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Südstadt Mit Muskelkraft und Grips zum Erfolg

Maschinenbaustudenten der Rostocker Uni entwerfen und bauen Tretboote / Weitere Teammitglieder gesucht

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Zehn Maschinenbaustudenten gehören zum Waterbike-Team der Rostocker Uni. „AnnaX“ ist ihr schnellstes Boot.

Quelle: Nicolas Harcke

Südstadt. Blau-weiß, Schwanenform oder mit Rutsche: Tretboote gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Dass man mit ihnen auch Rennen fahren kann, wissen jedoch nur die Wenigsten. „Oft schmunzeln die Leute, wenn man ihnen erzählt, dass Waterbike eine ernst zunehmende Wassersportart ist“, erzählt Maschinenbaustudent Arne Böker. Gemeinsam mit neun Kommilitonen gehört der 22-Jährige zum Tretboot-Team der Rostocker Universität.

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Maschinenbaustudenten der Rostocker Uni entwerfen und bauen Tretboote / Weitere Teammitglieder gesucht

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„Unsere Fahrzeuge sind nicht gleichzusetzen mit Plastiktretbooten, mit denen man einen Familienausflug auf dem See unternimmt“, so Teamkapitän Böker. Bei den drei selbst gebauten Booten handele es sich vielmehr um ausgereifte Sportgeräte. „Angetrieben werden sie jedoch auch ausschließlich durch Beinkraft.“ Jeden Mittwoch treffe sich das Team, um neue Ideen und Optimierungsvorschläge zu besprechen. Besonders das 2007 gebaute Boot „annaX“ ist dabei immer wieder im Gespräch. „Seit einigen Jahren treten wir bei der International Waterbike Regatta (IWR) an und messen uns europaweit mit anderen Studenten“, erzählt Böker. Bei diesem Wettkampf war „annaX“ lange Zeit das schnellste Boot. „Doch die Konkurrenz schläft nicht.“ Die Abstände verringerten sich Jahr für Jahr. „Und nun wurden wir überholt.“ Um erneut an die Spitze zu gelangen, müsse der Antrieb optimiert und derzeit auftretende Schwingungen minimiert werden. Bei der IWR erreichte „annaX“ nichtsdestotrotz den zweiten von 44 Plätzen. „Wir sind sehr stolz auf dieses Ergebnis, auch wenn es uns hauptsächlich um den Spaß an der Sache geht“, sagt Böker.

„Im Gegensatz zu anderen Mannschaften sind wir ein sehr kleines Team“, erzählt Kevin Seltz. Andere reisen bei der IWR mit 50 Leuten an. „Durch unsere hohe Motivation und unseren guten Zusammenhalt machen wir dies aber wieder wett.“ Über die Jahre hinweg seien sogar richtige Freundschaften zwischen den Teammitgliedern entstanden. „Wir unternehmen auch mal außerhalb der Treffen was miteinander“, erzählt Tabea Zeuner. Mitmachen beim Tretboot-Team könne jeder. „Auch Interessierte aus anderen Studiengängen sind herzlich willkommen“, sagt Böker, der seit 2013 Teammitglied ist.

Ursprünglich kommt der 22-Jährige aus Bielefeld. „Als ich nach Rostock kam, habe ich Anschluss gesucht.“ Das Angebot habe ihm dabei geholfen und passte dazu noch sehr gut zu seinem Studiengang. „Ich finde es toll, dass man sein theoretisches Wissen aus dem Studium endlich mal praktisch anwenden kann“, erzählt Julian Berndt. Der 20-Jährige studiert im vierten Semester Maschinenbau und hat durch eine Einführungsveranstaltung von dem Projekt erfahren. „Schön wäre, wenn noch mehr Studenten auch so von unserem Waterbike-Team erfahren würden“, sagt Böker. Ein bisschen Zuwachs wäre nicht schlecht.

Gerade in der Prüfungszeit sei es für die zehn Mitglieder aufgrund fehlender Zeit manchmal schwierig. „Das Projekt ist freiwillig und wird allein durch uns organisiert“, erklärt der Teamkapitän. Oft mangele es dadurch an finanzieller Unterstützung, um einige Projekte umsetzen zu können. „Von der Uni erhalten wir keine offizielle Förderung.“ Es werde lediglich ein Raum zur Verfügung gestellt.

„Wenn wir Geld benötigen, sprechen wir meist die Lehrstühle direkt an“, so Böker. Das sei manchmal unangenehm, klappe aber gut. „Die Professoren helfen uns in der Regel gern“, bestätigt Tabea Zeuner.

Ein Ziel für die Zukunft sei es, mehr externe Sponsoren für sich zu gewinnen. „Mit dem Geld könnten wir unser erstes eigenes Projekt starten: ein viertes Boot konstruieren und bauen“, sagt Böker.

Motiviertes Team

3 Boote besitzt das Rostocker Waterbike-Team: „Renate“, „annaX“ und „Rollo“. „Renate“ ist dabei

das älteste Fahrzeug. 2006 wurde

das alte Schlepptankmodell vor der Verschrottung gerettet und zum

Tretboot umfunktioniert.

44 Teams aus ganz Europa nahmen in Wien an der International Waterbike Regatta (IWR) teil. Hamburg holte den Gesamtsieg.

5 Disziplinen galt es in diesem Jahr zu gewinnen: 100 Meter Sprint, Slalom, Langstrecke, Vorwärts- Stop-Rückwärts-Sprint und Pfahlzug.

Pauline Rabe

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