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Munitionsversteck neben der Schule

Gartenstadt Munitionsversteck neben der Schule

Auf dem Gelände der Christophorusschule wurden weitere 15 Granaten und andere Überreste zu Tage gefördert

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Mit ganz viel Vorsicht konnten die Experten von der GFKB weitere Munitionsstücke auf dem Schulgelände bergen.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl(2)/klaus Walter(1)

Gartenstadt. Seit mehr als einer Woche stehen die Arbeiten auf der Baustelle des neuen Grundschulgebäudes für die CJD Christophorusschule still. Nachdem am vergangenen Donnerstag vier Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen wurden, beauftragte die Schule nun Spezialisten, um alle möglichen Munitionsreste auf dem Gelände sicherzustellen. 15 weitere Granaten und andere Kampfmittel sowie reichlich Schrott wurden im Erdreich gefunden. Die nähere Umgebung wurde während des gesamten Einsatzes gestern sicherheitshalber gesperrt, die Grundschule des CJD blieb geschlossen.

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Auf dem Gelände der Christophorusschule wurden weitere 15 Granaten und andere Überreste zu Tage gefördert

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„In Absprache mit dem Räumdienst, der Bauleitung und der Schule findet der Unterricht am Gymnasium ganz normal statt“, berichtet Joachim Hesse, stellvertretender Schulleiter der Christophorusschule.

Einige Unterrichtsräume hätten zwar ungenutzt bleiben müssen, dafür seien aber Ausweichlösungen geschaffen worden. Natürlich seien einige Eltern besorgt gewesen. „Aber ich denke, da können wir dem Kampfmittelräumdienst schon vertrauen“, so Hesse. „Es ist ja zum Glück nicht so, dass dort Blindgänger liegen. Es handelt sich um Munition, die nicht verschossen wurde.“

Und davon gab es auf dem kleinen Gelände direkt neben dem Grundschulgebäude des CJD eine ganze Menge. „15 Granaten, eine Panzerfaust, eine Mine und einige Kleinteile wurden gefunden“, berichtet Sprengmeister Fred Tribanek vom Munitionsbergungsdienst am Freitagnachmittag. Offenbar seien nach dem Zweiten Weltkrieg hier in einem Graben alle Munitionsreste und Schrott der Deutschen in ein Loch geworfen und vergraben worden. „Das war natürlich eine Überraschung“, so Tribanek.

Da der Einsatz von Sonden angesichts des vielen Metallschrotts im Boden nicht möglich war, musste die beauftragte Gesellschaft für Kampfmittelbeseitigung (GFKB) mit einem Bagger die betroffene Erdschicht vorsichtig abtragen und durchsieben. Auch wenn ein gewisses Risiko immer bestehe, sei die Gefahr im Falle der gefundenen Munition nicht so groß gewesen. „Dadurch dass sie nie verschossen wurde, bräuchte es schon eine immense Krafteinwirkung, um die Granaten zu zünden“, erklärt der Sprengmeister. Unterschätzen werden sollten die Sprengmittel trotzdem nicht. „Wenn so eine Granate detoniert, hat man auch noch 1000 Meter weiter etwas davon. So weit können die Splitter fliegen“, warnt Tribanek. Die gefundene Munition wurde deshalb auch in einem Erdloch bis zum Abtransport zwischengelagert.

Die Straßen rund um den Fundort wurden während des Einsatzes gesperrt. Auch die RSAG ließ ihre Buslinie 28 ab 8 Uhr einen Umweg fahren. Nachdem am Montag die durchgegrabene Erde noch ein letztes Mal durchsucht wird, können dann auch die Bauarbeiten wieder weitergehen.

Von Nele Reiber

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