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Mit Gemüse-Giganten aufs Siegertreppchen

Rostock-Brinckmansdorf Mit Gemüse-Giganten aufs Siegertreppchen

Daniel Reißmann züchtet Riesengemüse / Auf seinem Grundstück haben Kürbis, Kohl, Tomate und Zucchini viel Platz, um in Länge, Breite und Höhe zu schießen

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Bei der Meisterschaft 2016 gehen Kohl und Zucchini ins Rennen.

Rostock-Brinckmansdorf. Mit Gemüse kennt er sich aus – mit außergewöhnlich großem noch dazu. Daniel Reißmann hat ein ganz spezielles Hobby: Er züchtet Riesengemüse. Auf seinen 300 Quadratmetern Gartenfläche haben Kürbis, Kohl, Tomate, Zucchini und Co. Platz, um in die Länge und Breite zu schießen. Gewaltige 464 Kilogramm wog sein schwerster Kürbis vor drei Jahren. Auf ganze 32,6 Kilo brachte es eine seiner Zucchini.

Man sieht jeden Tag Resultate. Ein Kürbis wächst bis zu 20 Kilogramm pro Tag.“Daniel Reißmann, Großgemüse-Züchter

Die ganze Züchterei dient einem Ziel: Bei der Deutschen Riesengemüse-Wiegemeisterschaft die meisten Kilos auf die Waage zu bringen. Am 4. September finden im brandenburgischen Klaistow die vierten Meisterschaften statt.

Mit einer Kürbispflanze fing alles an. Vor etwa fünf Jahren entdeckte der dreifache Familienvater das ungewöhnliche Hobby für sich. „Ich habe mit meinem Sohn eine Kürbispflanze auf unserem Balkon angepflanzt. Mit dem Ergebnis waren wir unzufrieden, deshalb entschieden wir uns, ein 80 Quadratmeter großes Gewächshaus für eine einzige Kürbispflanze zu nutzen“, erzählt der 35-Jährige. Nach und nach kamen dann Kohlrabi, Rote Beete, Zucchini, Zwiebel, Kohl und Möhre dazu.

Für das mühevolle Züchten erhält Reißmann die Unterstützung seiner ganzen Familie. Sein ältester Sohn Fiete bewirtschaftet die Zucchini, und sein Vater möchte im nächsten Jahr auch seinen eigenen Kürbis aufziehen. Bei den Meisterschaften tritt die Familie als Team „Baltic Beast“ an. 2014 stellten sie den Landesrekord mit einer 1120 Gramm schweren Zwiebel auf.

Was ist nun das große Geheimnis? Jedes Jahr direkt nach der Ernte im Oktober erfolgt eine Bodenanalyse. Bei dieser wird unter anderem der PH-Wert ermittelt, der genau auf die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze abgestimmt werden muss. Dabei helfen Computerprogramme. Zudem muss nach jeder Saison der Garten umstrukturiert werden. Wundermittel sind lediglich eine spezielle Erde, ausreichend Sonne und Wasser, viel Kompost und Einzeldünger. Außerdem geht es um die richtige Auswahl des Saatguts. Die Saison beginnt mit rund 250 Pflanzen. Dann ist jedes Fensterbrett in der Wohnung besetzt.

Bei den Kürbissen werden letztendlich nur drei Pflanzen in das Beet gesetzt. Die ständigen Angstgegner heißen Bodenfrost, Wühlmaus und Schnecke.

Ein bis zwei Tage vor der Meisterschaft geht es dann ans Ausbuddeln und Einladen. In Klaistow bricht die Stunde der Wahrheit an. „Es ist viel aufregender, das genaue Gewicht erst vor Ort zu erfahren.

Außerdem geht es mir um die leuchtenden Kinderaugen, wenn wir uns im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnten“, teilt der Projektplaner mit. In diesem Jahr sieht Team „Baltic Beast“ ihre besten Chancen bei Kohl und Zucchini, die schätzungsweise schon über dem Gewicht vom vorherigen Jahr liegen.

Für diese Form der Züchterei gibt es in Rostock keine und in ganz Mecklenburg-Vorpommern nur noch zwei weitere Mitstreiter. Deutschlandweit erfolgt ein reger Austausch der Hobby-Riesengemüse-Züchter über das Forum „Crazy Growers“.

Julia Graßmann

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