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Millionen für Katalyse-Forscher

Südstadt Millionen für Katalyse-Forscher

Rostocker Leibniz-Institut wird als herausragend eingestuft

Südstadt. Die Arbeit des Rostocker Leibniz-Instituts für Katalyse (Likat) ist von einer unabhängigen Kommission als exzellent eingestuft worden. Das Institut mit seinen mehr als 300 Mitarbeitern kann deshalb weiter auf eine Förderung von jährlich elf Millionen Euro in den kommenden Jahren bauen, wie Likat-Direktor Matthias Beller der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Im Blickpunkt sei dabei insbesondere die Erforschung neuer Wasserstofftechnologien. Diese Forschungen seien aus Sicht der Kommission wissenschaftlich und wirtschaftlich höchst relevant. Für die nächsten Jahre habe das Institut zwei neue Forschungsbereiche beantragt, auch dies werde nachdrücklich befürwortet.

Die Katalyse spielt bei der Herstellung chemischer Produkte eine zentrale Rolle. Katalysatoren sind Hilfsstoffe, die, in kleinsten Mengen zugesetzt, eine chemische Reaktion starten, wie Beller sagte.

Zunehmend würden sie in der Biologie oder Medizin eingesetzt, auch bei der Energieversorgung sowie beim Klima- und Umweltschutz. So entwickeln Likat-Forscher zusammen mit einem Industriepartner auf der Basis von Kohlendioxid und Wasserstoff eine dezentrale Energieversorgung. Aus dem „Klimakiller“ CO2 kann so ein Wertstoff werden. Zunächst werde in einer Elektrolysezelle Wasserstoff erzeugt. Dieser werde mit Kohlendioxid und einem Katalysator in einem Mikroreaktor zu Methan und Wasser umgesetzt. Methan kann das fossile Erdgas als Energiequelle ersetzen.

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft habe auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses am Likat besonders gelobt, ebenso die Einwerbung sogenannter Drittmittel für seine Forschungsarbeiten, sagte Beller. Auf diesem Wege kämen noch einmal bis zu sieben Millionen Euro ins Institut.

OZ

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