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Neu Roggentin (M)eat it! – Passion für Rind und Co.

Metzgermeister Stefan Pistols Liebe für gutes Fleisch geht sogar unter die Haut

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„Steak it easy“: Stefan Pistol hat seine Leidenschaft als Tattoo verewigt.

Quelle: Foto: Robert Niemeyer

Neu Roggentin. „Steak it easy“ – Der linke Arm von Stefan Pistol verrät seine Leidenschaft. „Ich bin stolz, Metzger zu sein. Ich bin der richtige Mann für Fleisch“, erklärt der 29-Jährige, warum er sich nach Abschluss der Meisterschule im Jahre 2010 das große Tattoo hat stechen lassen. Doch Pistol ist nicht irgendein Fleischer. Cooles Logo, Individualität und ein stylisches Image sind heutzutage gefragt, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Prime-BBQ heißt sein Label. Seit Oktober hat er einen kleinen Laden in Neu Roggentin.

Obwohl derzeit nicht unbedingt Grillsaison ist, kann er sich vor Kundschaft kaum retten. Im Schnitt kommen täglich 50, an Spitzentagen bis zu 100 Kunden vorbei. „In der Lage und mit so wenigen Parkplätzen ein guter Start“, meint Stefan Pistol, der sogar schon überlegt, einen zweiten, größeren Laden zu eröffnen.

Seit knapp vier Jahren gibt Pistol Grillseminare. Weil immer wieder Teilnehmer fragten, wo denn das gute Fleisch zu bekommen sei, verwandelte er sein kleines Lager an der B110 in ein Geschäft.

Fleisch ist eine Lebenseinstellung, behauptet der gebürtige Teterower. „Es geht um die Wertschätzung dafür, was man isst, wo es herkommt.“ Qualität sei das höchste Gut. Rasse, Geschlecht, Haltung der Tiere und Reifung des Fleisches sind die Kriterien. Färsen, also weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben, oder Ochsen, kastrierte männliche Rinder, würden das beste Fleisch liefern.

Außerdem biete das Tier mehr als nur Filets. „Wir legen Wert darauf, dass das Fleisch ausreichend marmoriert ist“, sagt Pistol. Fett gehört zu einem guten Stück also dazu. Pistol setzt vor allem auf Wagyu-Rind, Angus, Hereford. Beliefert wird er von regionalen Züchtern, unter anderem von einem Wagyu-Rinder-Züchter aus Ahrenshagen bei Ribnitz-Damgarten. Auch mit anderen Fleischern in der Region arbeitet er zusammen. Die Todsünde beim Fleischkauf sei „mariniertes Nackensteak aus der Discounter-Tiefkühltruhe“.

Dabei wäre es zur Metzgerkarriere fast nicht gekommen. „Eigentlich hatte ich am Handelshof in Güstrow eine kaufmännische Lehre begonnen“, verrät der 29-Jährige. Doch er wurde strafversetzt in die Metzgerei, brach die erste Lehre ab. An seinem neuen Arbeitsort fand er seinen Lehrmeister und seine Berufung. „Die Leidenschaft für Fleisch ist dort gewachsen. Und ich habe mir gesagt, wenn ich das schon mache, möchte ich auch der Beste werden.“ Gesagt, getan: Mehrere Leistungswettbewerbe während der Ausbildung absolvierte er mit Gold, Silber und Bronze. 2007 wurde er für den besten Gesellenabschluss in der IHK Rostock ausgezeichnet. Mehrfach nahm er an der Deutschen Grillmeisterschaft teil, platzierte sich stets im vorderen Feld. Dabei ist Pistol selbst noch nicht mal ein übermäßiger Fleischesser. „Ein- bis zweimal pro Woche“, sagt er. Wegen der vielen Grillseminare sei er ein wenig „fleischmüde“ geworden. „Lieber ein gutes Stück und dafür weniger als andersrum“, sagt er. Seine Frau Jenny, gleichzeitig Mitarbeiterin im Laden, esse dagegen jeden Tag Fleisch. „Mein Sohn haut auch ordentlich rein. Meine Tochter isst dagegen gar kein Fleisch. Aber ich habe noch Hoffnung“, sagt er.

Hasst ein Fleischliebhaber wie Pistol eigentlich Vegetarier? „Nein. Ich habe sogar Verständnis dafür, dass sie kein Fleisch essen, wenn man sieht, was für schlechtes Fleisch es gibt“, sagt Pistol, der auch kein Problem damit hat, Gemüse zu grillen. „Ich möchte Vegetarier nicht bekehren, sie sollen es bei mir aber auch nicht versuchen.“

Infos: www.primbbq.de. Vom 11. bis 14. Februar ist der Laden geschlossen.

Robert Niemeyer

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