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Neues Gemeindezentrum entsteht

Rostock-Reutershagen Neues Gemeindezentrum entsteht

Die Kirchengemeinde Luther-St.-Andreas plant ersten Spatenstich für Sakralbau in Reutershagen in diesem Herbst / Die Kosten liegen bei 1,1 Millionen Euro

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In der Fundraising-Gruppe: Christine Gottesbühren (v.l.), Stephan Manelshagen, Mareike Schuchert und Stefan Klacak. Foto (2): Jürgen Falkenberg

Rostock-Reutershagen. Was 2013 mit ersten Planungsvorstellungen begann, soll im Herbst 2016 mit einem ersten Spatenstich Wirklichkeit werden: Die Kirchengemeinde Luther-St.-Andreas wird in der Robert-Schumann-Straße in Reutershagen ein neues Gemeindezentrum mit einem Sakralbau errichten. Angrenzend an das Lutherhaus entstehen Räume für die vielfältige Arbeit der Kirchengemeinde. Es werden Möglichkeiten für die Rostocker Tafel, für die Jugend- und Seniorenarbeit und auch für den Bläserkreis entstehen.

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Die Kirchengemeinde Luther-St.-Andreas plant ersten Spatenstich für Sakralbau in Reutershagen in diesem Herbst / Die Kosten liegen bei 1,1 Millionen Euro

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„Die Kirchengemeinde ist noch relativ jung“, sagt Pastorin Gerlind Froesa-Schmidt, die seit zehn Jahren in der Luther-St.-Andreas-Gemeinde Seelsorgerin ist. Seit der Vereinigung der Luther- mit der St.-Andreas-Gemeinde 1997 gibt es zwei Standorte: die St.-Andreas Kirche im Krischanweg, erbaut 1977, und das Martin-Luther-Haus in der Robert-Schumann-Straße, geweiht 1956. „Nach Fertigstellung des Neubaus wird die Rostocker Stadtmission auf dem Gelände des Krischanweges einen Kindergarten errichten. Ein Kirchenraum bleibt aber erhalten“, sagt die Pastorin. Noch ist dies Zukunftsmusik.

Die Entwürfe für den Neubau in Ständerbauweise durch die Soan-Architekten aus Hannover, spezialisiert auf Sakralbauten, fanden im Kirchengemeinderat und im Bauausschuss Zustimmung. So ist der neue Schwerpunkt für die Gemeinde die Finanzierung des Vorhabens. Der Neubau mit den Außenanlagen wird 1,1 Millionen Euro kosten. 850 000 Euro kommen aus Fördermitteln des Kirchenkreises, 105 000 Euro muss die Kirchengemeinde aus Eigenmitteln aufbringen. Dabei ist vorgesehen, Spenden in Höhe von 50 000 Euro einzuwerben.

Schon vor drei Jahren kamen sieben Männer und Frauen der Kirchengemeinde zusammen. Mit ihrem Fundraising-(„Schätze-heben“)-Projekt entwickeln sie monatlich neue Ideen, um Spendeneinnahmen zu erreichen. „Sie sind kreativ, kunsthandwerklich unschlagbar und sehr engagiert“, lobt Pastorin Froesa-Schmidt. Anfang September gab es eine neue Aktion, als Spenden, von Kleidung bis zu Spielzeug, in einem Markt verkauft wurden. „Wir werden unsere Aktionen auch nach Fertigstellung des Neubaus fortsetzen, denn das Lutherhaus soll anschließend für 370 000 Euro saniert werden“, sagt Christine Gottesbühren, die wie alle in der Gruppe so manche Heimarbeitsstunde für Projekte aufwendet.

Beginn am Bräsigplatz

Das Leben der Kirchengemeinde Reutershagen begann 1937 in einem gemieteten Raum am Bräsigplatz. 1946 zog man zum Wiener Platz 2, dann 5. 1947 wurde die Lutherkirche, eine Baracke auf gepachtetem Bauland, am Schwanenteich geweiht. 1958 musste sie abgebrochen werden, der Pachtvertrag mit der Stadt wurde nicht verlängert. Eine neue Barackenkirche wurde 1958 im Krischanweg errichtet. 1975 erfolgte der Abbruch wegen Baufälligkeit. Das neue Gemeindezentrum entstand mit Devisenmitteln 1978, der Glockentum 1981.

Jürgen Falkenberg

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