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Neue Kita bringt Jung und Alt an einen Spieltisch

Groß Klein Neue Kita bringt Jung und Alt an einen Spieltisch

Das Institut Lernen und Leben baut in Groß Klein eine neue Kindertagesstätte / Auf dem Gelände der Heimstiftung sollen Kinder und Senioren gemeinsam kreativ werden

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Dörte Holzke (r.) von der Rostocker Heimstiftung und Sergio Achilles, Institut Lernen und Leben, freuen sich auf die Kooperation, wenn die neue Kindertagesstätte in Groß Klein fertig ist.

Quelle: Thomas Niebuhr

Groß Klein. Schon Ende 2017 sollen sich jüngere und ältere Rostocker beschnuppern, um später gemeinsam singen, backen oder spielen zu können. Wenn alles so klappt, wie es sich der Geschäftsführer des Instituts Lernen und Leben (ILL), Sergio Achilles, vorstellt. Das ILL baut in Groß Klein eine neue Kindertagesstätte mit 96 Plätzen auf dem Gelände der Rostocker Heimstiftung. Der Kita-Träger und die Pflegeheimbetreiber haben gestern einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

„Wir haben lange überlegt, wie wir die große Freifläche sinnvoll nutzen können“, berichtet Dörte Holzke, Chefin der Heimstiftung. So entstand die Idee, ein generationsübergreifendes Projekt mit einer Kindertagesstätte zu entwickeln. Da die Heimstiftung sich vorwiegend mit Pflege und gar nicht mit Pädagogik beschäftigt, musste ein Partner gesucht werden. Der wurde mit dem Institut Lernen und Leben, das inzwischen rund 50 Kindereinrichtungen im ganzen Land betreibt, gefunden.

„Das war gar nicht geplant“, räumt Sergio Achilles ein. Er hätte nach dem Kita-Neubau in Gehlsdorf nicht daran gedacht, neben dem Schulneubau in Kassebohm so schnell ein weiteres Projekt in Rostock zu starten. Inzwischen freut er sich darauf: „Das wird ein Mehrgenerationenhaus der anderen Art. Da kommt Leben in die Bude.“ Rund 320 Bewohner leben aktuell im Pflegewohnpark an der Groß Kleiner Allee, erklärt Dörte Holzke. Sie setzt auf das Überwinden von Generationsbarrieren und neue Möglichkeiten für ihre Heimbewohner aktiv und kreativ zu werden. „Alt und Jung haben so die Möglichkeit, sich zu begegnen, sich zu respektieren und sich gegenseitig den Alltag zu bereichern.“ Alles soll auf freiwilliger Basis geschehen und beide Institutionen eigenständig bleiben.

Vorbild für das Modell sei eine ähnliche Kooperation in Stralsund, erläutert Sergio Achilles, die es seit vier Jahren gibt. „Das läuft sehr gut“, weiß Achilles zu berichten. In Rostock betrete das ILL mit dem Modell aber Neuland. Der Erbbaurechtsvertrag mit der Heimstiftung ist abgeschlossen. Für ein großzügiges Grundstück in grüner Umgebung, wie Sergio Achilles betont. Groß Klein gehöre zu den Stadtteilen mit wachsenden Kinderzahlen, die Kita entstehe auch in Absprache mit dem Jugendamt.

Rund 1,65 Millionen Euro investiert das ILL in den eingeschossigen Neubau. Möglich sei das nur, weil etwa ein Drittel der Kosten über das Krippenausbauprogramm des Bundes gefördert würden, erklärt Sergio Achilles. 15 neue Arbeitsplätze entstehen. Als nächster Schritt soll nun der Bauantrag gestellt werden. Das ILL rechnet nach dem ersten Spatenstich mit einer Bauzeit von rund sechs bis sieben Monaten. Als offizieller Eröffnungstermin wird der 1. Januar 2018 angestrebt.

Zunächst würden vor allem Krippenkinder ab drei Monaten aufgenommen, später sollen dann insgesamt 36 Krippen- und 60 Kindergartenkinder in der neuen Kita betreut werden. Für Dörte Holzke bietet diese Kooperation auch noch einen zusätzlichen Effekt. „Wir haben viele junge Mitarbeiter, und die fragen auch nach Kindergartenplätzen“, sagt sie. Eine Art Betriebskindergarten entstehe aber nicht, versichern beide Partner.

Die Kooperation muss wachsen, sind sich Sergio Achilles und Dörte Holzke einig. Zu besprechen gibt es im Vorfeld auch noch einiges. So muss der Kita-Betreiber bei der Einrichtung nicht nur an kleine Stühle für die ganz Jungen, sondern auch an größere für die etwas Älteren denken.

Spezialisten für Kinder und Senioren kooperieren

50 Krippen , Kitas, Horte und Mehrgenerationenhäuser betreibt das Institut Lernen und Lebencirca in Mecklenburg-Vorpommern. Damit ist das ILL einer der größten Träger von Kindereinrichtungen im Land. Das ILL gründete sich als Verein im Jahr 1991. Seit 1993 ist er Träger der freien Jugendhilfe. In der Hansestadt ist der Verein mit insgesamt rund 850 vorwiegend pädagogischen Mitarbeitern auch der Träger von drei Schulen: den beiden Grundschulen in Kassebohm und am Wasserturm sowie der weiterführenden Schule ebenfalls in Kassebohm.

500 Mitarbeiter beschäftigt die Rostocker Heimstiftung etwa. Sie betreibt fünf Pflegeheime in Rostock und eins in Kühlungsborn. Dazu kommen weitere Senioren-Angebote.

Thomas Niebuhr

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