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Kabarettist Hans-Peter Hahn feiert 75. / Erfolgreiches Duo mit Peter Körner

Stadthafen. Hans-Peter Hahn feiert heute den 75. Geburtstag. Ein Mann wie geschaffen für das Entertainment. Dass Hahn dereinst Elektriker lernte, weiß er wahrscheinlich nur noch selbst. Dass er als Pädagoge an Rostocker Schulen lehrte, wird in den Erinnerungen inzwischen mühelos überlappt von den künstlerischen Avancen, die Hans-Peter Hahn zu verantworten hat: „Ich habe immer für die Bühne gelebt“, betont er.

 

OZ-Bild

Schauspieler Hans-Peter Hahn mit einer Melone aus dem Jahre 1922. Fotos (2): Andreas Golz

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Seit 46 Jahren bilden er und am Klavier Peter Körner ein Erfolgsduo allerersten Ranges. Wie zwei alte Latschen, obwohl die Mentalität beider konträrer nicht sein könnte. „Wir atmen zusammen“, definiert Hans-Peter Hahn die knirschende Harmonie zwischen ihnen, ohne die die Berufung zum Beruf längst verloren gegangen wäre.

„Hahn frisst Körner“ – das war mal eine schöne Schlagzeile über die beiden Lehrer, die zu tiefsten Ostzeiten mit Kabarett in die Phalanx der Berufskünstler eindrangen und ihr Können mit der „Pappe“, dem unbedingten Berufsausweis, zertifiziert bekamen. Somit hagelte es Auftritte, und es kollidierten die Termine mit den Stundenplänen ihrer Schüler. „Einmal sind wir nach dem Unterricht zu einer Fernsehaufzeichnung nach Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, gefahren. Nächsten Morgen standen wir wieder vor der Klasse“, erinnert sich Hahn.

Lache Bajazzo für alle Leute! Ein Credo von Hahn & Körner. Der schlimmste Auftritt? „Auf der SED-Ferieninsel Vilm vor nur einem Gast, dem DDR-Gesundheitsminister Mecklinger mit eisigem Blick“, denkt der Mundwerktätige an die gruselige Atmosphäre zurück.

Als nach der Wende das Duo Hahn & Körner dem Kabarett abschwor, wandten sich die beiden dem unverfänglichen Humor zu, garniert mit plattdeutschen Programmen und ostpreußischem Slang.

Diese Vielseitigkeit hievte sie in den Stand der feingeistigen Unruhestifter in Veranstaltungen beispielsweise „zuallererst in unserer Hausbühne 602“, bei Firmenjubiläen oder auf Familienfeiern.

Zahlreiche Veröffentlichungen in Funk und Fernsehen, in Buch, auf CD und DVD verklickerten den Hörern das Spaßpotenzial des Duos.

Apropos verklickern. Hans-Peter Hahn schlüpft auch in die Rolle von Rudolf Tarnows „Köster Klickermann“. Ein maßgeschnittener Part. Prompt bat ihn einmal ein Anrufer am Telefon, den Herrn Klickermann sprechen zu dürfen

Andreas Golz

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