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Neues „Tierhäuschen“: Kita-Kinder packen mit an

Reutershagen Neues „Tierhäuschen“: Kita-Kinder packen mit an

KOE investiert 2,7 Millionen Euro in den Neubau im Triddelfitz-Weg / Im Sommer 2017 soll das Gebäude bezugsfertig sein / Gestern war symbolischer erster Spatenstich

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Für die Ewigkeit: Fabian (6) und Isabel (6) schließen ihre selbst gemalten Bilder und eine aktuelle Ausgabe der OZ in der Zeitkapsel ein. Kita-Leiterin Susanne Soyeaux hilft den beiden.

Reutershagen. Beherzt rammt Theo seinen Spaten in den Sand. Er will mit anpacken, damit aus der Baustelle am Fritz-Triddelfitz-Weg schnell seine neue Kita wird. Auf die freut sich der Fünfjährige schon sehr. „Ich wünsche mir einen Fußballplatz mit zwei großen Toren. Ich bin nämlich der beste Torwart in der Kita“, sagt er stolz. Um zu erkennen, wo er in Zukunft kicken und Bälle parieren kann, braucht Theo allerdings viel Fantasie. Vom Bolzplatz fehlt noch jede Spur. Die Fundamente für das neue Kitagebäude aber sind schon fertig und lassen erahnen, wo in etwa einem Jahr das neue Zuhause der Kita „Tierhäuschen“ stehen wird.

 

OZ-Bild

Zwei, die zupacken können: Für Theo (5, l.) und Hanno (6) ist das Buddeln auf der Baustelle ein großer Spaß. Fotos (2): Antje Bernstein

Quelle:

Unsere Erwartungen

an die neue

Kita sind hoch.“

Andrea Rittiger,

Geschäftsführerin

der ASB GmbH

Noch spielen Theo und seine Kumpel knapp eineinhalb Kilometer Luftline vom Bauplatz entfernt, in einer Baracke an der Schweriner Straße. Doch das alte „Tierhäuschen“ ist Baujahr 1967 und alles andere als modern. Und zudem viel zu klein, um den Bedarf an Kitaplätzen in Reutershagen abzudecken. Die vier Gruppenräume reichen gerademal für 66 Kinder. Im Neubau haben 117 Mädchen und Jungs in acht Gruppenräumen auf zwei Etagen genug Platz, um sich austoben. „Im Obergeschoss sind außerdem ein großer Sportraum und ein Therapieraum geplant“, erklärt Kita-Leiterin Susanne Soyeaux. „Unten wird es eine Aula für Veranstaltungen geben. Das alles haben wir in der alten Kita nicht.“ Neu wird auch ein Teil ihres Teams sein, denn mit der Zahl der Kinder wird auch die der Erzieher ansteigen. „Ich freue mich auf die neuen Kollegen und die Kinder, die das Haus mit Lachen und Leben füllen werden“, sagt die Kita-Chefin.

Andrea Rittiger lässt den Blick über die Baustelle schweifen „Die Erwartungen sind hoch. Bislang sind wir immer in bestehende Objekte eingezogen“, sagt die Geschäftsführerin des Kitaträgers, der ASB GmbH für Kinder- und Jugendhilfe in Rostock. Damit weder beim Träger noch bei Eltern und Kindern Wünsche offen bleiben, investiert der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) 2,7 Millionen Euro in das neue „Tierhäuschen“. In vier Wochen soll – wenn das Wetter mitspielt – die erste Etage stehen, einen Monat darauf das zweite Geschoss. Im Sommer nächsten Jahres ziehen dann die Kinder ein. Und was wird aus dem alten „Tierhäuschen“? „Höchstwahrscheinlich reißen wir es ab“, sagt KOE-Sprecher Nico Seefeldt.

Alles, was noch gut ist und zum Spielen taugt, zieht mit um in den Fritz-Triddelfitz-Weg. Viel ist es nicht. „Die meisten Möbel sind alt oder fest eingebaut. Ein paar Klettergerüste nehmen wir mit“, sagt Thomas Kalg, Bereichsleiter für das ASB-Facility Management. Altem Mobiliar dürften die Kinder aber ohnehin kaum nachtrauern. Die Pläne für die Außenanlage der neuen Kita verheißen ihnen ein Spielparadies: Eine Wasser- und Matschanlage lädt zur Schlammschlacht, ein Küstenfrachter zum Klettern ein. Drumherum schlängelt sich eine Skaterpiste, erklärt Thomas Kalg. Und auch den vom kleinen Theo ersehnten Fußballplatz wird es geben.

Noch allerdings existiert das alles nur auf Papier – als Baupläne und als bunte Bilder, auf denen die Kinder ihre Wunschkita gemalt haben. Die Filzstift-Malereien liegen seit gestern unter einer Schicht Beton: In einer Zeitkapsel haben die Kinder ihre Kunstwerke, eine aktuelle Ausgabe der OSTSEE-ZEITUNG und ein paar Münzen im Fundament versenkt. Fabian ist gespannt, ob sich das, was er sich gewünscht hat, erfüllt. „Ich habe ein Klettergerüst mit Rutsche gemalt“, verrät der Sechsjährige. Schade sei nur, dass er darauf wohl nicht spielen könne. „Ich geh’ ja nächsten Sommer schon zur Schule.“ Den symbolischen ersten Spatenstich lässt er sich trotzdem nicht entgehen. Auch Theo legt noch mal eine Schippe drauf und buddelt wie ein Profi. Ein neues „Tierhäuschen“ bauen? Für die Jungs ist das ein Kinderspiel. Für die Bauarbeiter noch jede Menge Arbeit.

Doppelt so viel Platz für „Tierhäuschen“-Kinder

66 Millionen Euro will der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) bis 2018 in die Sanierung von Kitas investieren. 2,7 Millionen Euro davon fließen in den Neubau der Integrativen Kindertagesstätte „Tierhäuschen“. Der entsteht derzeit am Fritz-Triddelfitz-Weg in Reutershagen und soll bis Mitte 2017 bezugsfertig sein. In seinen acht Gruppenräumen werden 117 Mädchen und Jungen im Alter von drei Monaten bis sieben Jahre Platz zum Toben haben. Damit wird die Kita etwa doppelt so groß wie der bisher genutzte Bau in der Schweriner Straße sein. Die neue Kita ist ein Zweigeschosser. Jeweils drei der Räume sind für Krippen- und Kitakinder reserviert, in zwei Zimmern werden dann Integrativ-Gruppen betreut. Geplant sind außerdem ein Sportraum, eine Aula und eine großzügige Außenanlage.

Antje Bernstein

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