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Nachwuchstänzer zeigen sich auf Mai-Ball

Südstadt Nachwuchstänzer zeigen sich auf Mai-Ball

Tanzschule Geipelt hat ihre jungen Tanzschüler samt Familien in die Stadthalle geladen / Zu den Teilnehmern gehörten auch etliche erwachsene Tanzschüler sowie zahlreiche tanzwütige Gäste

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Wenke Schoof, Mattes Lau, Ole Marten Böse, Svea Lübke, Hannah Gau und Friedrich-Hermann Raddatz haben den Abschluss ihres Tanzkurses beim Mai-Ball in der Stadthalle gefeiert und ihr Können bei Walzer, Rock'n'Roll und Polka gezeigt. Fotos (5): Claudia Tupeit

Südstadt. Vor Mama und Papa zeigen, was die Tanzbeine so können? Für 13 junge Paare ist das am Freitagabend nicht etwa peinlich gewesen, sondern der krönende Abschluss für ihr wochenlanges Üben. Der Mai-Ball der Tanzschule Geipelt hat in diesem Jahr rund 350 Gäste in den kleinen Saal der Stadthalle gelockt.

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Tanzschule Geipelt hat ihre jungen Tanzschüler samt Familien in die Stadthalle geladen / Zu den Teilnehmern gehörten auch etliche erwachsene Tanzschüler sowie zahlreiche tanzwütige Gäste

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Zum Auftakt haben die Veranstalter, das Ehepaar Steffi und Stefan Geipelt, ihre Lehrlinge mit der traditionellen Blumenpolonaise in die Gesellschaft eingeführt.

„Das ist für die junge Leute ein großes Ereignis, sie können sich herausputzen und öffentlich vorführen, was sie gelernt haben“, sagt Steffi Geipelt. Rock'n'Roll, Polka, Foxtrott und Wiener Walzer zum Beispiel, den Friedrich-Hermann Raddatz als den schönsten aller Tänze bezeichnet. Der 16-Jährige hat zehn Wochen lang jeweils eineinhalb Stunden beim Training geschwitzt, um seine Freundin zu überraschen. „Sie wollte gern mit mir tanzen können“, verrät der Schüler. Da sie woanders wohne, habe er das Ganze heimlich machen können. Wie süß! Und, hat er mit seiner Herzensdame schon schwofen können? „Ja, bei ihrer Jugendweihe.“

Raddatz' Partnerin in der Tanzschule, Hannah Gau (16) - auf die seine Freundin übrigens nicht eifersüchtig sei - fühlt sich nach eigener Aussage nun bestens vorbereitet für Veranstaltungen, bei denen potenziell zum Tanzen aufgefordert wird. Dem stimmt Ole Marten Böse zu. „In der Disco tanzen wir zwar keinen klassischen Foxtrott oder Boogie, den ich persönlich mag, aber ich fühle mich auf der Tanzfläche jetzt lockerer“, sagt der 15-Jährige. Zum Abi-Ball im nächsten Jahr wollen Wenke Schoof und Mattes Lau – nicht nur auf dem Parkett ein Paar – bestens tanzen können. „Daher der Kurs“, sagt der 18-Jährige.

Gerade die Vorbereitung auf eine schulische Veranstaltung sei unter jungen Leuten gefragt, bestätigen nicht nur die Geipelts, sondern auch Ingo Habla von der gleichnamigen Tanzschule, die er in vierter Generation betreibt. „Oft stehen auch die Eltern dahinter und wollen, dass ihre Kinder tanzen lernen“, sagt er auf OZ-Nachfrage. Auch er bietet daher Bälle zum Abschluss für Jugendliche an.

Der Wille, richtig gut tanzen zu können, sei aber bei allen Altersschichten gestiegen, die Nachfrage nach Kursen sei sehr viel größer als noch vor einigen Jahren.

Karl Clauser und seine Ehefrau Ines sind ebenfalls als Gäste Freitagabend dabei. Als nicht mehr Berufstätiger nutze er seine Zeit nun, um zu tanzen, zum Beispiel im Hobby-Tanzverein oder eben bei einem Ball.

„Als Jugendlicher habe ich es nie gelernt“, gibt Clauser zu. Seine Söhne sind ihm sozusagen davongetanzt. „Der eine hat sogar bei Turnieren gewonnen und ich konnte keinen Schritt“, erzählt er. Mit seiner Frau Ines tanzt er gern den langsamen Walzer und den Discofox. Gern auch bei anderen Bällen. „Das Neptun-Hotel ist da auch eine gute Adresse.“

Und weil dort mehrere Bälle pro Jahr gefeiert werden, darunter der Segler- und Unternehmerball sowie zwei Feste zu Silvester, wollte auch der Hausherr endlich mal mehr als eins-zwei-Tipp können. Der Hotel-Chef aus dem Neptun, Guido Zöllick, hat mit seiner Lebenspartnerin Juliane Gorski den Grundkurs bei Geipelt absolviert. Und das Gelernte haben beide mit Freunden gleich beim Maiball ganz stolz umgesetzt. Vor allem der Tango habe es beiden angetan. „Aber der Kurs ist keine Vorbereitung auf eine anstehende Hochzeit bei uns“, versichert Zöllick vorsichtshalber, bevor Gerüchte aufkommen könnten.

Neben der Showband „Papermoon“, die live mit schwungvollen Titeln und Balladen das Publikum unterhalten und zum Tanzen angeregt hat, hat vor allem auch der Bad Doberaner Karnevalklub für mächtig Stimmung gesorgt. Mit einer gelungenen Vorstellung mit Elementen der berühmten Fantasiegeschichte „Alice im Wunderland“, die mimik- und gestikreich und natürlich grandios tänzerisch vorgeführt worden sind.

Haus mit großer Tradition

Die Tanzschule blickt auf eine lange Tradition zurück. 1884 gründete der Universitätslehrer und Fechtmeister Herrmann Frenz sein Tanzinstitut in der heutigen August-Bebel-Straße. Er gab Ballettunterricht. Im Obergeschoss war ein Fechtsaal eingerichtet.

Neben den Kursen ist die Tanzschule Geipelt für den TC Seestern Rostock als Tanzsporttrainer tätig. Die Sportler trainieren dort und sind oft aus den Kursen zu ihrem Hobby gekommen.

Claudia Tupeit

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