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Müllabfuhr im Landkreis wird ab 2018 billiger

Güstrow/Bad Doberan Müllabfuhr im Landkreis wird ab 2018 billiger

Gebühren für Restabfall sinken um durchschnittlich zehn Prozent / Biotonne wird teurer

Güstrow/Bad Doberan. Gute Nachrichten für alle Haushalte im Landkreis Rostock: Ab 2018 müssen sie weniger für die Müllabfuhr bezahlen. Dann nämlich werden die Gebühren gesenkt – um durchschnittlich zehn Prozent. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Kreistages auf ihrer 20. Sitzung am Mittwoch in Bad Doberan. So muss etwa ein Drei-Personen-Haushalt für seine 120-Liter-Restmüll-Tonne künftig acht Euro weniger pro Jahr zahlen – die Gebühr sinkt hier von 78,69 Euro auf 70,63 Euro. Für Gewerbetreibende fallen ab dem kommenden Jahr 121,89 Euro statt bislang 138,35 Euro für eine 240-Liter-Tonne an. Bewohner in Anlagen von bis zu 27,5 Personen zahlen aktuell 22,82 Euro – diese Summe verringert sich auf 20,08 Euro.

„Das neue Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises war bei seiner Einführung umstritten, die Einführung der neuen Regelungen zum Jahresbeginn 2016 war mit einigen Schwierigkeiten verbunden“, sagte Landrat Sebastian Constien (SPD): „Die Neuregelung zahlt sich jedoch für jeden Einzelnen aus. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft hat zudem Hinweise und Anregungen von Nutzern der Wertstoffhöfe aufgegriffen. Daher sind die Wertstoffhöfe seit 1. Oktober sonnabends länger geöffnet.“

Schwieriger Start

Hintergrund: Nach der Fusion der Landkreise Bad Doberan und Güstrow hatte die Kreisverwaltung auch die Müllentsorgung ab 1. Januar 2016 neu organisieren müssen. „Es hat sich herausgestellt, dass unsere Prognose von den tatsächlich anfallenden Kosten und Mengen zum Teil erheblich abweicht“ erklärte Vize-Landrat Wolfgang Kraatz (SPD): „Grund hierfür ist unter anderem, dass die Abfallbesitzer infolge des neuen Gebührensystems in sehr großem Umfang andere Behältergrößen als bisher gewählt haben, sodass sich sowohl die Anzahl der Behälter als auch die Anzahl der Entleerungen und die Abfallmengen verändert haben.“

Für das Jahr 2016 hätten sich so beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft erhebliche Mehreinnahmen in Höhe von rund 2,56 Millionen Euro ergeben, sagte Kraatz.

Deshalb solle nun eine neue Kalkulation für den Zeitraum 2018 bis 2022 aufgestellt werden – mit geringeren Gebührensätzen. Allerdings: „Die Bioabfallgebühren werden leicht steigen“, informierte der Vize-Landrat: „Ebenso die Gebühren für die Anlieferung von Abfällen an den Wertstoffhöfen.“ Grund hierfür seien hauptsächlich höhere Entgelte des Drittbeauftragten. „Wir sind auch nicht berechtigt, das mit den Restmüll-Gebühren auszugleichen“, stellte Kraatz klar.

Abfuhrtermine im Kreisblatt

Darüber hinaus gebe es eine weitere Neuerung, sagte Sebastian Constien: „Die Abfuhrtermine für das Jahr 2018 werden nicht mehr wie üblich in Form des Abfallkalenders veröffentlicht – sie gelangen in diesem Jahr erstmals mit dem Rostocker Kreisblatt in alle Haushalte des Landkreises Rostock.“ Zusätzlich werden die Abfuhrtermine auch weiterhin auf den Internetseiten des Eigenbetriebes sowie auf dem Gebührenbescheid verfügbar sein.

Das Rostocker Kreisblatt erscheint erstmals am 23. November.

Lennart Plottke

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