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Laage Mit uns heben Sie ab!

Auf dem Flughafen Rostock-Laage hat sich die Zahl der Mitarbeiter seit dem Jahr 1996 vervierfacht.

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Ramp-Agent Marco Demant (31) koordiniert die Landung der bmi regional auf dem Rostocker Flughafen. FOTOS (7): Stefanie Adomeit

Laage. „Luftfahrt ist mein Leben“, sagt Nico Schnatz. Wenn er das sagt, beginnen seine Augen zu leuchten. Der 19-Jährige ist Auszubildender auf dem Flughafen Rostock-Laage. „Ich bin nicht hier, weil ich muss, sondern weil es mein Hobby ist“, schwärmt Schnatz. In zwei Jahren darf er sich Servicekaufmann im Luftverkehr nennen. Bis dahin lernt er wie Passagiere ein- und ausgecheckt werden, wie ein Flugzeug ordnungsgemäß abgefertigt wird oder wie Strategien im Marketing erfolgreich umgesetzt werden.

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Auf dem Flughafen Rostock-Laage hat sich die Zahl der Mitarbeiter seit dem Jahr 1996 vervierfacht.

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„Uns ist wichtig, dass wir selbst ausbilden“, sagt Geschäftsführerin Dörthe Hausmann. Nico Schnatz ist einer von insgesamt sechs Auszubildenen auf dem Flughafen. Fünf von ihnen haben denselben Ausbildunsgberuf wie er gewählt. Erstmalig in diesem Jahr ist die Ausbildung zum Bürokaufmann dabei. „Die hatten wir vorher noch nicht“, sagt Hausmann.

Während Nico Schnatz sich heute um das Gepäck des ankommenden Fliegers aus München kümmert und auf dem Rollfeld aktiv ist – hat Supervisorin Corinna Jürß vom Check-in der Passagiere bis hin zum Abflug der Maschine zurück nach München alles im Blick: „Ich bereite den Flug sozusagen vor. Gibt es Spezialgepäck, wie viele Familien fliegen mit oder sind Rollstuhlfahrer an Bord?“

Die Vielflieger kennt die 51-Jährige bereits. Und manchmal kommt es auch vor, dass sie Passagiere mit Flugangst beruhigen muss. „Es gefällt mir total gut hier. In der Regel habe ich mit gutgelaunten Menschen zu tun“, sagt Jürß.

Am Flughafen-Laage arbeiten derzeit 179 Menschen, davon 69 in Vollzeit, die anderen in Teilzeit. Und es sollen noch mehr werden bzw. die Stunden der Teilzeitkräfte aufgestockt werden. „Perspektivisch wollen wir in den nächsten Jahren die Stunden der Teilzeitkräfte erhöhen“, sagt Hausmann. Außerdem werde seit Mitte des Jahres intensiv in die Weiterbildung der Mitarbeiter investiert.

Der Flieger aus München ist soeben in Laage gelandet. Marco Demant ist heute sogenannter Ramp-Agent. Er hat die Ausbildung von Nico Schnatz bereits hinter sich. Mit neongelber Jacke und Ohrenschützer steht der 31-Jährige auf dem Rollfeld und weist das ankommende Flugzeug ein. Danach hält er Rücksprache mit der Crew und fragt nach Besonderheiten.

Die Zahl der Mitarbeiter in Rostock-Laage hat sich seit 1996 vervierfacht. Die Beschäftigten kommen vorwiegend aus der Stadt Laage, dem Landkreis sowie aus der Hansestadt Rostock.

Die meisten Passagiere aus München haben das Terminal erreicht. Nun ist Marina Feller an der Information gefragt. Mietwagen buchen, Taxis rufen, Bahnauskünfte erteilen – sind nur einige ihrer Aufgaben. „Das Flair hier ist einfach angenehm. Es macht Spaß mit den Menschen hier“, sagt die 57-jährige gelernte Turbinenschlosserin. Und sie ergänzt: „Ich nehme viele Sachen einfach mit Humor.“

Seit morgens um 3 Uhr ist sie auf den Beinen. Denn auf dem Flughafen wird 24 Stunden in drei Schichten gearbeitet.

Elektriker, Bauingenieure, Mechatroniker, Köche oder Servicekaufleute für den Luftverkehr sind nur einige der Berufszweige, die hier auf dem Flughafen tätig sind. „Wir zahlen nach Tarif“, sagt Pressekoordinatorin Petra Proba. „Uns als Arbeitgeber zeichnet vor allem unser interessantes Arbeitsumfeld und unser familiäres Team aus“, wirbt sie für den Flughafen als attraktiven Arbeitgeber der Region.

Passagierzahlen

Mehr als 250000 Passagiere haben im vergangenen Jahr den Flughafen Rostock-Laage genutzt. 14321 Flüge sind hier gestartet. Grund für die

Steigerung der Zahlen in diesem Jahr sind die Kreuzliner. Insgesamt 90691 Passagiere aus Italien,

Spanien oder Frankreich nutzten

dieses Jahr den Voll- bzw. Teilcharter. Verträge gibt es mit den Kreuzfahrtunternehmen Costa Crociere und den Reedereien Pullmantur

Cruises und MSC Cruises. Gegenüber 2016 wuchs das Kreuzfahrtgeschäft um 27 Prozent. Vor zehn Jahren

flogen noch etwa 170000 Menschen bei rund 9300 Flügen.

OZ

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