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Neuer Studentenwerk-Chef will mehr Wohnungen und Mensen

Stadtmitte Neuer Studentenwerk-Chef will mehr Wohnungen und Mensen

Kai Hörig fordert mehr Unterstützung vom Land, um die Semestergebühren zu stabilisieren / Unter seiner Regie soll sich viel ändern, kündigt der 43-Jährige an

Stadtmitte. Verändertes Essverhalten der Studenten, Wohnungsknappheit, erhöhte Semesterbeiträge, mehr Beratungen: Kai Hörig (43) hat den Schreibtisch voll mit Arbeit. Zweieinhalb Jahre lang war das Studentenwerk ohne Geschäftsführer. Jetzt hat er diesen Posten übernommen. Sein Vorgänger wurde damals wegen Verdachts der Untreue entlassen.

 

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Seit November ist Kai Hörig (43) neuer Geschäftsführer des Studentenwerks in Rostock.

Quelle: Ove Arscholl

„Die neue Aufgabe hat mich gereizt“, sagt Kai Hörig. Sein Ziel: „Wir wollen, dass alle Studierenden erfolgreich abschließen. Wir halten ihnen den Rücken frei.“ Der Diplom-Mathematiker will sich den neuen Herausforderungen stellen und hat reichlich Erfahrung im Gepäck. Schon in jungen Jahren sei er Studierendenvertreter gewesen und war 20 Jahre lang als Abteilungsleiter im Studentenwerk Leipzig tätig. Vor fünf Monaten hat er seinen Schreibtisch in der Hansestadt eingerichtet.

Eines seiner wichtigsten Themen: stabile Semesterbeiträge. Bisher nimmt das Studentenwerk 45 Euro von jedem Studenten pro Semester. Ab dem Wintersemester 2016/17 ist eine Steigerung von 15 Euro geplant. Der Grund: Seit 2009 wurden die Zuschüsse vom Land für die Studierendenwerke nicht mehr erhöht, bei stetig steigenden Kosten des Studentenwerks. Damit die Beiträge künftig nicht noch weiter angehoben werden müssen, fordert er: „Wir brauchen dringend mehr finanzielle Unterstützung vom Land.“

Angespannt sei die Lage besonders auf dem Wohnungsmarkt. Bisher habe man jedem Studenten ein Zimmer anbieten können. Und aufgrund der sinkenden Studentenzahlen und des maroden Zustands des Wohnheims in der Möllner Straße ziehen knapp 200 Studenten bis September aus. „Allerdings wird die Stadt in den nächsten Jahren weiter wachsen. Und mit ihr auch wieder die Zahl der Studenten“, erklärt Hörig.

100 zusätzliche Plätze sollen deshalb in der Max-Planck- Straße geschaffen werden. „Man muss dabei bedenken, dass ein Vorhaben in dieser Dimension mehr als sechs Millionen Euro verschlingt. Wir sind deshalb auf Zuschüsse angewiesen, um weiterhin sozialverträgliche Mieten anbieten zu können“, so Kai Hörig. Im Schnitt sollen sie nicht höher als 250 Euro sein.

Auch in Sachen Betreuung soll es unter seiner Regie Änderungen geben. Bisher verfügt das Studentenwerk nur über einen kleinen Raum für psychologische Beratung. Die Termine für Gespräche hätten aber zugenommen. „Ab dem Wintersemester werden wir deshalb in der Albert-Einstein-Straße eine leer stehende Wohnung dafür herrichten“, sagt er. Viel Diskussionsbedarf gibt es bei Anzahl und Größe der Mensen. Aus den beiden kleinen Mensen in der Ulmenstraße soll künftig eine große werden, mit mehr Plätzen und Angeboten. Hörig rechnet mit dem Baubeginn frühestens 2018, da der Bau der Bibliothek auf diesem Gelände Vorrang hat. Die Hochschule für Musik und Theater soll allerdings schon im kommenden Jahr mit einer Mensa ausgestattet werden. Aktuell werden Studenten hier von einem externen Catering- Service beliefert.

„Wir müssen bei der Verpflegung auch neue Wege gehen. Die Art und Weise, wie Studenten verköstigt werden möchten, hat sich geändert. Seit Anfang April experimentieren wir“, so der Geschäftsführer.

Die Öffnungszeiten sollen sich beispielsweise ändern. Erst kürzlich wurde ein Imbisswagen als zusätzliches Angebot am Ulmencampus aufgestellt. „Diese Variante wird aber noch nicht gut angenommen“, sagt er. Ein Mensa-Ausschuss tagt mehrmals im Jahr, um neue Gerichte auszutesten.

18 000 Studierende

Das Studentenwerk Rostock betreut derzeit knapp 19 000 Studierende der Universität Rostock, der Hochschule für Musik und Theater Rostock und der Hochschule Wismar.

Das Angebot reicht von der Studienfinanzierung über die Verpflegung in den Mensen sowie die Bereitstellung von Wohnraum in den Wohnanlagen.

Das Studentenwerk fördert studentische Projekte in Kultur und Sport und unterstützt durch Sozialberatung die Studierenden.

Von Mathias Otto

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