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Neuanfänge

Neuanfänge

Am Dienstag der nun zu Ende gehenden Woche hat sich in Schwerin der neue Landtag in unserem Bundesland konstituiert. Die neue Legislaturperiode beginnt.

Am Dienstag der nun zu Ende gehenden Woche hat sich in Schwerin der neue Landtag in unserem Bundesland konstituiert. Die neue Legislaturperiode beginnt. Kein radikaler Neuanfang, aber ein guter Grund zum Innehalten. Ein Moment des Überganges, um Vergangenes zu erinnern, Erreichtes weiterzuführen und alte wie neue Herausforderungen in den Blick zu nehmen. Keine leichte Aufgabe in unserer vom demografischen Wandel geprägten Region.

Diese Woche war noch von weiteren Übergängen und Neuanfängen bestimmt. Am 3. Oktober haben wir nicht nur der deutschen Einheit gedacht, die durch die friedliche Revolution ermöglicht worden ist. Für einige Menschen in unserem Land begann am 3. Oktober auch ein neues Jahr. Diesmal fielen sogar das jüdische und das islamische Neujahrsfest auf ein und denselben Tag. Neujahrstage und nationale Feiertage stiften Identität, indem sie die Menschen an die jeweiligen Anfänge in ihren Geschichtserzählungen erinnern.

Da ist die Erinnerung an die Überwindung des SED-Unrechts durch viele Menschen in der DDR, die ihre Angst besiegten und auf die Straßen und Plätze gingen. Rechtsstaatlichkeit und Freiheit, Einigkeit und Weltoffenheit wurden mit der Wiedervereinigung zu festen und unverrückbaren Grundsätzen unseres Zusammenlebens. Da ist die Erinnerung an die Schöpfung der Welt, die mit dem jüdischen Neujahrsfest verbunden ist. Danach werden – symbolisch – die Jahre gezählt. Nicht wie im alten Rom bestimmen also partikulare Herrscherjahre und Stadtgründungen das Datum, sondern die Universalität unserer einen Welt. Da ist die Erinnerung an den Propheten, die mit dem islamischen Neujahrsfest verbunden ist. Es geht um den Zug Mohammeds von Mekka nach Medina. Migration, Flucht und die Suche nach Heimat bestimmen diese Anfangserzählung.

Ein Erinnern an einen dreifachen Neubeginn ist mit diesem 3. Oktober verbunden. Demokratie und Pluralität, Verantwortung für die eine Erde, die uns anvertraut ist, Mitmenschlichkeit gegenüber Menschen in Not. Oder, wie es unsere Verfassung in Anlehnung an die großen Erzählungen der Bibel sagt: Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar. Dies zu leben ist unser aller Aufgabe, im Parlament und im Alltag.

OZ

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