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Ministerpräsident macht Wahlkampf in Lichtenhagen

Lichtenhagen Ministerpräsident macht Wahlkampf in Lichtenhagen

Erwin Sellering kritisiert die AfD scharf / OB-Vorsitzender hätte sich mehr lokale und regionale Themen gewünscht

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Erwin Sellering (l.) hat sich den Fragen der Lichtenhäger gestellt. Ortbeiratsvorsitzender Ralf Mucha (r.) ist zufrieden.

Quelle: Philip Schülermann

Lichtenhagen. Eineinhalb Stunden hat sich Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) gestern genommen, um sich im Kolping Begegnungszentrum den Fragen der Lichtenhäger zu stellen. Die interessierten sich vor allem für die Türkei und Asylpolitik.

Katharina Nitz (27) ist Lehrerin. Sie bekomme bloß befristete Stellen – dabei denke sie über eine Familie nach. „Liegt es vielleicht daran, dass sie in Rostock bleiben wollen?“, fragt Sellering. „In Rostock gibt es ein Überangebot.“ Sie solle sich lieber im Osten des Landes umsehen. Überraschend sei diese Antwort für Katharina Nitz nicht gewesen. „Aber jetzt habe ich die Bestätigung.“ Die Aussage Sellerings, dass befristete Stellen ein Druckmittel der Politik seien, die Lehrer in ländliche Gegenden zu locken, sei aber neu gewesen, sagt sie.

Sellering wird nicht müde zu betonen, was für ein „wichtiges Thema“ das jeweils angesprochene gerade sei. In dem kurzen Gespräch zwischen Sellering und den Lichtenhägern kritisiert der Ministerpräsident auch immer wieder die AfD. Deren Wähler seien frustriert, die Partei wolle provozieren. In der Asylpolitik forderte Sellering, dass die EU-Außengrenzen geschützt werden. Die Innengrenzen aber müssten aufbleiben, denn sonst wäre dies das Ende unseres Wohlstands, sagt Sellering. Vieles hänge von der Türkei und Ministerpräsident Erdogan ab. „Ich möchte mich nicht erpressen lassen“, sagt Sellering. Autokraten wie Erdogan erlebten einen Aufschwung. „Ich will die AfD nicht schlechtreden“, sagt Sellering, aber ihre Aussagen klängen, als wäre alles gut, wenn einer mal wieder sagt, wo es langgehe, so Sellering.

Ilona Behrndt (66) sagt: „Das hat gezeigt, was die Bürger bewegt.“ Ralf Mucha (SPD), Vorsitzender des Ortsbeirats, hätte sich zwar mehr Themen zu Lichtenhagen und dem Land gewünscht, sei aber zufrieden – auch mit 50 Gästen, die gekommen sind.

phs

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