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Muvo Rasco fegt mit Kraft über die Straßen

TESSIN Muvo Rasco fegt mit Kraft über die Straßen

Für 136 000 Euro ist der Stadtbauhof in Tessin mit einem Multifunktionsgerät ausgerüstet worden / Die nächste Investition ist voraussichtlich ein neuer Traktor mit Mähwerk

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Über die neue Kehrmaschine freut sich Fahrer Jörg Burr. Sie wird im Winter als Streufahrzeug eingesetzt.

Quelle: Michael Schißler

Tessin. Muvo Rasco – das klingt exotisch, verheißt aber Effektivität: Denn hinter diesem Namen verbirgt sich eine Maschine, die den Männern vom Bauhof der Stadt Tessin die Arbeit erleichtert. „Ich bin froh, dass uns die Stadtvertretung das Ding genehmigt hat“, sagt dann auch Thomas Hagelstein, Chef des Bauhofes. Seit Juni ist es auf den Straßen der Stadt im Einsatz und die Mannschaft vom Bauhof ist zufrieden damit.

Mit mit Muvo Rasco arbeiten wird wirtschaftlicher.“Thomas Hagelstein,

Leiter des Bauhofes

„Wir können damit die Straßen fegen, Schmutz und Abfälle aufsaugen und die Straßeneinläufe reinigen“, sagt Jörg Burr, der den Muvo Rasco lenkt. Von der Kraft seines Arbeitsgerätes ist Burr begeistert: „Der hebt glatt die Einlaufeimer mit an.“ Das Kehrgerät ist jedoch nicht nur sommertauglich. „Wir können den Sammelbehälter abnehmen und durch einen Streubehälter ersetzen“, sagt Chef Hagelstein, „dann können wir damit im Winter die Gehwege streuen.“ Außerdem gleichzeitig den Schnee wegschieben, „denn wir haben auch einen Keilräumschild dazubekommen“, sagt Jörg Burr. Die Maschine ist also ganzjährig nutzbar und hat 136000 Euro gekostet. „Eingesetzt wird der Muvo Rasco auf 6,6 Kilometern Rad- und Gehweg, bei extremen Wetterlagen müssen wir diese Strecke dreimal räumen“, sagt Thomas Hagelstein. Bislang ist dies vor allem mit Personal bewerkstelligt worden, aber auf Dauer sei das nicht mehr zu machen. „Wir haben mehrere Fahrzeuge über Jahre hinweg hier bei uns im Praxistest gehabt“, erzählt Hagelstein. „Dieses Multifunktionsgerät passt am besten zu den Aufgaben.“

Auf dem Bauhof stehen aber noch mehr Investitionen an: „Unser Schlepper mit dem Schlegemähwerk ist jetzt 20 Jahre alt und sehr reparaturanfällig“, sagt Hagelstein. „Ersatzteile gibt es dafür kaum noch“, sagt der Bauhofchef. Er wünscht sich im kommenden Jahr ein neues Gerät und hat das „schon einmal im Haushaltsplan aufgenommen“. Geht die Investition durch, dann will Hagelstein einen Frontmäher. „Der ist verkehrssicherer als dieser Heckmäher, bei dem der Fahrer immer auch nach hinten sehen muss, wenn er im fließenden Verkehr arbeitet.“ Bei einer Ausstattung mit Frontmäher „haben wir auch die Möglichkeit, den Traktor für Transportarbeiten einzusetzen. Denn die Anhängerkupplung ist ja frei“, hat sich der Bauhofchef überlegt. Aber bevor gekauft wird, wird er es wie beim Muvo Rasco machen: „Die Maschinen werden erst einmal getestet.“

Derzeit sind die Männer vom Bauhof vor allem mit Mäharbeiten beschäftigt, etwas Abwechslung soll es im Herbst geben. „Dann werden wir ein Lagerhaus für die Spielgeräte der Kinder aus der Kindertagesstätte Helmstorfer Weg bauen“, sagt Hagelstein. Der Clou daran: Das Haus bekommt eine Malwand – und das Holz ist aus dem eigenen Stadtwald.

Stadtbauhof schafft Energie für Jahre

Die Holzvorräte hat der Tessiner Bauhof wieder aufgestockt. Im Mai und im Juni wurden im Tessiner Stadtwald bedrohte Eschen gefällt. Insgesamt wurden mit Hilfe eines Forstdienstleisters 714 Raummeter Holz aus dem 90 Hektar großen Stadtwald geborgen. Sie liegen in drei Meter lange Stämmen zur weiteren Verarbeitung bereit. Mit dem Holz wird der Indoorpark in der Alten Zuckerfabrik im Winter beheizt. Verbraucht werden dort zwischen 100 und 150 Raummeter pro Heizsaison. Bereits im vergangenen Winter hatte es eine solche Holzaktion mit rund 400 Raummeter gegeben.

Michael Schißler

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