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Neue Uniklinik: 143 Millionen für die Medizin der Zukunft

Hansaviertel Neue Uniklinik: 143 Millionen für die Medizin der Zukunft

Gestern wurde der Grundstein für das neue Zentralgebäude gelegt / Patienten sollen ab 2019 schneller und besser behandelt werden / Sellering: Land stärkt Rostock

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Versenkten die obligatorische Zeitkapsel: Klinik-Vorstandschef Christian Schmidt (v. l.), Uni-Rektor Wolfgang Schareck, Uni-Vorstand Harald Jeguschke, Finanzministerin Heike Polzin, Ministerpräsident Erwin Sellering und Bildungsminister Mathias Brodkorb (alle SPD).

Quelle: Frank Söllner

Hansaviertel. Wie gigantisch das Projekt ist – es lässt sich beim ersten Blick in die Baugrube bereits erahnen: Fünf, sechs Meter ist das Loch tief, dass zwischen den Altbauten der Uniklinik klafft. Und so groß wie ein Fußballfeld. Wo jetzt noch Bagger und schweres Gerät rollen, soll ab Ende 2019 Leben gerettet werden. Die Rede ist vom neuen Zentralgebäude der Rostocker Uni-Klinik. Gestern wurde offiziell der Grundstein für das größte Bauvorhaben im Land gelegt.

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Gestern wurde der Grundstein für das neue Zentralgebäude gelegt / Patienten sollen ab 2019 schneller und besser behandelt werden / Sellering: Land stärkt Rostock

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Einer der größten Arbeitgeber Rostocks

3846 Mitarbeiter hat die Uniklinik, einer der größten Arbeitgeber in Rostock.

45000 Fälle wurden im Jahr 2015 stationär und etwa 150000 weitere ambulant an der Uniklinik behandelt.

„In Rostock entsteht einer der modernsten medizischen Bauten in ganz Deutschland“, verspricht Finanzministerin Heike Polzin (SPD). Ihr untersteht der Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL), der für das Großprojekt verantwortlich ist. Insgesamt 143 Millionen Euro verbaut das Land an der Schillingallee – gut angelegtes Geld, meint Christian Schmidt, ärztlicher Vorstand der Uniklinik und selbst Mediziner. „Es geht hier nicht um einen neuen Prestigebau – sondern um die Qualität der medizinischen Behandlungen für unsere Patienten“, sagt er. Bisher habe jede Fachdisziplin – die Kardiologie etwa oder die Innere Medizin – eine eigene Notaufnahme. Künftig gibt es an der Uni nur eine gemeinsame – „in der Spezialisten aus allen Fachbereichen sich um die Patienten kümmern“, so Schmitt. Das gilt auch für den neuen OP-Bereich, der im Zentralgebäude entsteht: „Bisher waren die Bereiche getrennt. Ein unmöglicher Zustand. Im Neubau gehen wir neue Wege – in Forschung, Lehre und bei der Behandlung der Patienten“, versichert auch Mediziner Wolfgang Schareck, der Rektor der Rostocker Uni. Das Zentralgebäude soll zudem der neue Eingang für Besucher und Patienten sein. Auch die Radiologie und die Labore der Klinik ziehen in das 17 Meter hohe und 27700 Quadratmeter große Gebäude ein. Auf dem Dach wird ein Landeplatz für Rettungshubschrauber entstehen.

Zwischenzeitlich war der Neubau in die Schlagzeilen geraten, weil die Rammarbeiten im Vorfeld zu Rissen in den benachbarten Gebäuden geführt hatten: Bisher allerdings ohne gravierende Auswirkungen, versichert BBL-Sprecher Christian Hoffmann. „Wir beobachten das sehr genau. Die Arbeiten liegen im Zeit- und Kostenplan.“ Finanzministerin Polzin warb um Verständnis: „Wir bauen im laufenden Betrieb. Es wird Schmutz und Lärm geben.“

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sagte, das Land wolle die Uniklinik stärken: „Die Rostocker Mediziner sind auf vielen Gebieten der Forschung spitze – in der Stammzellen-Therapie, der Implantationsmedizin oder auch der regenerativen Medizin.“ Der beste Beleg: Die Zahl der Studenten und Absolventen an der Klinik habe sich in 15 Jahren verdreifacht. „Das spricht für Rostocks Qualität und die wollen wir ausbauen.“ Der Neubau sei zudem eine Investition in die Gesundheitswirtschaft im Land: „Das ist die Wachstumsbranche Nummer eins in MV.“ Doch: Die öffentliche Hand müsse die knappen Mittel effizient nutzen. Sellering warb deshalb für Kooperationen mit privaten Kliniken. Die Rostocker arbeiten bereits mit dem Herzzentrum der Helios-Kliniken Schwerin und in Sachen Geburtsheilkunde mit der Rostocker Südstadt-Klinik zusammen.

Andreas Meyer

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