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Neues Viertel schick und hochwasserfrei

Petriviertel Neues Viertel schick und hochwasserfrei

Rundgang zum Tag der Städtebauförderung führte 50 Interessierte durch das Petriviertel

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Die Teilnehmer des Rundgangs durch das Petriviertel werden von Ralf Schinke von der RGS informiert. Fotos (2): Jürgen Falkenberg

Petriviertel. Zum zweiten Mal gab es am Sonnabend bundesweit den Tag der Städtebauförderung. Rostock war dabei und lud seine Bürger unter anderem in das Petriviertel ein.

 

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Der Lohmühlengraben wurde auf altem Grund nachempfunden.

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50 Interessierte folgten den Ausführungen des Stadtplaners Ralf Schinke.

Die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS) hatte einst das Förderungsziel für das Gebiet formuliert: „Randgebiete der Innenstadt blieben weit hinter ihrem Potenzial zurück. Dazu zählte auch das Gebiet östlich der Stadtmauer. Es mussten neue Konzepte entwickelt werden.“ Zum Rundgang der Rostocker vom Slüterdenkmal über die Petribleiche zur Marina, dann in die fertigen und die im Bau befindlichen Wohnanlagen bis zum Fischerbruch gab es eine Meinung: Ein gelungenes Konzept.

„Es ist gut, dass der Blick zur Petrikirche erhalten blieb. Ich hatte schon Angst“, sagte Karl-Heinz Kord. Marianne Thomas aus Neu Dierkow meinte mit Blick auf das Nachbargebiet Holzhalbinsel: „Das Parkhaus ist ein grausamer Anblick.“ „Es gibt schon wieder einen Eigentümerwechsel, wir haben keinen Einfluss auf die Gestaltung“, sagte Anja Brandenburg von der RGS. Anders soll es bei dem in der Planung befindlichen Parkhaus im Petriviertel werden.

Die Historie mit den Gewerken der Gerber, Küter und Fischer in ihren Straßen wurde lebendig. „Bei der Neugestaltung des Petriviertels wollten wir keine Konkurrenz zur östlichen Altstadt schaffen“, sagt Ralf Schinke. So sind die Wohngebiete zur Stadt geschlossen, zum Wasser geöffnet. Die Parkanlagen zur Warnow hin haben drei Spielplätze, auch für Rentner. Das gesamte Territorium ist behindertengerecht. Hochwasser wird für das Gebiet wie in früheren Zeiten keine Gefahr mehr sein. Die Wohnungen liegen bis zu drei Meter über der Warnow. „Die Erschließung war eine kostenaufwendige Arbeit, müssen doch auch die Straßen und die Kanalisation möglichem Hochwasser standhalten“, sagt Ralf Schinke. Trotzdem leistete sich die Stadt die Reaktivierung des Grabensystems mit Gerberbruch und Fischerbruch. Auch der Lohmühlengraben mit vier Abgängen entstand modern auf historischem Grund. Zur Freude der Rostocker, die am gelungenen Rundgang teilnahmen.

Jürgen Falkenberg

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