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Mord aus Eifersucht? Polizei sucht Leiche bei Rostock

Tessin/Rostock Mord aus Eifersucht? Polizei sucht Leiche bei Rostock

Mann (29) soll einen Rivalen getötet und einen weiteren niedergestochen haben

Tessin/Rostock. Ein furchtbarer Kriminalfall erschüttert die Kleinstadt Tessin bei Rostock: Ein 29-Jähriger soll aus Eifersucht einen zwei Jahre jüngeren Nebenbuhler niedergestochen und einen weiteren Mann sogar ermordet haben. Der mutmaßliche Täter war bereits nach der Messerattacke im Oktober festgenommen worden, sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Nun kommt heraus, dass dies wohl nicht das einzige Verbrechen des Mannes war: Die Ermittler werfen dem 29-Jährigen vor, einen weiteren Nebenbuhler umgebracht zu haben. Bei dem Opfer soll es sich um den seit April vermissten Mathias G. (27) aus Kronskamp handeln. Noch fehlt von einer Leiche aber jede Spur.

Harald Nowack, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, bestätigte am Abend die Vorwürfe: „Gegen den 29-Jährigen laufen zwei Ermittlungsverfahren – eines wegen der Messerattacke, ein weiteres wegen das Anfangsverdachts des Mordes an einem bis heute vermissten Mann.“ Die Mordkommission der Rostocker Polizei geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter die Leiche des vermissten Mathias G. auf seinem Grundstück in der kleinen Ortschaft Stormstorf verscharrt hat. Gestern rückten auf dem Hof im Wald Experten der Spurensicherung und eine Baufirma an: Mit Baggern und Leichenhunden suchten sie nach sterblichen Überresten – bis zum späten Nachmittag jedoch ohne Ergebnis. „Die Ausgrabungen werden aber bis in die Nacht hinein andauern“, sagt Nowack. Erst heute wollen sich die Ermittler genauer äußern. Das Hauptaugenmerk der Suche lag am Abend auf einer Betonplatte. Die soll erst im Mai, also nach dem Verschwinden von Mathias G., gegossen worden sein.

Nach OZ-Informationen sollen sowohl das Opfer der Messerattacke (der 27-Jährige erlitt damals schwere Schnittverletzungen am Hals und überlebte nur knapp) als auch der Vermisste eine Affäre mit der Ex-Freundin des mutmaßlichen Mörders gehabt haben. Aus Polizeikreisen heißt es, alles deute auf ein Beziehungsdrama hin. Gegenüber den Ermittlern schweigt der Beschuldigte aber zu all dem. Gegenüber Dritten – seiner Ex- Freundin und auch Mit-Gefangenen – soll er jedoch angedeutet haben, dass er den Vermissten Mathias G. getötet hat. Staatsanwalt Nowack will das bislang nicht bestätigen. Er spricht lediglich von einem begründeten und stichhaltigen Anfangsverdacht.

Stefan Tretropp und Andreas Meyer

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