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Mehr Sicherheit im Hafen: Rostock kauft Löschboot

Groß Klein/Seehafen Mehr Sicherheit im Hafen: Rostock kauft Löschboot

Hansestadt will für drei Millionen Euro einen Rettungskreuzer umbauen

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Soll verkauft oder abgewrackt werden: Eine Modernisierung des bisherigen Feuerlöschbootes FLB 40-3 wäre zu teuer.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Groß Klein/Seehafen. Der Boom an Rostocks Kaikanten geht weiter, der Verkehr auf der Ostsee und auch auf der Warnow nimmt zu: Allein den Überseehafen laufen jährlich mehr als 8000 Schiffe an. In den allermeisten Fällen läuft das reibungslos ab. Doch was, wenn es mal zu einem Unglück kommt? Wenn auf einem Schiff ein Brand ausbricht? Die Hansestadt will auf solche Fälle besser als bisher vorbereitet sein – und plant den Kauf eines neuen Löschbootes für den Hafen. Wobei „neu“ in diesem Fall nicht ganz zutreffend ist: Ordnungssenator Chris Müller (SPD) hat der Bürgerschaft vorgeschlagen, einen gebrauchten Seenotrettungskreuzer zu kaufen und umzubauen. „Das wird bedeutend günstiger als ein kompletter Neubau“, so Müller.

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Hansestadt will für drei Millionen Euro einen Rettungskreuzer umbauen

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Konkret geht es nach OZ-Informationen um die „Vormann Steffens“, die derzeit in Hooksiel an der Nordsee stationiert ist. Der 1989 gebaute Kreuzer wird im Lauf des Jahres von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ausgemustert und durch einen Neubau ersetzt. Die Hansestadt will das Schiff, das nach Angaben der Stadtverwaltung in einem tadellosen Zustand ist, für rund 600000 Euro erwerben und umbauen. An der Warnow soll es dann das bisherige Schiff FLB 40-3 der Berufsfeuerwehr ersetzen. Das schwimmende Löschfahrzeug soll bei Bränden auf Schiffen helfen können, bei Öl-Unglücken auf dem Wasser und auch, wenn Menschen in Seenot geraten.

„Dass Rostock ein Löschboot braucht – daran gibt es keinen Zweifel“, sagt Senator Müller. Im jüngsten Brandschutz-Gutachten hätten externe Fachleute das erneut bestätigt. Problem nur: Das FLB 40-3 erfüllt nicht mehr die Anforderung, ist im Unterhalt zu teuer und eine Modernisierung sei nicht mehr wirtschaftlich. „Der Umbau des Rettungskreuzers ist für die Stadtkasse die günstigste Variante“, betont Müller. Denn der Kreuzer – ein Schwesterschiff des in Warnemünde stationierten DGzRS-Bootes „Arkona“ – verbrauche deutlich weniger Treibstoff als das bisherige Schiff, auf den Aluminium-Rumpf gibt es 20 Jahre Garantie, und das Schiff kommt mit zwei Mann Besatzung aus. Das bisherige Schiff kann nur mit einer fünfköpfigen Crew an Bord eingesetzt werden. „Mittelfristig spart das Geld“, sagt Müller.

Neben dem Kaufpreis will die Stadt weitere 2,2 Millionen Euro in Umbauten stecken. „Wir wollen die Maschinen austauschen, der offene Fahrerstand muss geschlossen werden. Ziel ist es, dass wir das neue Schiff zur HanseSail 2018 in Dienst stellen können.“ Auch über einen Neubau war im Rathaus nachgedacht worden. Doch der würde mindestens zehn Millionen Euro kosten.

Dass die Investition in ein neues Löschboot für die Berufsfeuerwehr zwingend notwendig ist – auch für Rostocks Hafenkapitän Gisbert Ruhnke gibt es daran keinen Zweifel: „Wir haben in Rostock internationalen Schiffsverkehr – und wir haben deshalb auch internationale Standards zu erfüllen. Wir brauchen ein Löschboot.“ Gezeigt habe sich das zuletzt vor gut drei Jahren, als es an Bord der Fähre „Tom Sawyer“ brannte und das FLB 40-3 zum Einsatz kam. „Wenn ein Schiff brennt, dann reichen ein paar Schläuche an Land nicht aus“, sagt Ruhnke.

Wo das neue Schiff stationiert werden soll, ist indes noch offen. Müller: „Entweder liegt es in Groß Klein oder im Seehafen.“

Andreas Meyer

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