und neue Clubs

Die Jugendlichen im Stadtteil sind unzufrieden mit dem Freizeitangebot / Ortsbeirat möchte sich des Themas annehmen

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Verbringen viel Zeit beim Billardspielen im Mehrgenerationenhaus: Elisa Maira Kesler und Tobias Matusall.

Quelle: Fotos: Katharina Ahlers (2), Ove Arscholl

Lütten Klein. Fast täglich trifft sich Elisa Maira Kesler nach der Schule mit Freunden im Mehrgenerationenhaus in Lütten Klein. Hier kann sie Billard, Tischkicker und Tischtennis spielen, außerdem können Jugendliche gemeinsam kochen. „Die Angebote sind super“, sagt die Schülerin. „Ich wüsste auch nicht, wo ich sonst hingehen sollte. Es gibt hier ja nichts.“

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So wie der 16-Jährigen geht es vielen jungen Erwachsenen in Lütten Klein. Sie vermissen Unterhaltungs- und Freizeitangebote – so lautet zumindest das Ergebnis der OZ-Stadtteilumfrage. „Ich schwimme gern“, sagt Elisa Maira Kesler. „Dafür muss ich aber nach Warnemünde oder nach Wismar fahren – hier fehlt eine Schwimmhalle.“

Auch Tobias Matusall ist unzufrieden. „Es gibt hier einen Fußballplatz – leider steht da nur noch ein Tor. Und das hat kein Netz“, sagt der 17-Jährige. „Wir spielen dort trotzdem, aber ideal ist das nicht. Ich verstehe nicht, warum wir keinen so guten Sportplatz wie in Lichtenhagen bekommen können.“

Die Freunde haben sich vor einiger Zeit an einem Sonntag auf einem Kinderspielplatz getroffen. „Es hatte ja alles geschlossen“, erklärt Elisa Maira Kesler. „Da haben sich ältere Leute beschwert, dass wir dort nichts zu suchen hätten.“ Tobias Matusall nickt. „Ein Treffpunkt für uns wäre schön“, sagt er.

Auch Gabriele Bolz (CDU), Ortsbeiratsvorsitzende in Lütten Klein, hält das Angebot für Heranwachsende zu gering. „Wir haben da tatsächlich Nachholbedarf. Es ist wichtig, sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten“, sagt die 60-Jährige. Zwar gebe es Fitnessstudio und ein Kino im Stadtteil, das sei jedoch alles mit Kosten verbunden, die nicht jeder aufbringen möchte oder kann.

Tobias Matusall würde gern einmal feiern gehen, allerdings ist ihm der Weg in die Rostocker Innenstadt dafür zu weit. „Als ich 16 wurde und endlich in die Diskothek ,Fun’ hätte gehen dürfen, gab es sie schon nicht mehr“, sagt er. „Und nachts aus der Innenstadt kommt man auch nicht so schnell zurück.“

Daher geht auch der Schüler oft ins Mehrgenerationenhaus. „Jetzt in der kalten Jahreszeit kommen wieder mehr Jugendliche zu uns “, sagt Sozialpädagoge Sebastian Eberhard. „Wir bieten regelmäßig Ausflüge an, die auch sehr gut angenommen werden.“ Der 29-Jährige spricht oft mit den Heranwachsenden über deren Wünsche und Interessen. „Eine Skaterbahn wäre cool“, sagt Eberhard. „Vor einiger Zeit hatten wir ein Graffiti-Projekt, was gut angenommen wurde.“

Gabriele Bolz räumt ein, dass sich der Ortsbeirat bisher nicht mit der Problematik beschäftigt habe. „Wir werden darüber diskutieren“, verspricht sie. „Bisher ist noch niemand an uns herangetreten.

Ich halte es für sinnvoll, direkt mit Jugendlichen zu sprechen.“

Elisa Maira Kesler und Tobias Matusall, die beide Mitglieder im Kinderortsbeirat waren, betonen jedoch, in der Vergangenheit mit Anregungen an den Ortsbeirat herangetreten zu sein. „Warum bisher nichts umgesetzt wurde, weiß ich nicht“, sagt der 17-Jährige.

„Natürlich ist das immer mit hohen Kosten verbunden und daher nicht so leicht realisierbar“, erklärt Gabriele Bolz. „Dennoch lohnt es sich, darüber nachzudenken, um für Jugendliche den Stadtteil attraktiver zu gestalten.“ So sei etwa ein Computerzentrum überlegenswert, in dem Jugendliche für kleines Entgelt zusammen mit Freunden Zeit am Rechner verbringen können. Auch ein Basketballfeld sei eine Möglichkeit.

Mehrgenerationenhaus

Der Jugendtreff im Mehrgenerationenhaus in der Danziger Straße ist der einzige in Lütten Klein. Er ist von Montag bis Donnerstag von 14 bis 19 Uhr sowie freitags von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

Sozialpädagogen betreuen die Kinder und helfen bei den Hausaufgaben.

Das kostenlose Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche ab der ersten Klasse bis zum Alter von 26 Jahren.

Katharina Ahlers

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