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Nach Bürgerentscheid: Ideen für Park und Tradi

Schmarl Nach Bürgerentscheid: Ideen für Park und Tradi

Iga will Konzept von 2013 umsetzen / Museum macht Großinventur

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Eine Funkerkabine kann im Schifffahrtsmuseum besichtigt werden. Der Ausstellungsbereich wird überarbeitet. FOTOs (4): OVE ARSCHOLL

Schmarl. 50529 Rostocker, also 42,6 Prozent aller Teilnehmer am Bürgerentscheid sagten am Sonntag, das Traditionsschiff gehört nicht in den Iga-Park. Damit waren sie in der Minderheit. Nicht nur die Schmarl-Kritiker erwarten nun Konzepte für die Weiterentwicklung von Museum und Park. Daran wird gearbeitet, versichern die Verantwortlichen.

 

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„„Wir prüfen, was wir unabhängig vom Entwick- lungskonzept schnell umset- zen können – die Ausschilderung zum Beispiel.“ Karina Jens Vorsitzende „Iga-Aufsichtsrat

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„„Die Frage ist, ob wir mit dem Schiff auskom- men müssen oder ein land- seitiges Zentrum für die Ausstel- lung erhalten.“ Kathrin Möller Museumsleiterin

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„„Es gibt eine große Erleich- terung. Jetzt werden wir mit dem Aufsichts- rat die weitere Entwicklung besprechen.“ Ralf Hots-Thomas Iga-Geschäftsführer

100 Hektar umfasst das Areal in Schmarl am Ufer der Warnow, das zwischen 1997 und 2003 für die Internationale Gartenbauausstellung (Iga) 2003 gestaltet wurde. 62 Millionen Euro haben allein Bau und Gestaltung des Parks gekostet. Im Jahr 2015 besuchten

rund 150000 Gäste

das Gelände.

Seit einem Jahr leitet Kathrin Möller das Schifffahrts- und Schiffbaumuseum. Schon bei Amtsantritt war klar: „An Bord muss etwas passieren, daran arbeiten wir seitdem kontinuierlich.“ Unabhängig vom Standort des Traditionsschiffs. Sie sei für ein attraktives museales Angebot verantwortlich, erklärt Kathrin Möller. Für die Werbung und andere Rahmenbedingungen müsse die Iga-Gesellschaft sorgen.

„Wir prüfen mit der Geschäftsführung, was wir kurzfristig schon verbessern können – die Ausschilderung zum Beispiel“, sagt die Vorsitzende des Iga-Aufsichtsrats Karina Jens (CDU).

In der kommenden Wochen treffen sich Geschäftsführung und Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung. Geschäftsführer Ralf Hots-Thomas spricht von einer großen Erleichterung nach dem Bürgerentscheid. Jetzt gehe es um konkrete Weiterentwicklung von Park und Museum. Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) hatte schon am Sonntagabend erklärt, dass er nun konkrete Ideen von der Iga erwarte. „Wir müssen das wieder in die Spur bringen, in der wir schon einmal waren“, sagt Karina Jens. Sie spricht vom Entwicklungskonzept, das die Bürgerschaft 2013 beschlossen hat. Zu dem damals schon mehr als 20 Millionen Euro teuren Paket gehörte unter anderem auch ein Museumsbau als Ergänzung zum Traditionsschiff.

Jetzt seien Gespräche unter anderem mit dem Wirtschaftsministerium über eine finanzielle Unterstützung des Landes nötig, so Karina Jens. In der Bürgerschaft will die SPD dazu einen Antrag beraten lassen, der mit Blick auf den Bürgerentscheid seit einem Jahr zurückgestellt worden sei, erklärt Fraktionschef Steffen Wandschneider. Karina Jens ist wichtig, dass es keine Blockade aus der Stadtverwaltung mehr gibt.

Kathrin Möller beschäftigt sich derweil intensiv mit der Sammlung. In vollem Gange sei die Digitalisierung der Fotos, sodass diese Sammlung zukünftig anders präsentiert werden könne. „Wir machen auch eine Großinventur“, um einen Überblick über die maritimen Schätze zu bekommen, berichtet Museumschefin Kathrin Möller. „Die Frage ist, ob wir mit dem Schiff auskommen müssen oder an Land in einem Neubau zusätzliche Ausstellungsflächen erhalten“, erklärt Kathrin Möller. Für Karina Jens ist diese Frage mit dem Entwicklungskonzept längst mit einem klaren Ja beantwortet.

Die SPD ist in dieser Woche auch mit Vorschlägen vorgeprescht, Zäune und Eintritt für den Iga-Park wegfallen zu lassen sowie die Anlage für Radfahrer zu öffnen. Solche Dinge stünden aktuell überhaupt nicht auf der Tagesordnung, sagt Ralf Hots-Thomas. Karina Jens hält gar nichts von diesen Ideen. Bei der Erstellung des Entwicklungskonzepts gab es eine Befragung der Bevölkerung. „80 Prozent habe sich für den Erhalt der Zäune ausgesprochen.“ Diese werde es auch weiterhin geben, erklärt Karina Jens – aus versicherungstechnischen Gründen und aus Schutz vor Vandalismus.

Thomas Niebuhr

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