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Neuer Hort: günstiger und früher fertig

Rövershagen Neuer Hort: günstiger und früher fertig

Eröffnung schon am Kindertag / Schulumbau ist nächstes großes Projekt in Rövershagen

Rövershagen. „Vorfristig und dazu noch mit erheblicher Kostenersparnis wird unser neuer Hort fertiggestellt“, teilt Bürgermeisterin Dr. Verena Schöne den Gemeindevertretern auf ihrer Sitzung am Montagabend mit. Nicht erst wie geplant in den Sommerferien wird der Umzug in das leuchtend gelb-rote Haus stattfinden. „Zum Kindertag wollen wir die Schlüssel übergeben und eröffnen“, sagt Schöne.

 

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Denis Wagner (unten) und Niels Kenning von der Firma Schönfeldt Metallbau in Rostock befestigten gestern die Türen im Eingangbereich des neuen Hortgebäudes in Rövershagen. FOTOS (2): DORIS KESSELRING

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Nun müssen noch die Außenanlagen um den Hort gestaltet werden.

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Unser Hortneubau wird früher fertig und kostengünstiger.Dr. Verena Schöne Bürgermeisterin

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2,9 Millionen Euro hat die Gemeinde für den modernen Zweigeschosser eingeplant, 375000 Euro flossen als Fördermittel. 154 Hortkinder haben hier künftig ausreichend und mehr als doppelt soviel Raum wie bisher. Die Außenanlagen – Kostenpunkt 152000 Euro – werden bis Ende Mai fertig und bieten mit Terrasse, Schaukel und Spielmöglichkeiten viel Platz zum Toben.

Noch haben die Handwerker das Sagen im Haus. Trockenbauer, Maler und Metallbauer arbeiten parallel an allen Ecken. „Wir sind seit Mitte letzten Jahres auf der Baustelle, haben Fenster eingebaut, die Fassade verkleidet und richten gerade im Eingangsbereich die Türen aus“, erklärt Meister Thomas Dittmann von der Firma Metallbau Schönfeldt in Rostock-Gehlsdorf.

Während im Gebäude eifrig gehämmert, geschraubt, gestrichen wird, vergeben die Gemeindevertreter noch die letzten Posten: das Anbringen der Feuerlöscher und die Baureinigung. Außerdem wird der Abschluss eines Mietvertrages mit dem Hortträger, dem Verein auf der Tenne, beschlossen. Die Kaltmiete werde mit 4,50 Euro pro Quadratmeter moderat ausfallen. „Die Betriebskosten wird der Mieter tragen“, kündigt die Bürgermeisterin an. Außerdem soll dieser auch hälftig an der Pflege der Außenanlagen beteiligt werden. „Die Platzkosten werden allerdings steigen“, verdeutlicht Schöne und schätzt um etwa 32 Euro, die sich dann Kommune und Eltern teilen müssen. „Dafür haben die Kinder hervorragende Bedingungen.“

Das ist den Rövershägern wichtig. Über zehn Millionen Euro hat die Gemeinde in den vergangenen 15 Jahren für Kita, Schule und Turnhalle auf dem „Bildungs- und Erziehungscampus“ im Dorf ausgegeben.

Nächstes großes Projekt ist der Um- und Anbau der Grundschule. Auf 3,3 Millionen Euro belaufen sich die Gesamtkosten. Anträge auf Fördermittel und Sonderbedarfszuweisungen wurden gestellt. „Ein schwieriges Unterfangen“, räumt die Bürgermeisterin bei der Erläuterung der Haushaltssatzung für 2017 ein. Aber nun sei das Vorhaben „in trockenen Tüchern“. Es bestehe große Hoffnung, dass mit dem Schulanbau noch in den Sommerferien begonnen werden könne.

Mit spitzem Stift wurde gerechnet und gespart, um die neue Grundschule in den nächsten zwei Jahren realisieren und die Liquidität der Gemeinde sichern zu können. „Der Haushalt ist ausgeglichen“, erklärt Schöne. Zum ersten Mal bekäme Rövershagen keine Schlüsselzuweisungen vom Land, „weil wir hohe Steuereinnahmen haben“. Um den Schulumbau jedoch gefördert zu bekommen, muss die Gemeinde eigene Einnahmequellen besser ausschöpfen. Die Hebesätze der Gemeinde für Grundsteuer A und B und Gewerbesteuer müssen daher angehoben werden.

„Rövershagen hat die Sätze seit 1994 nicht geändert“, berichtet die Bügermeisterin. Die Hebesätze lagen weit unter dem Landesschnitt und werden nun auf 300 Prozent (Grundsteuer A, bisher 250 Prozent), 360 Prozent (Grundsteuer B, jetzt 300 Prozent) und 330 Prozent (Gewerbesteuer, jetzt 300 Prozent) steigen. Das spüle 130000 Euro mehr in die Gemeindekasse.

Kritik übt Schöne an der Schulentwicklungsplanung 2015-2020 des Landkreises, an der die Schulträger nicht beteiligt wurden. „Das wird nun nachgeholt“, so Schöne. Allerdings gebe es Fehler bei der Datenerhebung für die Grundschule Rövershagen. Es sei eine veraltete Bevölkerungsstatistik zugrunde gelegt worden. Beim Einzugsbereich der Schule sei die Gemeinde Klein Kussewitz vergessen worden.

„Ich bin angesäuert. Das ist keine gute Arbeit des Schulverwaltungsamtes“, erklärt die Bürgermeisterin.

Außerdem wurde bei der Übersicht zu Ein- und Auspendlern der Schule eine Null vermerkt. „Wir haben aber Einpendler aus Rostock. Die Grundschüler kommen aus Wiethagen, Hohe Düne, Markgrafenheide, Stuthof, Nienhagen und Hinrichshagen“, so Schöne. Damit sei die Schule nicht nur zwei- bis dreizügig, wie in der Planung angegeben, „sondern langfristig dreizügig“. Unter Berücksichtigung dieser Änderungen stimmt die Gemeindevertretung dem Entwurf des Schulentwicklungsplanes zu.

Doris Kesselring

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