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Neue Wohngebiete: Droht Gehlsdorf Verkehrsinfarkt?

Gehlsdorf Neue Wohngebiete: Droht Gehlsdorf Verkehrsinfarkt?

Der Ortsbeirat fordert eine Umgehungsstraße. Die Stadt hält die Infrastruktur für ausreichend.

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Regelwidrig geparkte Autos sorgen in der Fährstraße schon jetzt für Staus.

Quelle: Foto: André Wornowski

Gehlsdorf. Ein Stadtteil wächst: Mehr als 700 Wohnungen sollen in den kommenden Jahren in Gehlsdorf entstehen. Doch reicht dafür die vorhandene Infrastruktur? Nein, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Kurt Massenthe (UFR). „Wir haben schon jetzt ein Problem mit dem Verkehr.“ Und die weitere Ansiedlung von Industrie und Gewerbe werde die Lage zusätzlich verschärfen.

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Der Ortsbeirat fordert eine Umgehungsstraße. Die Stadt hält die Infrastruktur für ausreichend.

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Bevor gebaut wird, muss die Infrastruktur erneuert werden.Kurt Massenthe (UFR)

Ortsbeiratschef

Die Stadtverwaltung sieht das anders. „Die Ortsdurchfahrt Gehlsdorf mit Gehlsheimer Straße, Fährstraße und Pressentinstraße ist derzeit leistungsfähig“, teilt das Amt für Verkehrsanlagen mit. Bei einer aktuellen Verkehrsuntersuchung zu den geplanten Wohnbaustandorten sei sogar nachgewiesen worden, dass alle bedeutsamen Knotenpunkte in ihrer jetzigen Form auch künftig ausreichen. „Somit ist ein Ausbau der Infrastruktur aus Gründen der Leistungsfähigkeit nicht erforderlich“, so das Amt.

Doch wie sehen Sie das, liebe Leser? In der großen „OZ-Stadtteil-Umfragen“-Serie rückt diesmal Gehlsdorf mit seinen Themen in den Fokus. Im Internet können Sie unter www.ostsee-zeitung.de/gehlsdorf abstimmen: Herrscht auf der Fähr- und Pressentinstraße zu viel Verkehr? Braucht Gehlsdorf eine Umgehungsstraße? Muss der Bus wieder häufiger fahren? Soll zur Sicherheit der Kinder eine Ampel in Höhe der Schule errichtet werden? Und soll der Uferweg umgestaltet werden?

Dem Argument der Stadt, dass die Ortsdurchfahrt gemessen an der Anzahl der Fahrzeuge leistungsfähig genug sei, widerspricht Ortsbeiratschef Massenthe. „Davon kann man nicht ausgehen“, sagt er. Denn es gebe in Gehlsdorf eine besondere Situation: „Wenn die Autos im Ort auf der Straße abgestellt werden, zum Beispiel vor dem Bäcker, kommt es zu langen Staus.“ Die Stadt verweist jedoch darauf, dass das Parken in diesem Bereich regelwidrig sei.

Eine neue Erschließungsstraße ist immerhin für das geplante Wohngebiet Melkweg/Rostocker Straße vorgesehen. „Die neue Trasse ist notwendig, da der Toitenwinkler Weg und die Rostocker Straße in ihrem derzeitigen Ausbauzustand nicht mehr Verkehr aufnehmen können“, so das Amt für Verkehrsanlagen.

Für Massenthe ist der Kirchenplatz ein Knackpunkt: „Wenn das neue Wohngebiet ,Obere Warnowkante’ kommt, läuft der ganze Verkehr hier lang. Das funktioniert nicht.“ Generell gibt es Streit um den Bebauungsplan für das Gebiet. Eine Bürgerinitative kämpft gegen die geplante Erschließungsstraße parallel zur Pressentinstraße. Die Stadt stellte eine Alternative vor: Die Planstraße könnte um eine Baureihe in Richtung Warnow verschoben werden. „Dadurch wäre jedoch eine rückwärtige Bebauung in dritter Reihe zur Pressentinstraße nicht möglich“, heißt es im Stadtplanungsamt. Statt 196 könnten nur 137 Wohnungen entstehen. Die Stadt plädiere daher weiter für ihr Ausgangskonzept.

Ihre Meinung ist gefragt: Wie stehen Sie zu den Projekten in der Hansestadt? Was muss sich in Ihrem Stadtteil verändern? Welchen Problemen müssen sich Politik und Verwaltung annehmen? Ihre Meinung ist jetzt gefragter denn je. Denn mit dem Thema „Verkehrssituation in Gehlsdorf“ geht die neue Serie der OZ für Rostock weiter, die „OZ-Stadtteil-Umfragen“. In regelmäßigen Abständen rücken wir einen anderen Stadtteil und sein wichtigstes Thema in den Fokus. Und dann sind Sie an der Reihe: Auf unserer Umfrage-Seite im Internet wollen wir wissen, wie Sie zu dem Problem, dem Projekt oder den Plänen in Ihrer Nachbarschaft stehen. Parallel starten wir eine große Telefon-Umfrage: Meinungsforscher werden im Auftrag der OZ Hunderte Menschen im Stadtteil befragen. Am Ende soll ein repräsentatives Ergebnis stehen, was die Rostocker für ihre Stadt und ihre Viertel wirklich wollen.

André Wornowski

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