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Neuer Anlauf fürs Wohnen am Rosengarten

Rostock Neuer Anlauf fürs Wohnen am Rosengarten

Bis zu 128 Wohnungen können entlang der August-Bebel-Straße entstehen. Die Stadt Rostock bietet den Wohnungsgenossenschaften Grundstücke an.

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Der Grünstreifen auf der nördlichen Seite der August-Bebel-Straße soll mit Wohnhäusern bebaut werden.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Zwei mächtige Bäume begrenzen das Areal – die große Rotbuche am Steintor und eine Blutbuche an der Hermannstraße. Dazwischen liegt seit Jahren eine Brachfläche zwischen August-Bebel-Straße und Rosengarten, und die soll bebaut werden. Schon sehr bald, wenn es nach den Vorstellungen der Stadt geht.

„Die Wohnungs-

gesellschaften sind gefordert, Angebote einzureichen.

Ulrich Kunze

Stadtsprecher

„Wir haben als Unternehmen Interesse, an der Stadtentwicklung mitzubauen.

Roland Blank

WG Schiffahrt-Hafen

Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) braucht dringend neue Wohnungen, und die Wohnungsgenossenschaften wollen investieren. Jetzt lockt der OB mit diesen interessanten Flächen im Stadtzentrum. 128 Wohnungen seien dort lauf Rathaus und Rostocker Gesellschaft für Stadtentwicklung (RGS) möglich. „An erster Stelle sind hier die Rostocker Wohnungsgesellschaften gefordert, möglichst kurzfristig Angebote einzureichen“, teilt Stadtsprecher Ulrich Kunze mit. Und weiter: „Die Planungen für die Bebauung sind so weit abgeschlossen.“ Geplant sei eine reine Wohnbebauung mit fünf Geschossen plus Staffelgeschoss und Tiefgaragen. Auf dem Baufeld wären vier Gebäude möglich. Da Baurecht besteht, könne es schnell losgehen. Der Verkauf der Grundstücke wird aktuell durch die RGS vorbereitet, heißt es aus dem Rathaus. Ein weiteres Gebiet, auf dem sich die Stadt ein Engagement der Wohnungsunternehmen wünschen würde, ist der Grote Pohl in der Südstadt.

Solche Angebote der Stadt kommen bei den Wohnungsgenossenschaften gut an. „Alle haben Interesse, an der Stadtentwicklung mitzubauen“, sagt Roland Blank von der WG Schiffahrt-Hafen. Über die konkreten Flächen an der August-Bebel-Straße möchte er aktuell nur ungern reden. Sein Kollege Hagen Hildebrandt von der WG Warnow signalisiert erst einmal Bereitschaft, sich zu engagieren. „Kein einzelnes Rostocker Unternehmen kann 1000 Wohnungen bauen. Wenn sich etwas anbietet . . .“ Das Prinzip der Wohnungsgenossenschaften sei ja, guten, sicheren und bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Das sieht auch Volker Fritz von der WG Union so. „Dafür stehen die Genossenschaften.“ Das konkrete Angebot der Stadt für die August-Bebel-Straße kennt Fritz nicht, aber: „Das ist eine schöne Lage und grundsätzlich interessant.“ Derzeit hätte die WG Union aber Projekte in Dierkow, Toitenwinkel und Evershagen mit 650 neuen Wohnungen.

Die Grundstücke an der August-Bebel-Straße waren bereits 2008 öffentlich ausgeschrieben. Damals ging es um eine Mischnutzung mit Gewerbe und Büros. Davon ist heute nicht mehr die Rede. Die Pläne wurden vor allem deshalb gestoppt, weil der Rosengarten noch als Standort für ein neues Theater im Gespräch war.

Bebaut wird übrigens zunächst nicht die gesamte Fläche zwischen den beiden großen Bäumen. Ein Grundstück direkt an der geschützten Rotbuche bleibt von der Bebauung ausgenommen. Das wird möglicherweise als Ausstellungsfläche für ein neues Archäologisches Landesmuseum benötigt – wenn sich denn das Land für den Standort Rostock und das ehemalige Schifffahrtmuseum an der Bebel-Straße entscheidet.

Thomas Niebuhr

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