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Neubauten und Kooperationen: Uni-Klinik plant ihre Zukunft

Hansaviertel Neubauten und Kooperationen: Uni-Klinik plant ihre Zukunft

Allein in neue Krankenhaus-Bauten soll mehr als 200 Millionen Euro fließen

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Noch sitzt ein Teil der Kinder-Klinik im Hansaviertel. Der Neubau soll aber in der Südstadt entstehen.

Quelle: Ove Arscholl

Hansaviertel. /Südstadt. Dass die Kinder-Krebsstation in Rostock mit Greifswald zusammenarbeiten muss – diese Idee wurde aus der Not heraus geboren. Doch es wird nicht der einzige Zusammenschluss dieser Art bleiben: Denn Christian Schmidt, der ärztliche Vorstand der Uni-Klinik in der Hansestadt, will das größte Krankenhaus des Landes fit für die Zukunft machen. „Das wird nicht ohne Kooperationen gehen“, so Schmidt. Und es wird nicht ohne Millionen-Bauten gehen: Das Land plant gleich drei Großprojekte für die Klinik. Gesamtkosten: mehr als 210 Millionen Euro.

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Allein in neue Krankenhaus-Bauten soll mehr als 200 Millionen Euro fließen

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Fast 200000 Fälle pro Jahr

45000 Fälle wurden im Jahr 2015 stationär und etwa 150000 weitere ambulant von Uni-Medizinern in Rostock behandelt. Das teilte jüngst der Vorstand der Klinik mit.

Das erste Vorhaben ist bereits im Bau: Mehr als 130 Millionen Euro fließen in das neue Zentralgebäude der Uni-Klinik an der Schillingallee. Der zweite neue Komplex soll hingegen am Südring entstehen – in Zusammenarbeit mit der stadteigenen Südstadtklinik. Denn seit Jahren schon arbeiten beide Krankenhäuser auf dem Gebiet der Kinder-Medizin zusammen. Problem nur: die einzelnen Einrichtungen sind über die Stadt verteilt. Manche sitzen in der Südstadt, andere im Hansaviertel. Das wollen Schmidt und Renate Fieber, die Chefin der Südstadt-Klinik, ändern: Bis zu 60 Millionen Euro wollen sie in ein neues Eltern-Kind- Zentrum, eine zentrale Kinderklinik, investieren. „Für uns hat das Vorhaben höchste Priorität. Das Sozialministerium hat schon 20 Millionen Euro gebunkert“, sagt Schmidt. „Der Antrag für das Eltern-Kind- Zentrum liegt längst beim Land“, bestätigt Fieber. Beide Partner wollen nun aber die Landtagswahlen abwarten: „Wir hoffen, dass danach unser Vorhaben auch von der neu gewählten Landesregierung positiv begleitet wird“, sagt Fieber.

Geht es nach ihrem Kollegen an der Uni-Klinik, dann tun sich die beiden Krankenhäuser der Stadt aber nicht nur für die Kinder zusammen: „Es gibt Bereiche, in denen wir Synergien nutzen könnten – stärker als bisher“, so Schmidt. Nein, damit meine er keine Fusion. Sondern Dienstleistungen im Hintergrund. „Kochen, putzen, waschen zum Beispiel“, so der Uni-Vorstand. Im Klartext: Bei der Reinigung der Kliniken, beim Kochen der Patienten-Mahlzeiten und auch in der Wäscherei sei eine Zusammenarbeit sinnvoll. „Ebenso könnten wir gemeinsam Labore betreiben oder eine gemeinsame IT-Gruppe aufbauen.“ Damit könnten beide Seiten Geld sparen.

Auch mit den Greifswalder Kollegen will Schmidt künftig häufiger zusammenarbeiten: Das geplante, gemeinsame Kinder- Krebszentrum sei ein Beispiel. „Aber auch in der Kardiologie, der Palliativ-Medizin oder der HalsNasen-Ohren-Heilkunde machen gemeinsame Zentren Sinn.“ Eine komplette Fusion lehnt er aber auch mit Greifswald ab: „Wir haben ein Negativbeispiel für solche Zusammenschlüsse vor der Haustür.“ Im Nachbarbundesland wurden die Uni-Kliniken Kiel und Lübeck zum Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) verschmolzen. „Die Politik wollte Geld sparen. Aber die erhofften Spareffekte sind nie eingetreten“, so Schmidt.

Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb (SPD) sieht die Rostocker Uni-Medizin schon jetzt auf einem guten Weg – und stellt sogar einen weiteren, einen dritten Neubau in Aussicht: „Die Landesregierung plant für die Uni-Wissenschaftler ein neues Forschungsgebäude. Der Projektname lautet Bio-Medicum“, so Brodkorb gegenüber der OZ. Rund 20 Millionen Euro will er – sollte er nach der Wahl im Amt bleiben – dafür ausgeben. „Das Gebäude soll im Umfeld der Klinik entstehen. Das Geld für die ersten Planungen steht bereit.“ Der Minister weiter: „In Greifswald ist rund um die Jahrtausendwende die Uni-Klinik komplett neu gebaut worden. Rostock hinkt da bis heute hinterher.“

Andreas Meyer

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