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Nienhäger Kinder erkämpfen sich ihren Spielplatz

Gehlsdorf Nienhäger Kinder erkämpfen sich ihren Spielplatz

Am 8. November ist offizielle Einweihung / Schüler haben Projekt angeschoben, Unterschriften und Spenden gesammelt

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Ein Dankeschön an den Ortsbeirat überbringen Anna Brekenfeld (13), Maximilian Bull (19) und Natalie Hehl (16, v.l.).

Quelle: Doris Kesselring

Gehlsdorf. Endlich können sie wieder Basketball spielen. „Das Feld war so schlecht, übersät mit Rasen, man konnte nicht mehr prellen“, erinnert sich Natalie Hehl, die mit ihren Freunden gern auf dem Spiel- und Bolzplatz in Nienhagen auf den Korb zielte. „Und für die Kleinen gab es auch nichts Vernünftiges auf dem Spielplatz“, stimmt Anna Brekenfeld (13) ein. Nun wurde der Platz neugestaltet und wird am 8. November um 15.30 Uhr offiziell eingeweiht.

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Am 8. November ist offizielle Einweihung / Schüler haben Projekt angeschoben, Unterschriften und Spenden gesammelt

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Dafür gab es am Dienstagabend bei der Ortsbeiratssitzung in Gehlsdorf „Ein großes Dankeschön aus Nienhagen“. Natalie, Anna und Maximilian Bull (19) haben dort ein kleines Banner entrollt und sich persönlich bedankt. „Seitdem der Platz neu ist, kommen nicht nur Nienhäger Kinder, sondern auch viele Gäste dorthin“, berichtet Maximilian Bull. Eine Schaukel und drei Reckstangen in unterschiedlichen Höhen wurden zusätzlich aufgestellt, Fußball- und Basketballfeld neu gestaltet. „Wir haben vor einigen Tagen dort Eltern getroffen, die sich bei uns bedankt haben und den Platz auch als guten Treffpunkt sehen“, berichtet Natalie Hehl.

Es waren die Kinder und Jugendlichen selbst, die das Projekt angeschoben haben. „Wir wollten Basketball spielen, aber der Platz ließ das nicht zu“, sagt die 16-jährige Natalie. Ermuntert von den Eltern zogen sie durchs Dorf, sammelten Unterschriften, dokumentierten den Zustand mit Fotos und sprachen im Ortsamt vor. „Dort bekamen wir den Tipp, unser Problem dem Ortsbeirat vorzutragen“, erzählen die jungen Leute.

Gesagt, getan. Mit einem Riesenplakat seien sie im Frühjahr 2015 zur Sitzung des Ortsbeirates erschienen. Gerade sei auch Finanzsenator Chris Müller da gewesen, der ebenfalls Unterstützung zusicherte. Vor allem Natalies Vater, Toni Spiller, half bei der Durchsetzung des Anliegens. „Er war Ansprechpartner für die Leute aus dem Dorf und hat sich um die Spenden gekümmert“, erklärt die Tochter.

1800 Euro haben die Dorfbewohner aufgebracht. „8400 Euro waren letztlich insgesamt auf dem Spendenkonto“, informiert Spiller. Mit dem Zuschuss der Stadt wurden am Ende etwa 14000 Euro in den Platz investiert.

„Die Initiative der Nienhäger Kinder und Eltern für ihren Spielplatz ist absolut vorbildlich. Hier hat man nicht einfach nur nach Steuergeld gerufen, sondern die Bürger haben selbst einen Beitrag geleistet“, lobt Finanzsenator Dr. Chris Müller. Es sei ihm daher besonders wichtig gewesen, dem Projekt mit einem Restbetrag aus der Stadtkasse zum Erfolg zu verhelfen.

Die jungen Nienhäger sind stolz und zufrieden. „Wir fühlen uns ernst genommen“, sagt Natalie Hehl, die seit September nun wieder mit ihren Freunden eifrig Basketball spielt. Das freut den Ortsbeirat.

Und: „Es ist ein gutes Beispiel, das zeigt, Demokratie fängt schon im Schulalter an“, sagt Sandra Wandt (SPD).

Neues Konzept für Spielplätze in Rostock

236 Spielplätze an 168 Standorten gibt es in allen 19 Ortsbeiratsbereichen Rostocks. Das Amt für Stadtgrün hat nun ein mehr als 100 Seiten umfassendes Konzept für die Spielanlagen der Stadt vorgelegt, das im November in der Bürgerschaft besprochen werden soll. Darin wird deutlich: In Evershagen werden dringend Spielplätze benötigt, in Dierkow und anderen Stadtteilen werden Anlagen teils ersatzlos abgerissen. In der Innenstadt fehlt es an Angeboten für Jugendliche.

3,8 Millionen Euro müsste die Stadt aufbringen, um alle nötigen Maßnahmen umzusetzen.

Doris Kesselring

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