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Nager auf Herz-Station: Ratten in Rostocker Uni-Klinik

Rostock Nager auf Herz-Station: Ratten in Rostocker Uni-Klinik

Tiere sollen von Baustelle stammen / Kammerjäger im Dauereinsatz

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Rostock. Schädlingsbefall in der Rostocker Universitätsklinik: Das größte Krankenhaus des Landes kämpft gegen eine Rattenplage. Mindestens zwei Stationen sollen von den Nagern befallen sein. Das bestätigte Harald Jeguschke, kaufmännischer Vorstand der Uni-Medizin, der OZ. Mit Hinweisschildern fordert die Klinik nun Patienten und Mitarbeiter auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Sowohl das Landesamt für Gesundheit (Lagus) als auch die städtische Gesundheitsbehörde sind eingeschaltet.

1000

Nachkommen

kann ein Ratten-

Paar laut Studien pro Jahr zeugen.

Wie viele Ratten

in Rostock

leben, kann das

Gesundheitsamt nicht sagen. Es dürften Millionen sein.

Die Ratten wurden in der Kardiologie, der Herz-Klinik der Uni, entdeckt. „Im Gebäude der Inneren Medizin tauchten die Nager auf zwei Stationen auf“, so Jeguschke. Und weiter: „Eine Mitarbeiterin hat in der Nacht zum 2. Juni zwei Tiere bemerkt.“ Nach OZ-Informationen waren die Tiere unter anderem auf den Fluren sowie in Aufenthalts- und Arztzimmern unterwegs. Die Uni-Klinik habe sofort Maßnahmen gegen die Schädlinge ergriffen: Bereits am nächsten Morgen habe ein Kammerjäger seine Arbeit aufgenommen. Insgesamt 20 Fallen seien im Untergeschoss der Klinik und auf der benachbarten Großbaustelle für das neue Zentralgebäude der Uni-Klinik ausgelegt worden. Mit ersten Erfolgen: Das Krankenhaus spricht von „einigen Tieren“, die bereits in den Fallen gefangen wurden. „Alle zu beteiligenden Institutionen sind in Kenntnis gesetzt worden. Unsere Hygiene-Spezialisten sind eingeschaltet und der Schädlingsbekämpfer kommt weiterhin jeden Tag und kontrolliert die aufgestellten Fallen und geht das Gelände ab“, sagt Uni-Vorstand Jeguschke.

Die Universitätsklinik geht davon aus, dass die Tiere von der Großbaustelle stammen: „Im Rahmen der Tiefbauarbeiten werden Tiere, die üblicherweise unter alten Gebäuden leben, aufgescheucht. Sie werden aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt“, heißt es seitens des Vorstandes. Das Gesundheitsamt der Hansestadt teilt diese Einschätzung. Die Tiere würden aber schnell „weiterwandern“, sagt Dr. Kerstin Neuber, Leiterin der Abteilung Hygiene und Infektionsschutz.

Sowohl die Hansestadt als auch das Landesamt als zuständige Aufsichtsbehörde erfuhren erst durch eine OZ-Anfrage von dem Ratten- Problem in der Klinik: „Ratten haben als Gesundheitsschädlinge in Kliniken nichts zu suchen“, sagt Neuber. Sie gehe davon aus, dass die Universitätsmedizin alles Möglich tue, um die Tiere schnellstens zu fangen oder zu vertreiben. Erst wenn es zu einem „Massenbefall“ komme, werde das Amt eingreifen.

Klinik-Vorstand Jeguschke versichert jedoch, dass weder der Klinikbetrieb noch Menschen gefährdet seien: „Wir haben sofort und richtig reagiert und sehen den Klinikbetrieb, das Wohlergehen unserer Patienten und die Hygiene nicht in Gefahr.“

Andreas Meyer

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