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Gartenstadt Milder Winter hilft Arbeitsmarkt

Kein Februar mit weniger Arbeitslosen / Agentur sucht Perspektiven für Flüchtlinge

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Einen so niedrigen Wert konnten wir für Februar bisher noch nie ausweisen.“ Anke Diettrich, Arbeitsagentur Rostock

Gartenstadt. Geringfügig weniger Arbeitslose als im Januar, ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat — so präsentiert sich der Arbeitsmarkt in der Hansestadt und im Landkreis Rostock. Weniger als 21000 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet. „Einen so niedrigen Wert konnten wir für Februar bisher noch nie ausweisen“, sagt Anke Diettrich, Leiterin der Rostocker Arbeitsagentur.

Weniger als 2015

In der Hansestadt Rostock waren im Februar 11249 Personen (Quote 10,7 Prozent) arbeitslos gemeldet. Im Landkreis waren es 9673 (8,9 Prozent). Das sind insgesamt mehr als 1500 weniger als im Februar 2015.

„Wir sind gut über den Winter gekommen“, bestätigt Margit Haupt-Koopmann, Leiterin der Regionaldirektion Nord, zu der neben MV auch die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein gehören. Basis der positiven Entwicklung in ganz Mecklenburg-Vorpommern sei die stabile wirtschaftliche Lage. Der milde Winter hätte zudem dazu geführt, dass viele Betriebe das Personal weiterbeschäftigt und nicht entlassen hätten, ergänzt Anke Diettrich.

Margit Haupt-Koopmann erwartet eine kräftige Frühjahrsbelebung für Mecklenburg-Vorpommern. In Rostock sei diese auf dem Arbeitsmarkt bereits sichtbar, stellt Anke Diettrich fest. „Im Februar wurden uns 1009 freie Arbeitsstellen gemeldet.“ Gesucht werde in allen Branchen, besonders aber bei Zeitarbeitsfirmen, von Hotels und Gaststätten sowie in Gesundheits- und in Sozialberufen. Mehr als 80 Prozent der Stellen würden die Arbeitgeber „lieber heute als morgen besetzen“.

Von dem guten Arbeitsmarkt in der Region profitierten laut Agentur fast alle Gruppen,vor allem Ältere und Langzeitarbeitslose. Einen Anstieg gab es jedoch bei den Ausländern. Im Februar waren 1490 Männer und Frauen — 357 mehr als im Jahr zuvor — arbeitslos gemeldet, davon mehr als 800, die aus Asylgründen nach Deutschland kamen. „Es ist eine große Herausforderung, für die Flüchtlinge Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt im Land zu entwickeln“, erklärt Margit Haupt-Koopmann, die angesichts der Zuwanderung in den vergangenen Monaten mit steigenden Zahlen rechnet.

Anke Diettrich verweist auf zahlreiche Sprachkurse, die aktuell noch laufen. Jetzt gehe es darum, Anschlussmöglichkeiten zu schaffen. „Es gibt viele Unternehmer, die Interesse haben, Flüchtlinge einzustellen.“ Die Arbeitsagentur bereite Mitarbeiter darauf vor, sich speziell um diese Gruppe zu kümmern, inzwischen wurde auch Personal mit Arabischkenntnissen eingestellt.

 



Thomas Niebuhr

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