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Mietstreit im „Regenbogenhaus“ eskaliert

Rostock Mietstreit im „Regenbogenhaus“ eskaliert

Rostocker Mieter fühlen sich vom Schwulen- und Lesbenverein „rat+tat“ gemobbt. Der Mieterverein spricht von einer besonderen Situation. Rund 5000 Fälle von Mietstreitigkeiten gebe es pro Jahr in der Hansestadt.

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Christian Weber (l.) und Hagen Fiedler haben den Garten hinter ihrem Haus gepflegt und nutzbar gemacht, sagen sie. Nun wolle der Vermieter ihnen jedoch die Nutzung untersagen.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Im sogenannten Regenbogenhaus in der Rostocker Leonardstraße tobt ein bizarrer Mietstreit. Christian Weber (35) und sein Verlobter Hagen Fiedler (38) fühlen sich vom Vermieter, dem Schwulen- und Lesbenverein „rat+tat“, gemobbt. „Der neue Vorstand versucht, uns hier rauszuekeln. Wir werden schikaniert und gestalkt“, sagt Fiedler.

Der Fall ist einer von Tausenden Mietstreitigkeiten in der Hansestadt. Allein der Rostocker Mieterverein verzeichnet pro Jahr rund 5000 mietrechtliche Beratungen. Schwerpunkte sind Betriebskostenabrechnungen, Wohnungsmängel und Kündigungen.

Im „Regenbogenhaus“ gibt es Zoff wegen der Gartennutzung, Lärm auf dem Treppenflur und einer zu hohen Nebenkostenabrechnung. Auch klagen die Mieter über ein defektes Bad, das unter Wasser stehe.

Die Mieter hatten dem Verein via Facebook „Stasimachenschaften“ vorgeworfen, weil sie sich beobachtet fühlen. Der Vermieter erstattete daraufhin Anzeige wegen Beleidigung - das Verfahren soll inzwischen eingestellt worden sein. Zum Mietzoff äußern will sich „rat+tat“ nicht. „Es läuft ein Rechtsstreit, dem wollen wir nicht vorgreifen“, sagt Vorstandsmitglied Frank-Egon Naß.

Von einem Sonderfall spricht Kai-Uwe Glause, Rechtsberater beim Rostocker Mieterverein. Dass Privat-Vermieter und Mieter im gleichen Haus wohnten, sei in Rostock sehr selten – der Anteil liege bei unter zehn Prozent. „Wenn es aber so ist, kommt es häufig zu Reibereien“, so Glause.

Wornowski, André

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