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Maritime Mini-Meile: Schlepper „Wega“ wird Star im Stadthafen

Stadtmitte Maritime Mini-Meile: Schlepper „Wega“ wird Star im Stadthafen

Weil die „Petersdorf“ für den Besucherandrang zu klein ist, hat sich der Verein „Technische Flotte Rostock“ ein neues Schiff gekauft / Am Sonnabend ist ein Empfang geplant

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Zu einer kleinen maritimen Meile aufgereit: Die „Wega“, die „Petersdorf“, die „Stephan Jantzen“ und dahinter ein Traditionssegler.

Stadtmitte. Ein wenig Hafenflair ist derzeit rund um die „Stephan Jantzen“ im Stadthafen zu spüren. Zu Füßen des Eisbrechers liegt der kleine Schlepper „Petersdorf“. Dahinter hat seit dem 30. September der Schlepper „Wega“ festgemacht. Die „Wega“ ist das neue Schiff des Vereins „Technische Flotte Rostock“. Ob und wie lange die „Stephan Jantzen“ und die „Petersdorf“ noch im Stadthafen liegen werden, ist jedoch offen.

 

OZ-Bild

Günter Görlitz hat die Maschine der „Wega“ in seine Obhut genommen.

Quelle: Fotos: Jürgen Falkenberg

Michael Egelkraut, Vorsitzender des Vereins „Technische Flotte Rostock“, erklärt, warum der Verein ein neues Schiff kaufte. „Wir waren froh, dass wir nach dem Verlassen der ,Stephan Jantzen’ die ,Petersdorf’ kaufen konnten. Es zeigte sich bald, dass bei dem regen Interesse der Besucher für Besichtigungen und Ausfahrten das Schiff zu klein ist.“

Auf der Suche nach einem größeren Schiff stießen die Rostocker auf finanzielle Grenzen und kamen in Kontakt mit dem Verein „Traditionshafen Wilhelmshaven“. Diesem war die „Wega“ zu groß. So kam es zum Tausch „Wega“ gegen „Petersdorf“ mit Wertausgleich, der vom Rostocker Verein alleine getragen wurde. „Es ist alles notariell geregelt“, sagt Egelkraut. Bis zum 1. September war die „Wega“ aktives kommerzielles Schiff mit gültiger Klasse bis September 2017 und im Einsatz beim Pontonversetzen. Nun wird sie als Vereinsschiff in Rostock liegen und Ausfahrten machen. Fünf Kammern mit elf Schlafplätzen, Duschen und Toiletten an Bord werden hergerichtet. In der Kombüse werden Martin Breuer, Steuermann und Koch, und Koch Thomas French das Sagen haben. „Wir werden den Schiffsbetrieb professionell aufrechterhalten. Auch Rettungsübungen gehören dazu“, sagt Egelkraut.

Vor der Fahrt von Wilhelmshaven nach Rostock bekam die „Wega“ im Dock einen neuen Unterwasseranstrich. Dann kam die Überfahrt durch Nordsee und den Nord-Ostsee-Kanal. Günter Görlitz (65), einst Maschinenbauer im Dieselmotorenwerk Rostock, war in der Maschine. „Wir hatten Windstärke neun mit vier Meter hohen Wellen. Mir Landratte ging es gar nicht gut“, bekennt er. Für Günter Neupert war es kein Problem. „Solche Wellen war ich bei der ,großen’ Seefahrt gewohnt“, sagt er. Die Kapitäne Andreas DeRoover aus Wilhelmshaven und Herbert Görlitz aus Rostock brachten das Schiff gut in den neuen Hafen. „Wir machten acht Knoten. Die Maschine lief topp“, sagt Görlitz.

In Rostock gibt es auf der „Wega“ viel zu tun. Eine neue Heizung wird eingebaut. Die Umrüstung vom Arbeitsschiff zum Vereinsschiff geht mit eigener Kraft voran. „Wir haben unter unseren 30 Mitgliedern viele mit handwerklichen Erfahrungen. Das kommt uns zugute“, sagt der Vereinsvorsitzende. Das Wappen der Stadt Rostock ist bereits angebracht. Die Vereinsflagge ist gehisst. „Bis Sonnabend wird auch zu lesen sein: ,Heimathafen Rostock’“, freut sich Egelkraut.

Am Sonnabend, dem 15. Oktober, gibt es einen Empfang für Vertreter der Stadt und aus Betrieben. Auf der Pier werden in einer Auktion Gegenstände der Seefahrt, darunter auch die Pontonlaternen der „Wega“, angeboten. Die Spenden werden für die Schiffserhaltung eingesetzt. Am Sonnabend wird auch die Vereinsflagge auf der „Petersdorf“ eingeholt. „Dann endet unsere Verantwortung für den Schlepper“, sagt Egelkraut.

Die „Wega“ wird künftig an sieben Tagen in der Woche „Open Ship“ sein. Vereinsmitglieder erzählen Gästen etwas zum Schiff und seiner Historie.

Die „Wega“ und der Verein

30 Meter lang und acht Meter breit ist der Schlepper „Wega“. In der Maschine stehen ein Acht-Zylinder-Deutz-Diesel, zwei Hilfsdiesel und ein Ruderdiesel. Der Hakenzug ist mit 22 Tonnen, die Winde ist für 40 Tonnen ausgelegt. Die Vereinsfahne der „Technischen Flotte Rostock“ hat von oben die Farben blau-rot-blau (für die Deutsche Seereederei), innen ein Zahnrad (für die Bagger-Bugsier-und Bergungsreederei) und im Innern einen Eisbären (für die „Stephan Jantzen“).

Jürgen Falkenberg

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