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Mehr Reichweite: Studenten entwickeln Autos der Zukunft

Südstadt Mehr Reichweite: Studenten entwickeln Autos der Zukunft

Uni Rostock und FH Stralsund treten mit selbstkonstruierten Fahrzeugen bei Eco-Marathon in London an / Kultusminister Brodkorb (SPD) bietet 5000 Euro Belohnung

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Landeskultusminister Mathias Brodkorb (SPD) ließ es sich nicht nehmen, im Fahrzeug des Rostocker Teams Probe zu liegen.

Quelle: Pauline Rabe

Südstadt. Wasserstoff- oder Benzin: Welcher Antrieb schafft mehr Kilometer beim Shell Eco-Marathon Europe? Der weltweit größte Effizienzwettbewerb findet vom 30. Juni bis zum 3. Juli zum ersten Mal in London statt. Mit dabei: Studenten der Universität Rostock und der Fachhochschule Stralsund. Vorab warf Landeskultusminister Mathias Brodkorb (SPD) einen Blick auf die selbst entwickelten Fahrzeuge und tauschte sich mit beiden Teams über ihre Chancen aus.

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Uni Rostock und FH Stralsund treten mit selbstkonstruierten Fahrzeugen bei Eco-Marathon in London an / Kultusminister Brodkorb (SPD) bietet 5000 Euro Belohnung

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„Etwas eng und unbequem“, stellt Brodkorb fest, als er in den Bolid des Rostocker Teams steigt. Beeindruckt zeigte sich der Bildungsminister jedoch vom Engagement der Nachwuchsingenieure: „Eine umweltfreundliche, nachhaltige Mobilität braucht Forschung, Entwicklung und junge Menschen, die sie vorantreiben – so wie diese Studierenden, die am Shell Eco-Marathon teilnehmen.“ Ziel des Wettbewerbs ist es, mit einem Liter Kraftstoff oder dem entsprechenden Energieäquivalent so weit wie möglich zu fahren.

Im vergangenen Jahr legte das Rostocker Team „Hanseatic Efficiency“ 664,30 Kilometer zurück. Damit erreichten sie unter den 38 Teams, die sich in der Kategorie der Prototypen mit Benzinantrieb qualifiziert hatten, den elften Rang. „Unser diesjähriges Ziel lautet 1000 Kilometer“, so Teamleiter Tillmann März. Der 18-Jährige beteiligt sich seit zwei Semestern an dem Projekt und tüftelt gemeinsam mit seinen Kollegen an einem neuen Fahrzeug. „Wenn alles gut läuft, wird dieses noch bis zum Rennen fertig“, freut sich Oliver Schmiedl.

Mit weniger Gewicht soll die Chance auf eine bessere Platzierung steigen. Aufgrund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten gestaltete sich die Fertigung jedoch nicht immer einfach. „Alles läuft über Sponsoren“, so Schmiedl. Kultusminister Brodkorb will Abhilfe schaffen und verspricht: „Jedes Team, welches in seiner Kategorie im ersten Drittel landet, erhält 5000 Euro.“

Gefahren wird das Fahrzeug der „Hanseatic Efficiency“ von Helen Morrison. Es ist das erste Rennen für die 28-Jährige. „Ich wurde vom Team angesprochen, weil ich so klein bin“, sagt die Doktorandin am Lehrstuhl für Strömungsmechanik. Ihre Körpergröße von knapp 1,60 Metern sei optimal. „Ich bin sehr gespannt auf das Rennen.“ Ungefähr eine Dreiviertelstunde wird sie in dem engen Fahrzeug ausharren müssen. „Ich hoffe nur, dass es nicht allzu warm wird.“ Die Belüftung im Fahrzeug lasse zu wünschen übrig. Das Stralsunder Team setzt ebenfalls auf eine Frau als Fahrerin. Jessica Laufer tritt allerdings schon zum zweiten Mal an. „Mein erstes Rennen 2012 hat viel Spaß gemacht“, erzählt die 24-Jährige.

Beide Teams aus Mecklenburg-Vorpommern werden in der gleichen Kategorie starten. Anders als die Rostocker nutzen die Stralsunder jedoch Wasserstoff als Antrieb. „Unser Forschungsziel beinhaltet eine emissionsfreie Mobilität“, erklärt Teambetreuer Johannes Gulden. Damit liegen sie voll im Trend: Im Vergleich zu den anderen teilnehmenden Nationen ist das Interesse der deutschen Studenten an alternativen Antrieben sehr hoch. Doch davon lassen sich jedoch die Rostocker nicht beeindrucken: Sie schwören weiterhin auf Benzinantrieb. „Einfach, weil wir hochdrehende Motoren lieben“, argumentiert März. Das ändere jedoch nichts daran, dass auch die Rostocker interessiert an nachhaltiger Mobilität seien.

„Der Shell Eco-Marathon bietet hierbei eine hervorragende Plattform für junge Nachwuchswissenschaftler“, sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU). Ergebnis des Wettbewerbes sei ein hoher Erkenntnisgewinn, welcher praktische Relevanz für uns alle besitzt. „Toll ist außerdem, dass sich die Studierenden am realen Objekt austesten können“, sagt Projektbetreuer Mathias Niendorf von der Fakultät für Maschinenbau.

Effizienzwettbewerb zum ersten Mal in London

300 Teams nehmen in diesem Jahr am Shell Eco-Marathon teil. Sie stellen sich der Herausforderung, mit einem Liter Kraftstoff oder dem entsprechenden Energieäquivalent so weit wie möglich zu fahren.

28 Länder sind insgesamt vertreten. 13 Mannschaften kommen aus Deutschland.

3314,9 Kilometer lautet die derzeitige Rekorddistanz. Aufgestellt wurde sie von einem französischen Team.

25 Kilometer pro Stunde beträgt die Geschwindigkeit, mit der die Fahrzeuge auf der Strecke im Queen Elizabeth Olympic Park fahren werden.

Pauline Rabe

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