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IHK ehrt beste Auszubildende / Weiterbildungsstipendien vergeben / „Extra-Meister“-Prämie kommt vom Land

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Ein Gläschen Sekt auf die tollen Ausbildungsergebnisse von Bürokauffrau Franziska Riek (r.). Ausbilderin Gritt Juncken hat die junge Frau sofort übernommen.

Östliche Altstadt. Noch unsicher humpelt Michael Klaus mit Krücken auf die Bühne in der Nikolaikirche. Beim Fußball ist dem 29-Jährigen am Sonntag die Achillessehne gerissen.

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IHK ehrt beste Auszubildende / Weiterbildungsstipendien vergeben / „Extra-Meister“-Prämie kommt vom Land

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Am Montag wurde er operiert und erst gestern Vormittag hat er die Klinik verlassen. „Dann habe ich schnell den Anzug übergestreift“, erzählt der Rostocker, um nachmittags an der 22. Bestenehrung der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock teilzunehmen. Der frisch gebackene Industriekaufmann gehört zu den 36 besten Auszubildenden des Prüfungsjahres 2016, zu jenen jungen Fachkräften, die mit einer glatten Eins glänzen.

Insgesamt wurden 2500 Azubis im zurückliegenden Jahr durch die IHK geprüft, informiert IHK-Vizepräsident Hans-Joachim Spönemann. Er dankte den Unternehmen, die die Azubis gefordert und gefördert und somit geholfen haben, „richtig gute Fachkräfte heranzubilden“. Ob Verkäufer, Elektroniker, Brauerin, Informatiker, Bürokauffrau, Fachlagerist oder Straßenbahnfahrer – sie alle werden gebraucht. „Alle Wege und Türen stehen Ihnen offen“, sagt Spönemann und ermuntert die jungen Leute, sich weiterzubilden, zu studieren, „oder auch der eigene Chef“ zu werden. „Über 20000 Unternehmen suchen in den nächsten Jahren allein in Mecklenburg-Vorpommern einen Nachfolger auf dem Chefsessel“, erklärt Spönemann.

Bürokauffrau Franziska Riek (29) aus Stralsund wurde von ihrer Ausbilderin Gritt Juncken sofort in die Segelschule mit Gästehaus in Altefähr auf Rügen übernommen. „Sie hat mir in den drei Jahren gezeigt, wie wissbegierig sie ist, welch gute Einstellung sie zur Arbeit hat, ich bin sehr stolz“, sagt die 43-Jährige Geschäftsfrau.

Bei der Ehrung in der Nikolaikirche wurden auch acht Stipendien für eine berufliche Fortbildung der IHK vergeben. Die fachliche Weiterbildung innerhalb von drei Jahren wird mit 6000 Euro bezuschusst.

Damit will er seinen Schweißwerksmeister machen, kündigt Marven Vöge an. Der 22-Jährige hat seine Ausbildung als Konstruktionsmechaniker, Fachrichtung Schweißen, bei Liebherr abgeschlossen. 2014 wurde er Deutscher Meister im Schweißen und ist ein Jahr später zur Berufe-Weltmeisterschaft „WorldSkills“ ins brasilianische Sao Paulo gereist. „Da bin ich von 38 Schweißern 28. geworden“, erzählt er. „Den praktischen Teil der Prüfung haben wir ihm erlassen, mehr als Deutscher Meister geht nicht“, sagt Manfred Wanitschke, Ausbildungsleiter bei Liebherr, stolz. Liebherr konnte gestern gleich drei beste Azubis aufweisen. „Das ist ein Zeiger für die Qualität unserer Ausbildung“, betont Wanitschke. Die meisten jungen Leute bleiben in der Firma. „Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und wir brauchen die Fachkräfte“, erklärt der Ausbildungsleiter.

Zum ersten Mal wurde bei der feierlichen Bestenehrung mit Ausbildern, Berufsschullehrern und Eltern die „Meister-Extra“-Prämie von 1000 Euro übergeben. Mit diesem Zuschuss würdigt das Wirtschaftsministerium die persönliche Weiterbildung zum Handwerks- oder Industriemeister. IHK-Vizepräsident Spönemann wünschte sich diese Unterstützung auch für viele andere Fortbildungsabschlüsse im Portfolio der IHK.

36 Fachkräfte geehrt

Zum 22. Mal hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock die Prüfungsbesten geehrt. Aus dem Prüfungsjahrgang 2016 wurden 36 Fachkräfte ausgezeichnet, die in 28 unterschiedlichen Berufsausbildungen sehr gute Prüfungsergebnisse erzielt haben, also ihre Ausbildung mit der Note Eins abschlossen.

Acht Stipendien von jeweils 6000 Euro wurden für eine berufliche Weiterbildung vergeben. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm des Bundesbildungsministeriums. Die Ausschreibung für 2017 erfolgt demnächst.

Doris Kesselring

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