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Lutherbild von St. Marien wird restauriert

Östliche Altstadt Lutherbild von St. Marien wird restauriert

„Unsere Marienkirche ist heller geworden, nachdem die Kanzel und die Säulen restauriert wurden“, sagt Hannelore Holzerland, die Vorsitzende des Fördervereins „Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock“.

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Die Restauration des Lutherbildes ist gelungen. Hannelore Holzerland und Marcus Mannewitz sind zufrieden

Quelle: Foto: Jürgen Falkenberg

Östliche Altstadt. „Unsere Marienkirche ist heller geworden, nachdem die Kanzel und die Säulen restauriert wurden“, sagt Hannelore Holzerland, die Vorsitzende des Fördervereins „Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock“. So verständigten sich der Verein und die Kirchengemeinde, dass im Jubiläumsjahr der Reformation das übermannsgroße Lutherbild mit Schwan nach Reinigung und Reparatur aufgewertet werden soll.

Im Atelier des Diplomrestaurators Marcus Mannewitz (55) im 1734 wieder erbauten Haus bei der Nikolaikirche erhielt das Lutherbild, Öl auf Leinwand, eine Reinigungskur. „Das Bild entstand um 1830, womöglich im Zusammenhang zu 300 Jahre Augsburger Bekenntnis. Der Schöpfer ist unbekannt“, sagt der Restaurator. Nun ist der Originalrahmen mit seinen floralen Elementen in Arbeit. Nach der Holzreinigung wird auf Kreidegrund Blattgold aufgetragen.

Mit Wattestäbchen reinigen Luisa Wittorf (19) und Lis Mette Eggers (18), beide aus Schleswig-Holstein, die Ornamente des Rahmens. Beide nutzen ein freiwilliges soziales Jahr, um sich auf ein Studium vorzubereiten.

Zum Reformations-Festgottesdienst am 31. Oktober wird das Luther-Bild neben Marienteppich, Tauffünte, Fürstenloge und Astronomischer Uhr wieder in St. Marien zu sehen sein. Marcus Mannewitz’

restauratorisches Wirken in der Marienkirche reicht Jahre zurück. Bereits 1994 arbeitete er gemeinsam mit seinem Vater Lothar Mannewitz († 2004) am Erhalt der Kirche. Am Gewölbe in der Vierung und an anderen Gewölben, ebenso wie bei der Restaurierung der Kanzel, gab es eine gute Zusammenarbeit mit anderen Berufskollegen wie Fred Kluth und Bastian Hacker. Spuren seiner Restauratorenkunst hinterließ Marcus Mannewitz nicht nur in St. Marien und im Ständehaus. Im Bürgerschaftssaal in Lübeck, in Ludwigslust, in der Kirche Rövershagen – im ganzen Norden war er tätig. Auch in der Marienkirche wartet noch viel Arbeit. Die neue Kalenderscheibe für die Astronomische Uhr ist beschriftet und wird demnächst aufgesetzt. „Unser 1990 gegründeter Förderverein, heute 80 Mitglieder stark, begleitete und unterstützte die Baumaßnahmen von Turm und Dach bis zu den neuen Glocken und Glasfenstern. 1,5 Millionen Euro konnten wir in den Jahren aufbringen, für die Kanzel waren es 75

000 Euro“, sagt Hannelore Holzerland (69), die 2011 die Nachfolge von Frank Sakowski als Vorsitzende antrat. „Wir können nur kleinere Dinge alleine tragen. Für das Lutherbild waren es 6000 Euro, für laufende Baumaßnahmen geben wir 15000 Euro dazu“, sagt sie und dankt zugleich allen Unterstützern für die finanzielle Hilfe, die auch künftig erforderlich sein wird.

J. Falkenberg

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