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Neue „Tankstellen“ für Rostocks Straßenbahnen

Südstadt Neue „Tankstellen“ für Rostocks Straßenbahnen

Das Bahnunterwerk in der Thierfelderstraße soll Ende August in Betrieb gehen / Das Land gibt fast 5,4 Millionen Euro für künftige Investitionen

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Andreas Lüdtke, Abteilungsleiter bei der RSAG, erklärt im neuen Bahnunterwerk die Funktionsweisen der einzelnen Geräte.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Südstadt. Im Fünfminutentakt sind gestern die Straßenbahnen vom und zum Zoo gerattert. Damit das auch weiterhin möglich ist, ließ die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) ein neues Bahnunterwerk (eine Trafostation) in der Thierfelderstraße bauen. In zwei Wochen soll es in Betrieb gehen. Damit wurde nach 13 Jahren ein Großprojekt abgeschlossen. Ziel war es, die komplette RSAG- Anlage leistungsfähiger zu machen. Landesinfrastrukturminister Christian Pegel (SPD) nahm den Termin zum Anlass, um Fördermittel in Höhe von fast 5,4 Millionen Euro an die RSAG zu überreichen.

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Das Bahnunterwerk in der Thierfelderstraße soll Ende August in Betrieb gehen / Das Land gibt fast 5,4 Millionen Euro für künftige Investitionen

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Seit 2003 arbeitet das Unternehmen an dem Projekt, erklärt Andreas Lüdtke, Abteilungsleiter Technischer Service/Betriebsanlagen der RSAG. Von den insgesamt 15 Trafostationen, die in der Hansestadt verteilt stehen, ist die in der Thierfelderstraße die letzte, die ausgetauscht wurde. Die alten Stationen hätten ihren Zenit nach 30 bis 40 Jahren überschritten und mussten dementsprechend ausgetauscht werden. Die alten Anlagen waren wesentlich größer, und auch die technischen Geräte waren veraltet. „Im neuen Bahnunterwerk bekommen wir 20000 Volt von den Stadtwerken. Die wandeln wir mit Trafo und Gleichrichter in 600 Volt Gleichspannung um“, erklärt der Fachmann die Funktionsweise.

Wie auch schon zuvor läuft dieser Prozess automatisch ab. „Es wird also ins Netz eingespeist, je nachdem, wie die Bahnen fahren“, berichtet Andreas Lüdtke. Und jedes dieser Unterwerke habe eine zweiseitige Speisung. „Das heißt, auch wenn mal ein Trafo außer Betrieb genommen werden muss, fahren trotzdem weiterhin die Bahnen“, so Lüdtke. Sollte dies in der Thierfelder Straße der Fall sein, würde das Unterbahnwerk am nächstgelegenen Punkt, also in der Stampfmüllerstraße, diesen Part übernehmen – und umgekehrt.

Das Ziel, das mit den neuen Trafos erreicht werden soll, ist, dass die komplette RSAG-Anlage leistungsfähiger und effizienter wird. „Wir wollen im kommenden Jahr den Gleichstrom von 600 auf 700 Volt umstellen. Das bedeutet, der Stromverbrauch geht runter, und die Verlustleistung sinkt“, sagt der Abteilungsleiter.

Für Jan Bleis, Kaufmännischer Leiter der RSAG, ist es „unheimlich wichtig, dass uns das Land unterstützt“. Die RSAG sei seit Jahren in der Lage, ihr eigenes Netz zu erhalten und Verschleißteile auszutauschen. Dies sei jedoch nur mit Hilfe von Fördermitteln möglich.

Minister Pegel betonte, dass die RSAG im Vergleich zu Omnibusbetrieben durch Aufwendungen für Gleisanlagen, Stromversorgung sowie Signal-, Leit- und Sicherungseinrichtungen erhebliche Mehrkosten zu tragen habe. Er überreichte einen Zuwendungsbescheid vom Land und Regional-Mittel-Topf in Höhe von knapp 5,4 Millionen Euro. Dieses Geld soll etwa für künftige Investitionen, wie Gleise und Gleisunterhaltung, Fahrzeuge, oder aktuell für die Stromversorgung verwendet werden.

„Das ist gut investiertes Geld. Damit haben wir auch Planungssicherheit“, sagt Michael Schroeder vom Technischen Vorstand der RSAG. Einer Erneuerung der Bahn-Flotte müsse sich das Unternehmen in knapp fünf Jahren stellen, meint Jan Bleis.

RSAG hat ihr eigenes Netz

Die Straßenbahnen der Rostocker Straßenbahn AG fahren nach einem technisch ausgefeilten Prinzip. Wichtig sind hierbei die sogenannten Bahnunterwerke. Im technischen Sinne sind das Trafostationen mit Gleichrichtern, die der Bereitstellung des Fahrstroms der Straßenbahnen dienen.

15 Bahnunterwerke gibt es im gesamten Netz der RSAG. Das Bahnunterwerk in der Thierfelderstraße wurde gerade neu gebaut, auch mit Hilfe von Fördergeldern des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Am 24. August soll diese Trafostation in Betrieb gehen.

Mathias Otto

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