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Mit fünf Jahren schon im Medizinstudium

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Mit fünf Jahren schon im Medizinstudium

Berufs-Projekt der Kita „Fischbank“ zeigt Kindern die Arbeit der Eltern / Gestern besuchten sie die HNO-Klinik

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Mina (li.) und Leoni gucken interessiert auf das Modell eines Ohrs. Robert Mlynski erklärt ihnen den Aufbau. Fotos (2): Johanna Hegermann

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Was kann eigentlich ein Hals, wie ist ein Ohr aufgebaut und warum kann man mit der Nase besser schmecken, als allein mit der Zunge? Auf der Spur nach Antworten besuchen die Vorschüler der Kita „Fischbank“ aus der östlichen Altstadt die Rostocker Hals-Nasen-Ohren-Klinik.

OZ-Bild

Berufs-Projekt der Kita „Fischbank“ zeigt Kindern die Arbeit der Eltern / Gestern besuchten sie die HNO-Klinik

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Geleitet wird das kleine Medizinstudium durch den Klinikdirektor persönlich. „Hören, riechen, schmecken — das sind alles Sinne“, erklärt Professor Robert Mlynski. In drei Gruppen sollen die 14 Kinder etwas über Organe und ihre Fähigkeiten lernen. Es ist nicht der einzige Ausflug, den die Kita-Kinder in der nächsten Zeit unternehmen. „Wir machen ein Berufs-Projekt“, sagt Erzieherin Antje Herdin.

„Wir wollen noch zur Polizei, zur Feuerwehr, zur RSAG und ins Rathaus“, verrät sie. Die Kleinen sollen einen Einblick bekommen, wo Eltern überall arbeiten und was für Berufe es überhaupt gibt. Auch Mlynskis Sohn Richard ist in der Vorschulgruppe.

Los geht es zum Hörtest. Fünf Kinder betreten einen Raum mit mehreren Lautsprechern. Hier sitzt schon Anke Decker. Die Logopädin macht hier regelmäßig Tests mit Kindern, um herauszufinden, wie gut sie wirklich hören können. Den Anfang macht die sechsjährige Thea. Mit Kopfhörern auf den Ohren kann nur sie die Töne erkennen und reagiert sofort. Bei jedem neuen Klang wirft sie eine bunte Münze in einen Behälter. „Sehr gut“, lobt die Logopädin. Auch die anderen bestehen den Test tadellos. „Ich bin beeindruckt, wie gut das klappt. In der Kita tun sie so, als wenn sie nicht hören können“, sagt Antje Herdin lachend.

Weiter geht es zur nächsten Station in einen dunklen Raum. Ein Bildschirm verrät: Hier wird ein Ultraschall gemacht. „Hat einer von euch das schon einmal gesehen?“, fragt Dr. Christian Ginskey. Seine kleinen Zuhörer schütteln den Kopf. Der stellvertretende Klinikleiter erklärt, dass es wie ein Echo funktioniere. „Das Gerät macht ganz helle Geräusche. Die hört man nicht, aber wenn die Töne zurückgeworfen werden, sind sie auf dem Bildschirm sichtbar.“ Ginskey verteilt ein Gel auf dem Ultraschallkopf. „Igitt, das ist wie Schneckenschleim“, urteilt der fünfjährige Max. Der Arzt schmunzelt und zeigt mit dem Instrument seinen Hals von innen. „Beim Schlucken wandert der Speichel die Speiseröhre hinunter“, beschreibt er das Bild. Nun braucht er einen Freiwilligen. Lennox ist sofort dabei.

Er macht den Bauch frei und der Mediziner untersucht den Sechsjährigen. Am Bildschirm ist der Magen des Jungen erkennbar. „Der ist aber voll“, sagt der Ginskey. Lennox überlegt kurz, dann weiß er, warum. „Das sind bestimmt die Schokostulle und der Kakao von heute Morgen“, sagt er grinsend.

Süß wird es auch bei der nächsten Station. Hier zeigt Mlynski die verschiedenen Geschmacksrichtungen, die die Zunge schmecken kann. Mit einem sogenannten Endoskop — eine kleine Kamera — filmt er seine Mundhöhle. „Was fällt euch auf?“, fragt er. „Da sind ganz viele rote Punkte“, sagt Leoni. Der Mediziner gibt ihr Recht und will bei einem Geschmackstest zeigen, was die Punkte machen. Mit einem durchsichtigen Stab werden den Kindern nacheinander bittere, süße oder salzige Lösungen auf der Zunge verteilt. Besonders bei dem bitteren Geschmacksstoff verziehen sie das Gesicht. Der Geruchstest im Anschluss gefällt ihnen schon besser. „Wenn es zu Hause Spaghetti gibt, dann rieche ich das bis oben ins Wohnzimmer“, erzählt Lennox. Pasta-Geruch ist heute jedoch nicht im Angebot. Stattdessen schnuppern die Kinder an Stiften mit Kaffee-, Lakritz-, Apfel- oder Bananengeruch. „Banane mag ich am liebsten“, sagt Leoni.

Ihren Geschmackssinn können alle Kinder zum Schluss konzentriert auskosten: Denn jeder bekommt einen Bonbon zur Belohnung, bevor es in die Kita geht.

Das Otto-Körner-Haus

Am 25. Oktober 1899 öffnete die „Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Kehlkopfkranke“ in Rostock unter Einfluss von Otto Körner. In Gedenken an den Arzt, Forscher und Hochschullehrer wurde der Klinik zum 90. Jahrestag der Name „Otto Körner“ verliehen.

Im Jahr 2000 wurde das Gebäude modernisiert. Es verfügt über 47 Betten. Seit 2014 leitet Professor Robert Mlynski die HNO-Klinik.

Das Haus ist für das Fachgebiet der HNO-Heilkunde und Kopf-Hals-Chirurgie zuständig.

Von Johanna Hegermann

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