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Neuer Ulmen-Campus wird ganz Rostock verändern

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Neuer Ulmen-Campus wird ganz Rostock verändern

Stasi-Unterlagenbehörde zieht in „Bebel-Tower“ / Sportler verlassen KTV

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Kröpeliner-Tor-Vorstadt. . Seit jeher gilt die KTV als das Studentenviertel Rostocks. Und diesem Ruf wird der Stadtteil in Zukunft noch mehr als bisher gerecht werden: Denn das neue Herz der Universität schlägt spätestens ab 2025 an der Ulmenstraße. Dann soll der neue Zentralcampus der größten Hochschule des Landes fertig sein. Von den insgesamt mehr als 13000

Studenten der Rostocker Uni wird gut die Hälfte in der KTV lernen, forschen und leben.

„Die Kröpeliner-Tor-Vorstadt wird durch die Pläne für das ,Ulmicum’ aufblühen“: Davon jedenfalls ist Finanzminister Mathias Brodkorb überzeugt. Mehr Studenten, mehr Leben, (noch) mehr Party? Der SPD-Politiker stellte gestern die Pläne für die Umgestaltung des Campus in der KTV vor. Bis 2021 soll das Haus 3, ein historischer Altbau, saniert und erweitert werden. Direkt an der S-Bahn- Station Parkstraße planen Uni und der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) eine neue, bis zu 40 Millionen Euro teure Bibliothek. Und: Auch eine neue Mensa wird es geben. Dort, wo jetzt noch die alte Orthopädie steht. „Dafür wird das Studentenwerk verantwortlich sein. Und im Rahmen des Neubaus sollen auch weitere Wohnungen für Studenten entstehen – nur wenige Meter vom Campus entfernt“, sagt Brodkorb.

Das Ulmicum wird aber nicht nur die KTV, sondern die ganze Stadt verändern. Denn bisher sind die juristische und philosophische Fakultät der Uni über die gesamte Stadt verteilt. Künftig sollen die Institute an der Ulmenstraße konzentriert werden. Andere Gebäude werden dann frei für neue Nutzungen. Das Prominenteste davon dürfte der Bebel-Tower sein – auch Philosophen-Turm oder Stasi-Hochhaus genannt.

Für den Büroturm in der Stadtmitte hat das Land bereits sehr konkrete Pläne: „Wenn die Uni dort auszieht, soll die Stasi-Unterlagenbehörde dort einziehen“, sagt Brodkorb. Denn die Bundesbehörde hat aus Berlin die Vorgabe bekommen, nicht mehr drei Standorte im Land zu betreiben, sondern sich auf einen zu konzentrieren. „Die Landesregierung ist sich einig, dass dieser Standort nur Rostock sein kann“, so Brodkorb. Denn die Bedeutung der Stasi-Unterlagenbehörde sei im Wandel: „Statt persönlicher Betroffenheit steht mehr und mehr Forschung im Vordergrund. Die Nähe zur Uni ist deshalb wichtig.“ In dem Hochhaus könnten, so der Minister, zudem eine Forschungsstelle zur SED- und Stasi-Vergangenheit des Landes sowie eine Bildungseinrichtung entstehen.

Andere, bisher von der Uni genutzte Gebäude will der BBL nach Angaben von Geschäftsführer Heinz-Gerd Hufen hingegen „verwerten“ – sprich: verkaufen. „Dazu gehören die Uni-Gebäude in Lichtenhagen, in den bisher noch die Ausbildung von Grundschullehrern stattfindet.“

Die Mathematik der Uni bekommt ebenfalls ein neues Zuhause – in prominenter Lage: Die so genannte „alte Physik“ am Uni-Platz, die in den vergangenen Monaten als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt wurde, soll zu einem modernen Haus für Forschung und Lehre umgebaut werden. „Dafür nehmen wir rund acht, vielleicht auch neun Millionen Euro in die Hand“, kündigte Hufen gestern an. Etwas günstiger wird die neue Heimat der Sportwissenschaftler: Die „Sportler“ werden die KTV verlassen und an den Waldessaum ziehen. Dort erhalten sie für rund fünf Millionen Euro ein neues Domizil.

„Jahrelang lag der Fokus des Landes im Hochschulbau auf Greifswald. Jetzt aber ist Rostock dran“, so Finanzminister Mathias Brodkorb.

Andreas Meyer

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