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Neue Pastorin für die Rostocker Innenstadt

Östliche Altstadt Neue Pastorin für die Rostocker Innenstadt

Elisabeth Lange tritt am 1. März die Nachfolge von Tilman Jeremias auf der Pfarrstelle St. Marien/St. Jakobi an. Die 48-Jährige hat in Rostock studiert

Östliche Altstadt. Rostock hat eine neue Pastorin: Elisabeth Lange ist gestern in der Nikolaikirche feierlich in ihr Amt eingeführt worden. Die 48-Jährige übernimmt zum 1. März die Pfarrstelle St. Marien/St. Jakobi. Sie folgt auf Tilman Jeremias, der nach 13 Jahren dort seine Arbeit beendet hat. Jeremias wurde Pastor für Mission und Ökumene im Kirchenkreis Mecklenburg (die OZ berichtete).

 

OZ-Bild

Freut sich auf ihre neue Aufgabe: Pastorin Elisabeth Lange (48). Die Innenstadtgemeinde hat 4000 Mitglieder.

Quelle: Foto: Dietmar Lilienthal

Drei Kirchen gehören zur Innenstadtgemeinde

3 Kirchen gehören zur evangelisch-lutherischen Innenstadtgemeinde: St. Marien, St. Petri und St. Nikolai.Gottesdienste finden regelmäßig in St. Marien und St. Petri statt. Kulturelle Veranstaltungen gibt es in St. Nikolai. Dort werden nur besondere Gottesdienste gefeiert, wie Heiligabend oder zur Liturgischen Nacht an Epiphanias. Daneben nutzt die Gemeinde auch die Universitätskirche.

„Ich freue mich sehr auf die Arbeit und darauf, in ein so gutes Team zu kommen“, sagt Lange. Bis Ende Februar leitet sie noch den Bereich Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kirchenkreis Mecklenburg. „Ich habe mich vor allem um administrative Aufgaben gekümmert. Das hat mir auch Spaß gemacht, aber ich bin besser im Gemeindepfarramt aufgehoben“, sagt Lange. Sie kennt Rostock gut: Sie hat hier studiert und absolvierte hier auch ihr Vikariat, die praktische Vorbereitung auf den Beruf des evangelischen Pastors. Danach war sie Jugendpastorin der Region Bützow und in der Kirchengemeinde Bernitt. „Jetzt wollte ich wieder an die Basis zurück“, erklärt sie ihre Entscheidung für die Pfarrstelle in der Innenstadtgemeinde.

Lange kommt selbst aus einer Pastorenfamilie. Ihr Vater war Pfarrer, sie lebten in Leipzig. „Ich habe Kirche in der DDR erlebt, ich fand die Kirche immer integer – gerade auch unsere Nordkirche. Das ist eine Institution, zu der ich gerne gehöre.“ 1990 zog die Familie nach Mecklenburg. Heute wohnt die zweifache Mutter in Hohen Sprenz. Im August will sie nun nach Rostock ziehen – so wie es üblich ist, in die Pfarrwohnung vor St. Marien. Ihr Lebenspartner kommt mit, behält aber seine Tischlerwerkstatt in Hohen Sprenz.

Was sie an ihrer neuen Aufgabe reizt? „Die Gemeinde ist toll mit 4000 Mitgliedern und super Mitarbeitern“, sagt die Pastorin. Durch den Zuzug sei es sogar eine wachsende Gemeinde. „Der Querschnitt ist gut: Es gibt viele junge Familien und Kinder, aber auch viele Senioren und Altersheime.“ Lange habe Respekt vor der Arbeit: „Weil es so viel ist.“

Ihr Ziel sei es, die Kirche auch für Menschen interessant zu machen, die sich sonst eher nicht für sie interessieren. „Sie sollen sagen: ,Das ist eine Sprache, die wir verstehen, und ein Angebot, das wir schätzen’“, betont Lange. Zunächst wolle sie die Gemeinde erst einmal kennenlernen. „Ich will gut reinkommen und helfen, die Arbeit gerecht zu verteilen.“ Denn nach Jeremias’ Abschied im August habe der zweite Pastor der Innenstadtgemeinde, Reinhard Scholl, viel zu tun gehabt. Künftig werden nun beide die Gottesdienste in St. Marien, St. Petri, St. Nikolai und in der Universitätskirche übernehmen. „Ich freue mich total auf die Zusammenarbeit“, sagt Scholl. Er hat Lange in den vergangenen vier Jahren intensiv kennengelernt. „Wir haben manche Jugendarbeit zusammen organisiert“, sagt Scholl.

Eine ihrer großen Leidenschaften sei das Wetten. „Sie hat zum Beispiel mit mir vor fünf Jahren gewettet, dass ich die Pfarrstelle hier bekomme. Ich habe dagegen gehalten – und verloren. Ich musste dann so manches Mal in ihrer Gemeinde in Bernitt etwas vortragen“, erzählt Scholl. Gestern gab es nach dem feierlichen Gottesdienst gleich eine große Saalwette.

Langes Vorgänger Jeremias war sehr politisch und hat sich stark in Stadt-Diskussionen eingebracht, zum Beispiel bei der Ankunft der vielen Flüchtlinge in Rostock. Auch seine Nachfolgerin hält dies für eine wichtige Aufgabe: „Kirche muss politisch sein. Es muss erkennbar sein, wo sie steht.“ Für sie persönlich sei das eine neue Herausforderung: „Ich muss da reinwachsen und werde mir Rat holen, wie und wo man in der Stadt auftauchen sollte.“ Kirche müsse im Gemeinwesen ein normaler Mitspieler sein und als solcher auch wahrgenommen werden.

Obwohl Lange ihre Stelle erst im März antritt, habe sie schon viele Anrufe erhalten. Drei Trauungen und einige Taufen sind bereits abgesprochen. Auch eine Segnung ist schon fest eingeplant – die des neuen Zirkuszeltes von Fantasia.

André Wornowski

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