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Neues Wohngebiet im Ostseebad

NIENHAGEN Neues Wohngebiet im Ostseebad

Platz für Einfamilienhäuser und altersgerechtes Wohnen soll geschaffen werden / Abstimmung mit Rostock nötig

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Rostock hat Angst, dass die Einwohner in den Speckgürtel ziehen. Doch wir haben nur wenig Rostocker, die hierhin ziehen.“Uwe Kahl, Bürgermeister Nienhagen

Nienhagen. Das Ostseebad Nienhagen bekommt ein neues Wohngebiet. An der Doberaner Straße neben dem Wohngebiet Ehbrauk sollen Einfamilienhäuser und altersgerechtes Wohnen entstehen. Das Vorhaben stellte Stadtplaner Lars Fricke aus Wismar in der jüngsten Gemeindevertretersitzung vor.

 

OZ-Bild

In Nienhagen sind keine Bauflächen in nennenswerter Zahl mehr vorhanden. „Es gibt nicht mehr viel Potenzial“, sagt Lars Fricke. Daher hatten die Gemeindevertreter entschieden, einen Bebauungsplan aufzustellen. Seitdem wurde über Entwürfe für die Erschließung diskutiert, jetzt fiel eine Entscheidung. Im Norden – also hinter den bestehenden Häusern an der Doberaner Straße – ist Platz für eine zweigeschossige Bebauung, „die für barrierefreies, altersgerechtes Wohnen genutzt werden kann. Die Gebäude werden nicht höher, als die an der Straße“, erläutert der Stadtplaner. Weiter südlich sind Grundstücke für Einfamilienhäuser vorgesehen. Falls es Bedarf gebe, seien Dienstleister, wie Frisör, Bäcker oder Versicherungsbüro, zulässig – also Betriebe, die als nicht störend gelten.

Insgesamt gibt es 37 Bauplätze. Die Grundstücke sind zwischen 600 und 800 Quadratmeter groß. Hinzukommen die Flächen für das altersgerechte Wohnen. Ferienhäuser und -wohnungen sind nicht erlaubt.

Das Konzept für die Häuser: helle Fassaden und dunkle Dächer. „In der Mitte entsteht ein Spielplatz für Kleinkinder“, sagt Lars Fricke. Die Zufahrt wird westlich der Bushaltestelle gebaut. Dafür müssen zwei Linden gefällt werden. „Eine Verlegung der Haltestelle kostet 100000 Euro“, so der Stadtplaner. Eine Verbindung mit dem Gebiet Ehbrauk sei nicht möglich. Die Hauptstraße durchs Wohngebiet ist 5,50 Meter breit und als Allee geplant.

Die Gemeindevertreter stimmten dem Vorentwurf zu. Dieser geht jetzt in die Öffentlichkeitsbeteiligung. Nienhagen muss sich mit seinen Plänen noch mit der Hansestadt Rostock sowie dem Amt für Raumordnung und Landesplanung abstimmen. „Rostock hat ein Vetorecht für die umliegenden Gemeinden“, erklärt Bürgermeister Uwe Kahl (CDU). Denn nach dem Stadt-Umland-Raum-Programm darf das Ostseebad lediglich um drei Prozent wachsen.

Mit dem geplanten Wohngebiet, weiteren vorgesehenen neun Grundstücken An den Weiden und der Umwandlung von 30 Ferienwohnungen im Gebiet Am Ehbrauk in Dauerwohnungen würden die drei Prozent überschritten. „Rostock hat Angst, dass die Einwohner in den Speckgürtel ziehen. Doch wir haben nur wenig Rostocker, die hierhin ziehen“, sagt Uwe Kahl. So würden viele aus Sachsen und Bayern, die im Ostseebad Urlaub gemacht haben, in Nienhagen bauen wollen. „Und wir wollen bezahlbaren Wohnraum für Nienhäger. Wir wollen junge Familien hier halten“, sagt Uwe Kahl. Gemeinde und Hansestadt seien daher in regelmäßigen Gesprächen.

Anja Levien

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