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Marine schafft Hunderte neue Jobs in Rostock

Rostock Marine schafft Hunderte neue Jobs in Rostock

Moderne Korvetten mit 500 Posten / Ein Boot könnte „Rostock“ heißen

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Es wäre für uns als Hauptstadt der Marine eine große Ehre, die Patenschaft für eine Korvette zu übernehmen.Roland Methling, OB von Rostock

Rostock. Der Marinestandort Rostock könnte bald kräftig wachsen: Mit dem Umzug des Operationszentrums und der erwarteten Anschaffung von fünf neuen Korvetten werden in der Hansestadt mindestens 650 neue Dienstposten geschaffen, sagte Marineinspekteur Andreas Krause im OZ-Interview.

Allein die Korvetten würden rund 500 Stellen bringen: je 70 Mann Besatzung und insgesamt 150 für Logistik und Verwaltung. Zwar muss der Bundestag der Anschaffung der Boote für 1,5

Milliarden Euro noch zustimmen, der politische Wille in der Bundesregierung und im Parlament ist jedoch vorhanden. Weitere 150 Stellen bringt der Umzug des Maritimen Operationszentrums bis 2022.

Das Gebäude entsteht derzeit für knapp 70 Millionen Euro auf dem Gelände des Marinekommandos.

Laut Krause werden die neuen Korvetten baugleich mit den bisherigen fünf Booten der Klasse K 130 sein. Er verteidigte diese Entscheidung gegen Vorwürfe, die seit 2006 gebauten Boote seien bei Indienststellung bis 2023 nicht mehr auf dem neuesten Stand: „Die K 130 hat sich im Einsatz bestens bewährt und ihre Kinderkrankheiten abgelegt.“ Wieder das gleiche Modell zu bestellen, sei daher „das Beste, was wir bekommen können“.

Unklar ist noch, wie die neuen Korvetten heißen sollen. Benannt ist die Klasse nach dem ersten Boot der Reihe, der „Braunschweig“. Die weiteren vier wurden auf die Namen der Städte Magdeburg, Erfurt, Oldenburg und Ludwigshafen am Rhein getauft. Im Rostocker Rathaus würde man sich freuen, wenn eines der neuen Boote den Namen seines Heimathafens tragen würde: „Es wäre für uns als Hauptstadt der Marine eine große Ehre, die Patenschaft für eine Korvette zu übernehmen“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Dafür müsste die Stadt allerdings einen entsprechenden Antrag stellen.

Beim Marinekommando soll schon ein ganzer Stapel solcher Anträge deutscher Städte vorliegen.

Werner Schiebert, Vizepräsident des Deutschen Marinebundes, sieht durchaus gute Chancen für Rostock – auch wenn eine solche Namensgebung der Tradition widersprechen würde. „Rostock war schon früher als Pate für Marineschiffe im Gespräch. Damals wurde die Idee jedoch verworfen, weil Rostock selbst ein großer Marinestandort ist.“ Eine Patenschaft sollte bisher immer in Städten, die selbst keine Marine beherbergen, für die Seestreitkräfte werben. „Aber das wird heute nicht mehr so streng gehandhabt“, so Schiebert.

Die Lockerung der Regeln eröffnet auch die Möglichkeit für ein Boot oder Schiff namens „Schwerin“: Anders als früher können inzwischen gleichzeitig Bundesländer und ihre Hauptstädte Namenspaten sein – erstmals 2018, wenn neben der Korvette „Magdeburg“ die Fregatte „Sachsen-Anhalt“ in Dienst gestellt wird.

Andreas Ebel und Axel Büssem

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