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Neue Saison im veralteten Verkehrsgarten

Hansaviertel Neue Saison im veralteten Verkehrsgarten

Ab April üben wieder Schüler im Barnstorfer Wald Fahrradfahren / Zustand der Anlage steht weiter in der Kritik

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Von April bis September ist die Verkehrsanlage im Barnstorfer Wald für Schüler geöffnet.

Quelle: Ove Arscholl

Hansaviertel. Wurzeln unter dem Straßenbelag, ausgeblichene Fahrbahnmarkierungen, veraltete Sanitäreinrichtungen im Haus: Der Zustand des Rostocker Verkehrsgartens ist mangelhaft. „Eigentlich ist es eine Bruchbude“, urteilt Roland Gapikowski. Er ist Geschäftsführer der BQG „Neptun“ Gesellschaft für Personalentwicklung und Innovationsförderung mbH. Seit 2014 betreibt er die Anlage Tiergartenallee 5. Eine Baustudie könnte die Diskussion um eine Verbesserung voranbringen, doch die lässt weiter auf sich warten.

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93 Prozent ausgebucht

Rund 2500 Schüler aus mehr als 110 Klassen der Klassenstufen 4 und 5 haben sich um Nutzungszeiten in der Jugendverkehrsschule bemüht. Zur Zeit sind über 93 Prozent der möglichen Unterrichtsstunden ausgebucht. Den Schülern werden täglich etwa 40 gewartete Fahrräder zur Verfügung gestellt.

„Die Studie befindet sich in der Erstellungsphase und soll zum Ende der diesjährigen Nutzungszeit abgeschlossen werden“, sagt Stadtsprecherin Kerstin Kanaa. Doch bis wirklich etwas im Barnstorfer Wald geschieht, können Jahre vergehen. Denn 2017 und 2018 wolle man zunächst Möglichkeiten suchen, die Sanierung der Anlage zu finanzieren und baulich einzuordnen, beschreibt es Kanaa. Dabei zeichne sich schon jetzt ab, dass der Verkehrsgarten — inklusive Haus und Übungsstraßen — minimiert werden solle.

„Natürlich geht alles viel zu langsam in der Stadt, das ist ein bekanntes Problem“, sagt der BQG-Geschäftsführer. In die Entwicklung eines Konzepts habe er keinen Einblick bekommen. „Ich bin dort nicht eingebunden und weiß nicht, was baulich vorgesehen ist“, so Gapikowski. Große Erwartungen hat er keine. „Es muss definitiv etwas gemacht werden. Aber ich gebe mich keinen Illusionen hin“, sagt Gapikowski. Denn ein Problem seien die unterschiedlichen Zuständigkeiten. Das Stadtgrünamt ist für alle Grünflächen, der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) für die Unterhaltung, das Amt für Schule und Sport für den Bildungsauftrag und die BQG für den Betrieb zuständig.

Der Geschäftsführer bleibt geduldig. Er weiß, dass es Zeit brauche, um zu klären, ob der Standort überhaupt gehalten werden solle. „Der Verkehrsgarten ist ein Luxus, den sich die Stadt leistet“, erklärt er. In anderen Landkreisen werde Verkehrserziehung vor allem mit mobilen Anlagen angeboten. In Rostock können hingegen Schüler seit mehr als 50 Jahren in dem festen Verkehrsgarten Fahrradfahren lernen. Doch das Alter ist dem Gelände deutlich anzusehen. Für Passanten sehe es nahezu verlassen aus. Ein Leser meldete sich daher auch im OZ-Buschfunk. Er fragte sich, ob die Anlage überhaupt noch genutzt werde.

„Es ist sehr schade, dass die Anlage so viele Mängel aufweist“, sagt auch Karsten Cornelius vom Ortsbeirat Hansaviertel. Bei einem Test der Spielplätze in seinem Stadtteil wurde im vergangenen Jahr auch der Verkehrsgarten untersucht. Eine Liste der Probleme schickte der Ortsbeirat damals an das Schulamt. Der Vorsitzende betont: „Wir haben immer ein positives Signal für den Verkehrsgarten gegeben.“ Schließlich gehöre die Verkehrserziehung auch zum Bildungsauftrag in der Hansestadt. Der jetzige Zustand sei daher bedauernswert. „In den vergangenen Jahren haben die Verantwortlichen auf Sparflamme gekocht.“ Cornelius vermutet, dass die Anlage aus Kostengründen nicht in dem Zustand ist, wie sie es seiner Meinung nach sein sollte.

Doch trotz der massiven Kritik der vergangenen Jahre ist nun die neue Saison ohne Verbesserung gestartet. Angesprochen auf den Zustand, urteilt die Stadtsprecherin, dass die Nutzbarkeit nach der Winterpause wieder hergestellt sei. Zumindest eine kleine Auffrischung soll es geben. Die BQG will noch in diesem Jahr die Straßenmarkierungen erneuern. „Die Farbe wurde bereits vom Schulamt finanziert“, so Gapikowski.

Von Johanna Hegermann

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